Ein halbes Jahr ist es jetzt her, dass mein alter Saugroboter die Grätsche gemacht hat und ich mir danach das absolute Spitzenmodell von Roborock in die Bude geholt habe. So zog der Roborock Saros 20 bei mir ein. Wenn man sich im Netz so umhört, polarisiert dieses Modell extremer als fast jedes andere Gerät auf dem Markt. Und nach sechs Monaten im Dauereinsatz kann ich euch sagen, dass ich beide Seiten komplett verstehe.
Hier geht es zu Roborocks-Saugroboter-Flaggschiff!Klettert wie eine Bergziege und macht gleichzeitig ganz flach
Bei meinem alten Modell hatte ich oft Pipi in den Augen, wenn das Ding sich schon wieder piepsend an der Teppichkante oder am Füßchen vom Wäscheständer aufgehängt hat. Es kam so oft vor, dass ich mich dran gewöhnt habe. Der Saros 20 hat in mir die Schönheit des Lebens mit einem Saugroboter wieder aufblühen lassen.
Wenn Roborocks Flaggschiff auf eine Unebenheit trifft, hebt er sein komplettes Gehäuse ein Stück auf. Bei mir zu Hause wuchtet sich der kleine Robi über dicke Türschwellen, die fast vier Zentimeter hoch (offiziell schafft er bis zu 6cm) sind. Auch auf meinem flauschigen, gut drei Zentimeter dicken Teppichen saugt er stumpf weiter, als wäre er auf glatten Fliesen.
Obwohl er dieses extreme Fahrwerk hat, ist er super flach gebaut. Er misst nicht mal acht Zentimeter in der Höhe und passt bei mir so problemlos unter die Couch. Wenn es mal wirklich eng wird, gibt das Gehäuse vorne minimal nach, damit sich nichts einklemmt.
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Zerschneidet Haare und die höchste Saugkraft
Der Saros 20 zieht wie ein Ochse mit 36.000 Pascal Saugleistung. Er holt mir verlässlich den Staub aus den Rillen zwischen den Fliesen, den mein alter Saugroboter immer fröhlich ignoriert hat. (Kleiner Realitätscheck: Wenn ihr richtige Krater oder extrem tiefe Einkerbungen als Fugen habt, kriegt den Dreck da bisher kein Roboter der Welt zu 100 % raus. Da ist die Technik einfach noch am Limit.)
Wer Haustiere oder lange Haare hat, kennt das: Man sitzt alle paar Wochen da und schneidet mühsam mit der Schere die verwickelten Haarbüschel aus der Rolle. Der Saros 20 zerschneidet lange Strähnen von selbst und saugt sie direkt ein. Ich musste die Bürste in den ganzen sechs Monaten nicht ein einziges Mal selbst entheddern.
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Was mich (und alle anderen) so tierisch aufregt
Jetzt haben wir ihn über den grünen Klee gelobt, aber warum polarisiert das Ding so extrem und was nervt mich an der Sache so gewaltig?
Es ist die Preispolitik und die absolute Innovations-Bremse. Wenn ein Hersteller einen derart bodenlosen, saftigen Preis von knapp 1.500 Euro für sein neues Spitzenmodell aufruft, erwartet man eigentlich ein Feuerwerk. Irgendeine neue Funktion oder mehr Quality-Of-Life-Features.
Das gibt es hier alles nicht! Wenn man sich das Datenblatt genau anschaut, ist gefühlt alles fast exakt so wie beim direkten Vorgänger. Roborock hat hier nichts verändert. Dass man für so unfassbar viel Geld im Grunde "nur" ein Feintuning bekommt und auf Evolution statt Revolution gesetzt wurde, nervt extrem und lässt viele in den Foren völlig zu Recht auf die Barrikaden gehen.
Unterm Strich bekommt ihr dennoch ein absolutes Monster-Modell, mit dem ihr nichts falsch macht. Wer über die fehlende Revolution hinwegsehen kann, kann sich ohne Bedenken den Saros 20 holen. Ich bin unterm Strich auch vollkommen happy mit dem Saugroboter! Verstehen kann ich die Kritik dennoch. Desweiteren kann er noch mit den nächsten Punkten überzeugen.
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Fährt super nah an die Hindernisse ran
Was mich früher auch mega genervt hat: Man musste erstmal aufräumen, bevor der Roboter überhaupt loslegen durfte. Ladekabel, Socken, Schuhe – alles wurde mitgeschleift oder hat für Error-Meldungen gesorgt.
Das hat sich mit dem neuen Saugroboter erledigt. Die verbauten Kameras und Tiefensensoren scannen den Raum so genau, dass er extrem nah an Hindernisse ranfährt, aber eben nicht dagegen. Vergesse ich morgens im Stress ein Kabel oder eine Socke auf dem Boden, fährt er auf den Millimeter genau drum herum und macht trotzdem den Bereich direkt daneben sauber. Ihr müsst es einmal gesehen haben, um zu checken, was ich damit meine.
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100 Grad kochendes Wasser in der Station
Nach der Putz-Tour fährt er in seine Station und da wird mir die ekligste Arbeit abgenommen. Die wäscht die Wischlappen nämlich vollautomatisch mit 100 Grad kochendem Wasser aus. Selbst wenn in der Küche klebrige Speisereste oder fiese Flecken weggeschrubbt wurden, der Lappen wird danach wieder komplett sauber.
Das Becken in der Station reinigt sich dabei gleich mit. Bei allen anderen Modellen war genau dieses siffige Becken immer mein Endgegner und man musste selber mit der Bürste ran. Das ist wirklich immer super eklig gewesen. Das wurde hier einfach und effizient gelöst. Die Wartung juckt mich null mehr.
(Übrigens: Beim Wischen fährt er einen kleinen Arm an der Seite aus, um wirklich bis an die Fußleisten zu kommen. Und in der App kann man eintragen, wo lange Vorhänge hängen. Dann rast er nicht stumpf dagegen, sondern schiebt sich vorsichtig drunter.)
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