Ich geb's offen zu: Mäuse und Tastaturen waren mir ein Leben lang quasi egal. Hauptsache es funktioniert. Während hier bei GameStar einige Koryphäen zum Thema Mäuse und Tastaturen unterwegs sind, über Sensoren, taktile Schalter und Weiß-Gott-Alles diskutieren, dachte ich mir einfach bloß: Macht Klick oder Tipp und alles ist gut.
Mit meiner neuen Maus habe ich zum ersten Mal einen richtig guten Sensor ausprobieren können. Und ich hätte niemals gedacht, dass ich Unbelesener so einen krassen Unterschied merke.
Das ist meine neue Maus: Die Keychron M5Meine Logitech MX-Maus für's Homeoffice weint leise im Eck
Ich nutze Maus und Tastatur zu etwa 90% für die Arbeit, 10% für's Gaming - mit Kindern ist einfach auch nicht mehr so viel Zeit dafür. Von daher war es mir auch nie so bedeutsam, dass meine Maus die besten Gaming-Features, 100 programmierbare Tasten und acht Millionen DPI hat.
Was mir bei einer Maus wichtig ist: Sie muss gut in der Hand liegen, sollte ein Scrollrad haben und eine möglichst frei verstellbare Geschwindigkeit. Bei der Arbeit muss ich viele kleine Schaltflächen anklicken, ich brauche Präzision. Und kabellos sollte es natürlich sein.
Jahrelang bin ich mit Tastatur und Maus von Logitech gefahren, genauer gesagt:
Mein neues Setup kommt von Keychron
Weil ich tatsächlich nicht so sehr mit der Qualität meiner Logitech-Maus und der Tastatur zufrieden war, da sich das Material sehr schnell abnutzte, wagte ich einen Wechsel. Empfohlen wurde mir Keychron von gleich mehreren Kollegen.
Meine neue Maus ist die Keychron M5. Solltet ihr keine vertikalen Mäuse mögen, gibt's sie auch in »normaler« Form mit dem gleichen Sensor. Das hier ist mein neues Setup:
Rein vom Datenblatt lies sie sich erstmal unspektakulär: 8K Polling-Rate, 30.000 DPI und zwei Seitentasten mit seitlichem Scrollrad. Das klang für mich jetzt auf's erste erstmal nicht nach großem Upgrade.
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Maus-Sensor: Ein Unterschied wie Tag und Nacht
Und dann dauerte es keine drei Sekunden nach dem Anstecken, dass mich die Maus von Null auf Hundert überzeugte. Als Nicht-Mausexperte war es für mich eine fast schon schockierende Offenbarung. Nicht nur, dass da ein Unterschied merkbar ist, sondern wie sehr.
Der Grund dafür ist die Polling-Rate oder Abtastrate.
Die Logitech MX Vertical hat einen etwas älteren Maussensor mit 4.000 DPI und nur 125 Hz Polling-Rate, die Keychron M5 hat eine Abtastrate von bis zu 8.000 Hz.
Welchen Unterschied die Polling-Rate macht
Ich selbst benutzte meistens 4.000 Hz bei meiner M5, da es sonst arg viel Akku zieht. Aber dafür ist der Mehrgewinn einfach unbeschreiblich: Die Maus fühlt sich jetzt wirklich an als würde sie über ein eingefettetes Butterbrett gleiten - und das meine ich im positivsten Sinne.
Es ist so flüssig und gleichzeitig so präzise, dass sich meine alte Logitech für mich anfühlt wie eine uralte Maus, bei der man noch den Gummiball an der Unterseite ständig reinigen musste. Das ist so unsagbar schön. Wow! Und das sage ich, der damit nie viel anfangen konnte.
Die gute Software macht den Rest
Ebenfalls erwähnen will ich noch die Software. Man muss hier nichts installieren, denn sie funktioniert rein im Browser - schön! Mit ihr kann ich alles wirklich genau so einstellen, wie ich es brauche. Wie viel DPI, wie viel Hz, Makros und natürlich die Seitentasten.
Unterm Strich ist die Keychron M5 für mich echt eine kleine Offenbarung zum Thema Maus am PC.
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