Bei kaum einem anderen Hardware-Produkt ist die Preisspanne wohl so hoch, wie bei PC-Lautsprechern. Zwischen 20 und 2000 Euro ist alles vertreten. Wir zeigen euch in diesem Ratgeber, welche Aktivlautsprecher sich rentieren, und wir klären Begriffe und Mythen rund um das Thema Audio auf.
Inhaltsverzeichnis
- Mein unschlagbarer Preis-Leistungs-Tipp
- Der beste Budget-Tipp unter 50 Euro
- Meine Empfehlung mit High-End-Qualität
- Die besten PC-Lautsprecher unter 150 Euro
- Das sind die besten Regallautsprecher unter 500 Euro
- Hi-Fi für den Schreibtisch: Lautsprecher ab 500 Euro
Seite 2: Alles, was ihr zu Lautsprechern wissen müsst
- Was ihr vor dem Kauf eurer PC-Lautsprecher wissen solltet
- Welche Maßeinheiten bei Lautsprechern wichtig sind
- Warum sich für den PC eigentlich nur Aktivlautsprecher anbieten
- Der Unterschied zwischen Hoch-, Mittel- und Tieftönern
- Equalizer: So stellt ihr ihn richtig ein
- Wie wichtig sind die Materialien eines Lautsprechers?
- Welchen Anschluss ihr für eure PC-Lautsprecher nutzen solltet
- Mit Subwoofer oder ohne?
Mein unschlagbarer Preis-Leistungs-Tipp
Es gibt so gut wie keine Person, der ich die Edifier M60 nicht empfehlen würde. Denn sie vereinen soliden Klang in einem kompakten, schmalen Gehäuse, sind angenehm in der Bedienung und hat einen dafür mehr als fairen Preis. Klar gibt es auch noch günstigere Modelle, aber einen so guten Sound bekommt ihr nicht günstiger.
Für den schmalen Geldbeutel: Der beste Budget-Tipp unter 50 Euro
Wer auf absolutem Sparkurs ist, muss nicht verzagen: Lautsprecher gibt es nämlich schon für gut 20 € in solider Qualität. Besonders empfehlenswert sind dabei die Geräte von Logitech. Die Z150 sind klein, günstig und liefern dennoch einen Sound ab, der erstaunlich klar ist und vollkommen ausreicht, wenn man nicht regelmäßig damit sein Heimkino betreiben will.
Meine Empfehlung mit High-End-Qualität
Lautsprecher können schnell teuer werden. Anschlussvielfalt, besondere Materialien und möglichst originalgetreuer Klang, das lassen sich Hersteller im Premium-Bereich einiges kosten. Einen recht guten Mittelweg zwischen High-End-Klasse und bezahlbarem Preis bieten die Nubert nuBoxx A-125 Pro aus Deutschland. Sie nehmen wenig Platz ein und haben dennoch einen Sound drauf, den ich so noch kein zweites Mal auf dem Schreibtisch hatte.
Die besten PC-Lautsprecher bis 150 Euro – so günstig kann guter Klang sein
Wenn ihr an den Ton an eurem PC keine hohen Ansprüche stellt, weil ihr ihn entweder nur zum Arbeiten verwendet oder lieber per Headset zockt anstatt mit Lautsprechern, kann mit einer meiner Budget-Empfehlungen vorliebnehmen. Aber auch Freunde der Preis-Leistung finden hier zahlreiche Modelle, die sich lohnen. Denn Ansprüche sind verschieden, deswegen findet hier neben meinen Favoriten auch Modelle mit Subwoofer, manuellen Reglern und sogar mit Licht.
Das sind die besten Regallautsprecher unter 500 Euro
In diesem Bereich tummeln sich viele verschiedene Lautsprecher von bekannten, und weniger bekannten Marken, die alle eine bestimmte Nische bedienen oder stimmige Gesamtkonzepte zu bieten haben. Hier ist die Vielfalt definitiv am größten.
Hi-Fi für den Schreibtisch: Lautsprecher ab 500 Euro
Willkommen in der Welt der Audiophilen und Schall-Enthusiasten. Hier geht es nicht um simplen Sound, sondern darum, jede Nuance perfekt einzufangen und sich bildlich vorstellen zu können, wie die Musik im Studio aufgenommen wurde, oder neben dem Tonmischer zu stehen, während der Sound zum Film entsteht. Kurzum: Hier ist die Crème de la Crème versammelt.
Mono/Stereo/Surround Sound/Dolby Atmos
Mono ist eine Abkürzung für monophon und bedeutet, dass sämtliche Geräusche über einen einzigen Audiokanal abgegeben werden. Monophoner Sound klingt sehr flach und unterkomplex. Für die Zuhörenden klingt es, als käme der Sound nur aus einer bestimmten Richtung. Mono eignet sich besonders zum Hören von Podcasts, da Gespräche so klarer klingen und Hintergrundgeräusche unauffälliger werden.
