Für rund 200 Euro bekommt ihr heute Hardware, die vor wenigen Jahren noch als Oberklasse durchging, doch zwei Kompromisse müsst ihr bei Geräten wie dem Poco M8 5G weiterhin eingehen.
Für meine Arbeit als Editor bei GameStar Tech habe ich schon viele High-End-Geräte in den Händen gehalten – auch privat nutze ich so eines (das Xiaomi 15 Ultra).
Dennoch bin ich offen gesagt ziemlich beeindruckt, wie gut die Budget-Geräte des Jahres 2026 geworden sind.
Für diesen Artikel habe ich mir das Poco M8 5G genauer angeschaut. Es dient als perfektes Beispiel dafür, dass die technische Kluft zwischen günstig und teuer immer schmaler wird, auch wenn sie an zwei markanten Stellen noch deutlich spürbar bleibt.
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Günstige Handys sind 2026 beeindruckend ausgestattet
Wenn ihr heute etwa 200 Euro in die Hand nehmt, bekommt ihr beim Poco M8 5G ein Gesamtpaket, das für den digitalen Alltag mehr als ausreicht.
Besonders auffällig sind die Robustheit und die Ausstattung. Wir sprechen hier von einem Gerät mit IP65-Schutz gegen Staub und Wasser sowie einem AMOLED-Bildschirm, der durch satte Farben und ein perfektes Kontrastverhältnis überzeugt.
Selbst günstige Android-Handys bieten euch inzwischen schnelle Bildschirmwiederholraten, wie 120 Hz oder Helligkeitsstufen, die problemloses Ablesen bei Tageslicht ermöglichen.
Der Rahmen und die Rückseite bestehen zwar aus Kunststoff, aber robust ist das Handy dennoch. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)
Auch bei der Langlebigkeit hat sich viel getan. Während Xiaomi und die Tochtermarke Poco früher oft für ihre Update-Politik kritisiert wurden, erhalten viele Geräte heute fünf oder mehr Jahre Unterstützung. Für das Poco M8 sind konkret vier Jahre Android-OS-Updates vorgesehen, was für diese Preisklasse respektabel ist.
Hier sind einige Highlights, die das Budget-Gerät bietet:
- Schnelles Laden und gute Akkulaufzeit: Ihr kommt problemlos durch den Tag und müsst nicht stundenlang an der Steckdose hängen.
- Erweiterbarer Speicher: Ein Feature, das viele High-End-Nutzer schmerzlich vermissen, ist hier per microSD-Karte oft noch Standard.
- Moderner Mobilfunk: Dank 5G seid ihr auch in günstigen Preisregionen zukunftssicher unterwegs.
Interessanterweise fehlt dem Poco M8 5G im Gegensatz zu vielen anderen Budget-Kollegen der klassische Klinkenanschluss. Wer also noch kabelgebundene Kopfhörer nutzt, muss hier (genau wie bei den Flaggschiffen) auf USB-C-Adapter oder Bluetooth ausweichen.
Zwei Einschränkungen sprechen für teure Smartphones
Trotz der beeindruckenden Basis gibt es zwei klare Gründe, warum manche doch die vierfachen Kosten für ein Flaggschiff auf sich nehmen – da schließe ich mich mit ein.
Der erste Punkt ist die Arbeitsgeschwindigkeit. Im direkten Vergleich mit meinem Xiaomi 15 Ultra fällt auf, dass das Poco M8 5G hier und da mal ruckelt. Das Öffnen von Apps dauert spürbar länger und die allgemeine Bedienung wirkt weniger snappy. Dieselbe Erfahrung habe ich bei anderen Budget-Geräten gemacht.
Jemand der oder die schnelle Reaktionen auf Handys gewohnt ist, kann das bei intensiver Nutzung Geduld abfordern.
Übrigens: GameStar Tech Autor Jan hat sich letztes Jahr das recht günstige CMF Phone 2 geholt und ist der Meinung, die meisten brauchen keine Handys über 300 Euro:
Der zweite, fast noch wichtigere Punkt, ist die Kamera. Beim Poco M8 5G ist lediglich eine Hauptkamera verbaut, die qualitativ keine Bäume ausreißt. Während teure Smartphones mittlerweile auf komplexe Systeme mit mehreren Objektiven oder sogar kontinuierlichem, optischem Zoom setzen, seid ihr hier auf eine einzige Festbrennweite beschränkt; oft kommen auch sehr kleine Bildsensoren zum Einsatz.
- Digitaler Zoom: Zwischenstufen werden nur digital berechnet, was immer mit einem Verlust der Bildqualität einhergeht. In Verbindung mit einem kleinen Sensor wird aus den Fotos schnell Pixelmatsch.
- Lichtstärke: Bei schwierigen Lichtverhältnissen fangen Budget-Sensoren deutlich schneller an zu rauschen.
- Flexibilität: Ein echtes Tele-Objektiv sucht man bei solchen Spar-Modellen meist vergeblich. Einige haben rudimentäre Ultraweitwinkel-Kameras verbaut, die aber qualitativ eher eine Notlösung sind. Dieses Poco M8 5G hat gar keine.
Die Fotos des Poco M8 5G eignen sich für Schnappschüsse bei Tageslicht. Wird das Licht schlechter oder sucht ihr nach mehr Flexibilität mit optischen Zoom, dann ergibt es mehr Sinn zu einem höher bepreisten Handy zu greifen.
Für gelegentliche Schnappschüsse reicht die Kamera aus. Wollt ihr hingegen zoomen oder bei schlechten Lichtbedingungen fotografieren, lohnt es sich etwas mehr Geld auszugeben. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)
Fazit: Viele Menschen können Geld sparen
Die Zeiten, in denen günstige Smartphones nach einem Jahr unbrauchbar waren, sind endgültig vorbei. Wer sein Handy primär für Messenger, Web-Browsing und Social Media nutzt, bekommt mit einem Handy, wie dem Poco M8 5G ein Gerät, das fast alles richtig macht.
Es ist aber nicht die einzige gute Option in diese Preisbereich, die uns beeindruckt hat. Mehr dazu lest ihr hier: Die besten Handys bis 500 Euro: Meine 3 Empfehlungen nach über 30 Smartphone-Tests
Für wen lohnt sich der Kauf eines Budget-Handys?
Wenn ihr nicht vorhabt, die neuesten Mobile-Games auf höchsten Einstellungen zu spielen oder professionell wirkende Urlaubsfotos zu schießen, könnt ihr beruhigt viel Geld sparen. Der AMOLED-Bildschirm und die solide Akkulaufzeit bieten im Alltag einen so hohen Mehrwert, dass die etwas längeren Ladezeiten für viele Nutzer und Nutzerinnen zweitrangig sein dürften.
Nur wer absolute Höchstleistung und maximale Kamera-Flexibilität braucht, muss weiterhin tiefer in die Tasche greifen.

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