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Rival Rig Trailer - BMW stellt seinen ersten Gaming Chair in einem Teaser vor.
Mit dem Rival Rig hat BMW überraschend das Konzept eines futuristischen Gaming-Stuhls vorgestellt (siehe auch den Trailer oben). Der weltweit bekannte Münchener Autohersteller könnte also in Zukunft etwas vom stetig wachsenden Gaming-Kuchen abhaben wollen.
Gaming-Stühle erinnern dabei häufig an Autositze, insofern ist BMW nicht der denkbar ungewöhnlichste Hersteller dafür. Aber was macht den Rival Rig besonders und wird er überhaupt je auf den Markt kommen?
Stuhl und Sitzhaltung sind sehr wichtig: Wenn ihr generell auf der Suche nach Tipps zum (gesünderen) Sitzen am PC seid, empfehlen wir euch unseren umfangreichen Guide bei GameStar Plus.
Sensoren, Motoren & Kühlsystem
Ähnlich wie aktuelle Fahrzeuge der Bayern enthält BMWs Rival Rig Sensoren, Motoren und ein Kühlsystem. Durch die Sensoren soll der Stuhl zu Beginn einer Session eine möglichst gesunde Sitzposition für Spieler passend zu den individuellen Körpereigenschaften arrangieren können.
Auch die Immersion will BMW mit dem Stuhl steigern, indem er sich Situationen im Spiel anpasst. Ähnlich wie bei einem Autositz gibt es gewisse Zonen, die durch Bewegung bestimmte Muskelgruppen entspannen, erwärmen oder kühlen können. Konkrete Einsatzbeispiele, wie der Stuhl immersions-steigernd eingesetzt werden kann, nannte BMW bei der Präsentation allerdings nicht.
Denkbar wäre beispielsweise in Rennspielen ein Aufpumpen der Luftkammern in Kurven, um mehr Kurvenbewegung zu vermitteln. Dies ist allerdings nur eine Vermutung und nicht bestätigt.
Automatisch und dynamisch
Auch wenn es wohl einige Presets gibt, soll der Stuhl überwiegend automatisch agieren. Lange Rennen auf dem Nürburgring könnten so mit einer verstärkten Kühlung durch den Stuhl einhergehen.
Die für viele obligatorische RGB-Beleuchtung fehlt bei BMWs Rival Rig ebenfalls nicht. Sie agiert dynamisch und passt sich ebenso der jeweiligen Situation im Spiel an.
Ergänzend zum Stuhl hat das verantwortlich zeichnende Unternehmen Designworks einen Tisch vorgestellt, der ebenso mit allerhand Elektronik bestückt ist. Konkrete Einsatzbeispiele der zusätzlichen Technik wurden bislang aber nicht genannt.
Ist eine Vermarktung geplant?
Der Stuhl selbst ist bisher nur eine Konzeptarbeit der BMW-Tochter Designworks und es ist unklar, ob und wann das Unternehmen ihn wirklich zur Serienreife führt.
»Im Moment ist nicht geplant, den Rival Rig im Handel anzubieten. Im ersten Schritt zeigt dieser die Möglichkeiten in Sachen Innovation, Design und Technologie für E-Sport/Gaming-Hardware.«, so BMW auf eine Anfrage der Kollegen von Golem.
Und weiter: »Natürlich beobachten wir das breite Interesse und positive Feedback der Communities und schließen eine spätere Vermarktung nicht aus.«
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Gaming Stuhl der Zukunft?
Mit massig Sensoren, Pneumatik und Anbindung an Bildschirminhalte zeigen die Bayern, wo die Reise mit Gaming Equipment hingehen könnte. Auch Razer hat mit einem Stuhl inklusive rollbarem 60 Zoll-Display bereits deutlich gemacht, dass Gaming-Equipment immer immersiver werden kann:
Der potenzielle Erfolg des Rival Rigs würde bei einer Markteinführung unter anderem davon abhängen, wie gut die automatische Anpassung an individuelle Körpereigenschaften funktioniert und wie die Unterstützung durch Entwickler ausfällt. Zwar bringt der Rival Rig von Haus aus viele Fähigkeiten mit, entscheidend ist aber letztlich, wie gut sie in der Praxis umgesetzt und genutzt werden.
Um den letzten Punkt etwas zu entschärfen, sieht BMW den Rival Rig als Open Source-Plattform, zu der jeder aus der Community etwas beitragen kann. Nicht zu vergessen ist letztlich aber auch der Preis: So ein Stuhl dürfte sehr teuer ausfallen, was die Communitiy-Unterstützung wiederum einschränken würde.
Ein interessantes Konzept, dass sich von der Masse der Gaming-Stühle abhebt, stellt der Rival Rig aber dennoch dar.
Wie bewertet ihr den Rival Rig? Sinnvolles High-Tech-Gerät, ein Gaming-Stuhl mehr, den die Welt nicht braucht oder etwas dazwischen? Schreibt es gerne in die Kommentare!
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