Weil jeder nur den Namen »Fritzbox« kennt, hat die Firma hinter dem Router jetzt kurzerhand ihren Namen geändert

Fritzbox-Hersteller AVM ändert seinen Namen - weil der genannte Router deutlich bekannter als das eigentliche Unternehmen ist.

Hoffen wir mal, dass wir wegen der Namensänderung künftig nicht »die Fritz! Fritz!Box« schreiben müssen. (Bildquelle: AVM) Hoffen wir mal, dass wir wegen der Namensänderung künftig nicht »die Fritz! Fritz!Box« schreiben müssen. (Bildquelle: AVM)

Der Markenname AVM ist Geschichte: Wie das Berliner Unternehmen für Netzwerkgeräte in einer E-Mail an Partner (via Deskmodder) ankündigt, firmiert der Fritzbox-Hersteller künftig unter dem Namen »Fritz!«.

Mehr Wiedererkennbarkeit als Ziel

Genauer gesagt wird aus der bisherigen AVM Computersysteme Vertriebs GmbH ab sofort schlicht die Fritz! GmbH.

Das Akronym »Audiovisuelles Marketing«, das noch aus den Kinderschuhen des Unternehmens als Bildschirmtext-Dienstleister stammt, verschwindet damit komplett aus den Bezeichnungen.

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Die Begründung des Fritzbox-Herstellers ist ebenso simpel wie einleuchtend: »Aufgrund der sehr hohen Markenbekanntheit und Beliebtheit der Marke Fritz! haben wir uns entschieden, künftig einheitlich unter der Marke Fritz! aufzutreten«.

  • In anderen Worten: Deutlich mehr Nutzer kennen zwar den Namen der Fritzbox, des Fritzrepeaters oder das darunterliegende FritzOS, aber nicht den eigentlichen Firmennamen.
  • Selbst auf den Produktverpackungen machte es sich das große »Fritz!«-Logo auf der Vorderseite bequem; das AVM-Logo ziert zumeist lediglich die Rückseite.
  • Erste Schritte in diese Richtung waren bereits zuvor erkennbar: Schon im März 2025 stellte das Unternehmen seine Website von avm.de auf fritz.com um.

Hinter der Umbenennung steht aber auch ein Wandel in der Eigentümerstruktur. Im Juli 2024 übernahm das europäische Family Office Imker Capital Partners die Mehrheit am Unternehmen.

Die drei Gründer Johannes Nill, Peter Faxel und Ulrich Müller-Albring, die das Unternehmen 1986 in Berlin gegründet hatten, behielten eine Minderheitsbeteiligung und wechselten in den Beirat.

Inwieweit die neuen Investoren einen Einfluss auf diese Umbenennung hatten und ob damit auch ein größerer Strategiewechsel bevorsteht, lässt sich zum Zeitpunkt der Artikelveröffentlichung nicht feststellen.

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