Von Stereo spricht man, wenn zwei Audiokanäle verwendet werden. Die allermeisten PC-Lautsprecher bestehen aus einem Zweierpaar von Boxen und sind deswegen für Stereo-Sound ausgelegt. Stereo teilt verschiedene Audiospuren auf (bei Musik beispielsweise Instrumental und Gesang) und erzeugt so ein wesentlich detaillierteres Klangbild.
Surround Sound stellt eine Weiterentwicklung von Stereo dar, die nicht nur auf zwei, sondern auf vier oder mehr Audiokanäle setzt. Dafür werden Lautsprecher nicht nur frontal, sondern auch von hinten eingesetzt, um Klang dreidimensional erlebbar zu machen. Das eignet sich vor allem für Filme, die dadurch ein besonders Kino-Feeling erhalten.
Dolby Atmos ist eine technische Weiterentwicklung von Surround Sound. Statt wie bisher den Ton auf verschiedene Kanäle aufzuteilen, behandelt Dolby Atmos sämtliche Geräusche als voneinander unabhängige Objekte, die einzeln im Raum platziert werden – und das sowohl in der horizontalen, als auch der vertikalen Ebene. Möglich wird das durch sogenannte Upfiring Speaker, die ihren Sound nicht nach vorne, sondern nach oben abstrahlen. So kann echter 3D-Sound entstehen, der besonders bei Filmen und Games die Immersion stärkt.
DTS:X
Bei DTS:X handelt es sich um eine Alternative zu Dolby Atmos, die nach dem gleichen Prinzip funktioniert. Der einzig wirklich erwähnenswerte Unterschied liegt in der Verfügbarkeit. Denn weder Netflix, Disney+ noch ein anderer großer Streaming-Anbieter unterstützt momentan DTS:X. Die meisten Lautsprechersysteme, die Dolby Atmos unterstützen, unterstützen meist auch DTS:X.
THX
Wer früher öfter im Kino war, wird sich noch an den prägenden THX-Sound erinnern, der zu Beginn der meisten Vorstellungen lief. Die Firma dahinter wurde 1983 vom Star Wars-Erfinder George Lucas gegründet und vergibt ihr Qualitätssiegel für Kinosäle und Heim-Lautsprecher, die gewährleisten, dass der Sound von Hollywood-Produktionen auch so wiedergegeben wird, wie er aufgenommen wurde. Mittlerweile spielt das Unternehmen aber nur noch eine untergeordnete Rolle in der Audio-Landschaft.
Hi-Fi
Es handelt sich um eine Abkürzung für High Fidelity und soll ausdrücken, dass ein Gerät eine hohe Wiedergabetreue besitzt, also ein Sound-Medium möglichst originalgetreu zur ursprünglichen Aufnahme abspielt.
Seinen Ursprung hat der Begriff in 1960ern, wo er durch die DIN 45500 genormt wurde. Demnach darf ein Lautsprecher als Hi-Fi bezeichnet werden, wenn er einen Frequenzbereich von 40 bis 12.500 Hertz abdeckt. Inzwischen spielt die Norm keine Rolle mehr, da sie sich ausschließlich auf analoge Medien bezieht. Heutzutage sind digitale Aufnahmen Standard und auch die Wiedergabe ist durch Spotify und andere Streamer stark digitalisiert worden.
Mittlerweile ist der Begriff Hi-Fi also rein subjektiv zu betrachten und steht für einen Sound ohne Verzerrungen und Verwaschungen, in dem man auch kleine Nuancen erkennen kann und bei dem Mitten, Höhen und Tiefen gut aufeinander abgestimmt sind. Er steht aber nicht mehr so wie früher für einen Qualitätsstandard, sondern ist eher zu einem Marketing-Begriff geworden.
Hi-Res-Audio
High-Resolution-Audio beschreibt ein digitales Audioformat, welches eine höhere Abtastfrequenz und Bitrate besitzt, als MP3 oder klassische CD-Formate. So sollen mehr Nuancen hörbar gemacht werden. In der Praxis konnte bisher aber nicht nachgewiesen werden, dass sich Hi-Res-Audio maßgeblich auf den Hörgenuss auswirkt, da auch klassische Formate den kompletten Hörbereich des menschlichen Gehörs abdecken.
Daher ist der Begriff eher für Soundprofis aus der Produktion wichtig, aber nicht für den durchschnittlichen Verbraucher zu Hause.
Auf der nächsten Seite findet ihr umfassen Informationen über die einzelnen Komponenten eines Lautsprechers, welche Art von Boxen am PC sinnvoll sind und welche Anschlüsse ihr am besten verwenden solltet. Falls ihr Anmerkungen oder Verbesserungsvorschläge habt oder ich sträflicher weise eure Lieblingslautsprecher nicht erwähnt haben sollte, lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen.
















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