Arcade-Feeling zum Mitnehmen: Ich habe endlich den perfekten Controller für mobile Prügeleien gefunden

Der Brook Fighter Starburst ist endlich ein Leverless-Controller, den ich auch wirklich mitnehmen möchte. Zwei nervige Schwächen hat er dennoch.

Controller wie dieser eignen sich auch gut für 2D-Plattformer und andere Retrospiele. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Controller wie dieser eignen sich auch gut für 2D-Plattformer und andere Retrospiele. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Ich spiele Fighting Games seit meiner ersten Konsole, das NES. 

Einer von vielen Gründen, warum ich dieses Genre so sehr liebe ist die Tatsache, dass Fighting-Games zwei meiner Leidenschaften miteinander verbindet: Gaming und Hardware. 

Spiele wie Street Fighter und Tekken lassen sich mit so vielen unterschiedlichen Controllern spielen, wie es in kaum einem anderen Genre möglich ist. Da wären Gamepads, Fightpads, Arcade-Sticks, Tastaturen und mein persönlicher Favorit: Leverless.

Jetzt habe ich ein Modell gefunden, das ein langwieriges Problem dieser Controller elegant gelöst hat.

Das Problem mit Arcade-Controllern

Arcade-Controller sind oft groß und schwer. Wobei der hier abgebildete Victrix FS12 ein Extrembeispiel darstellt. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Arcade-Controller sind oft groß und schwer. Wobei der hier abgebildete Victrix FS12 ein Extrembeispiel darstellt. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Was ist ein Leverless? Dabei handelt es sich um Arcade-Sticks, die, wie der Name vermuten lässt, auf den Joystick verzichten. Stattdessen kommen vier Richtungstasten zum Einsatz, ähnlich wie bei einer Tastatur. Das macht komplexe Eingaben noch einfacher, da jede Richtung mit perfekter Präzision eingegeben werden kann.

Leverless können außerdem deutlich schlanker gebaut werden, da der Joystick bei Arcade-Controllern am meisten Platz benötigt. 

Der Victrix Pro KO Leverless (l.) ist zwar schon relativ kompakt und dünn, aber der Brook Fighter Starburst (r.) geht einen Schritt weiter. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Der Victrix Pro KO Leverless (l.) ist zwar schon relativ kompakt und dünn, aber der Brook Fighter Starburst (r.) geht einen Schritt weiter. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Das Dilemma bei Leverless-Controllern: Ich spiele gerne mit meinem Bruder Tekken 8, wenn wir beide gemeinsam zu Besuch bei unserer Mutter sind. Obwohl ich bei mir daheim stets mit einem Arcade-Controller oder einem Leverless spiele, steige ich für diese »Auswärtsspiele« auf ein Fightpad um. Der Grund dafür ist einfach: Arcade-Controller sind oft groß, unhandlich und teilweise zu schwer zum Mitnehmen. 

Leverless sind zwar schon weit gekommen und ein besonders kompaktes Modell habe ich bereits, aber es gibt ein kleines Luxusproblem für Fighting-Game-Spieler wie mich: Kleine Arcade-Controller lassen sich nicht bequem auf dem Schoß spielen – die Oberschenkel muss man dauerhaft zusammenpressen.

Der neue Brook Fighter Starburst löst das Dilemma und geht noch etwas weiter.

Was der Brook Fighter Starburst anders macht

Anders als beim Haute42 S16 – ein besonders kompakter Leverless, den ich vorher verwendet habe – ist der Brook Fighter Starburst breiter und lässt sich so deutlich bequemer auf die Oberschenkel legen. 

Haute42 S16 Brook Fighter Starburst Haute42 S16 Brook Fighter Starburst

Der Brook Fighter Starburst ist breiter als der Haute 42 S16. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Dazu kommen weitere Features, die ihn perfekt zum mobilen Fighting-Game-Controller machen:

  • Es ist ein Flipcase integriert, das den Controller und die Tasten beim Transport schützt. So kann ich ihn ohne Bedenken in eine Tasche werfen.
  • Das Flipcase kann verwendet werden, um den Controller angewinkelt auf eine Ablage zu stellen.
  • Der Controller ist sehr kompakt, leicht, dünn und dennoch sehr hochwertig verarbeitet.
  • Im Lieferumfang sind sowohl ein Schultergurt als auch eine Handgelenkschlaufe dabei, die sich links und rechts vom Controller befestigen lassen.
  • Er ist mit den wichtigsten Plattformen kompatibel: PS5, PS4, Xbox One, Xbox Series, Nintendo Switch, Nintendo Switch 2, Windows und Linux. Ich muss also den Controller nie austauschen, wenn ich die Plattform wechsle (Beispiel: Street Fighter 6 habe ich auf der Switch 2 und Tekken 8 auf dem PC).

Ferner ist der Starburst mit den wichtigsten Features ausgestattet, die ich von anderen Controllern dieser Art kenne: 

  • Drei zusätzliche Tasten für freie Belegung.
  • Turnierfähig dank SOCD-Modi (die steuern, wie sich der Controller verhält, wenn zwei gegensätzliche Richtungen gleichzeitig gedrückt werden)
  • Eine wirklich sehr schöne RGB-Beleuchtung, die durch das Plexiglas seitlich durchscheint.
  • Austauschbares Artwork. 

Es gibt nur zwei Sachen, die mich bei diesem Controller stören:

Nicht kabellos: Für Turniere und echtes kompetitives Spielen ist dieses Feature natürlich nicht nötig, aber daheim hätte ich das schon sehr gerne, damit kein 5 Meter langes Kabel quer durch mein Wohnzimmer läuft. Da reicht ein unaufmerksamer Moment, um darüber zu stolpern und die Nintendo Switch 2 vom Regal zu katapultieren. 

Lernkurve: Leverless-Controller sind allgemein gewöhnungsbedürftig, aber das ist bei diesem noch etwas erschwerter, da die Tasten nicht beschriftet sind und die meisten Einstellungen sich hinter Tastenkombinationen verstecken, die man über die Bedienungsanleitung erfährt. 

Brook Fighter Starburst (Metal Ver.)
Perfekt für unterwegs
Brook Fighter Starburst (Metal Ver.)
Kompatibel mit PS4, PS5, XB1, XBS, NS, NS2, PC
  • Kompakt und leicht
  • Hochwertig verarbeitet
  • Integriertes Flip-Case mit Aufstellfunktion
  • RGB-Beleuchtung
  • SOCD-Modi
  • Universelle Kompatiblität
  • Nicht kabellos
  • Lernkurve
192 €

Fazit

Die Beleuchtung ist rundum gelungen. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Die Beleuchtung ist rundum gelungen. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Der Brook Fighter Starburst ist endlich ein Leverless, der sich perfekt zum Mitnehmen eignet. Nicht nur ist er mit nahezu jeder Plattform kompatibel (was zum Beispiel für Turnierspieler nützlich sein kann), er ist kompakt, Schoß-kompatibel und dank seines Flip-Cases und der Trageschlaufen für die Mitnahme ausgelegt. 

Der Preis von 193 Euro hat es für einen Nischencontroller in sich (177 Euro für die Kunststoff-Version), aber gerade in Bezug auf die wertige Verarbeitung, der umfangreichen Kompatibilität und der Möglichkeit die Tastaturschalter auszutauschen, kann sich der Kauf lohnen – solange ihr bereit seid die Lernkurve auf euch zu nehmen und auf kabelloses Spielen verzichten könnt. 


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