Bei einem Kauf eines E-Autos gibt es abseits der Preisfrage in der Regel zwei große Punkte, die für den ein oder anderen Interessierten potenziell abschreckend wirken: Wie groß ist die Reichweite – und wie lange braucht das Fahrzeug, um wieder vollzuladen?
Beide Probleme sind eng miteinander verwoben. Denn selbst wer akzeptiert, unterwegs laden zu müssen, scheut den Gedanken an eine 30- bis 45-minütige Pause an einer Schnellladestation.
Während BYD jüngst mit hehren Versprechen im Kontext der Reichweite auf sich aufmerksam machte, taucht der Name des chinesischen Autobauers bei der zweiten Frage erneut als potenzielle Lösung bei Wired auf.
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Von 10 auf 97 in unter neun Minuten
Schon im März 2025 hatte BYD mit der ersten Generation der »Flash«-Lader eine Maximalleistung von 1.000 kW auf die Straßen gebracht. In den vergangenen Wochen legte das Unternehmen nach: Die zweite Generation schafft bis zu 1.500 kW.
- In Verbindung mit der ebenfalls neuen zweiten Generation der Blade-Batterie soll ein kompatibles Fahrzeug damit von 10 auf 97 Prozent Ladestand in unter neun Minuten gebracht werden können. Damit wäre man laut Wired »nah an der Bequemlichkeit eines Tankstopps« dran.
- Zur Einordnung: Die schnellsten öffentlich zugänglichen Ladestationen in Europa und den USA kommen aktuell auf bis zu 350 kW (via TechRadar) und sind damit ungleich langsamer.
Proprietäre Technik als Hürde
BYD hat zudem parallel zur Blade-Technologie angekündigt, im laufenden Jahr rund 2.000 Flash-Ladestationen in Europa zu errichten. Die sind auch abseits des (noch) auf 350 kW ausgelegten Ladenetzes notwendig, denn die BYD-Technik ist proprietär.
- Das bedeutet auch: Wer kein BYD-Fahrzeug der neuesten Generation fährt, kann die volle Ladeleistung von 1.500 kWh schlicht nicht abrufen.
- In Europa ist das nach aktuellen Plänen exakt ein Fahrzeug, nämlich der im kommenden April debütierende Denza Z9 GT.
Der Wired-Bericht schränkt entsprechend ein: Das ultraschnelle Ladeversprechen von BYD löst die »Ladeangst« nur dann, wenn Fahrzeuge, Ladestationen und die generelle Infrastruktur zusammenkommen – der Anfang ist mit BYDs Batterietechnologien potenziell gemacht.
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