Ich verrate euch jetzt was: Ich bin ein riesiger Fan von Kameras. Egal, ob Digitalkameras von Fujifilm aus den frühen 2000er Jahren, moderne Systemkameras oder skurrile Fotogeräte wie die GameBoy-Kamera.
Auch als meine Kollege Linh mir neulich von der Kodak-Charmera erzählt hat, die an einen Schlüsselanhänger passt und trotzdem eine solide Bildqualität liefert, musste ich mir das Gerät sofort bestellen.
Dass ich als Hobbyfotograf also auch unzählige Bilder auf dem Handy habe, muss ich euch wahrscheinlich nicht erzählen. Doch ein Problem bleibt bei allen Geräten bestehen: Die schönsten Fotos versauern oft auf meinem Smartphone.
Ich habe mir deshalb schon oft gedacht, wie genial es wäre, Handybilder wie bei einer Sofortbildkamera direkt in etwas Greifbares zu verwandeln. Ein echtes Foto in der Hand hat für mich einfach mehr Seele.
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Auf der Suche nach mobilen Lösungen bin ich neben einigen Thermodruckern schließlich auf den Zoemini 2 von Canon gestoßen. Ein tragbarer Farbdrucker ohne Tinte, der in Sekunden Qualitätsbilder verspricht. Als Fan der Marke musste ich den sofort ausprobieren und habe ihn von Canon als kostenlose Leihgabe erhalten.
Ein tragbarer Drucker gegen vergessene Bilder auf meinem Handy
Tragbare Drucker sind keine neue Erfindung und erst recht nicht die Idee von Canon. Warum ich mich dennoch genau für den Drucker entschieden habe, ist ganz einfach: Ich verbinde mit der Marke eine gewisse Qualität.
In der Vergangenheit habe ich schon einige Kameras, Objektive und Drucker des Herstellers gehabt und keine negativen Erfahrungen gemacht. Dadurch hat Canon einen besonderen Stellenwert, ist für mich aber auch mit hohen Erwartungen verbunden. So auch der tragbare Drucker mit seinen vielversprechenden Features.
Der Zoemini 2 ist mit seinem verbauten 500-mAh-Akku und dem geringen Gewicht besonders kompakt gestaltet und kann problemlos mitgenommen werden. Sogar in der Hosentasche. Über die Canon-App und eine Bluetooth-Verbindung kann ich das Gerät über mein Handy ansteuern und direkt mit dem Ausdrucken loslegen.
Tintenlose Farbbilder mit der Zero-Ink
-Technik
Damit das Drucken ohne Tinte funktioniert, verwendet der Zoemini die ZINK-Technologie (Zero Ink), die seit 2007 in zahlreichen Farbdruckern verwendet wird. Bei dieser befinden sich auf dem Fotopapier Farbpigmente mit Kristallen, die durch Hitze aktiviert werden und dem Foto die bunte Farbe verleihen.
Dass die ausgedruckten Bilder dabei an Polaroid erinnern, liegt nicht nur an der Größe der Bilder. Die ZINK-Technologie stammt sogar von Zink Imagining, dem Tochterunternehmen von Polaroid. Der Kamerahersteller hat deshalb bereits vor 18 Jahren mit dem PoGo einen tragbaren Drucker für Digitalkameras und Mobiltelefone veröffentlicht.
Viele der moderneren Polaroid-Kameras verwenden ebenfalls die ZINK-Technologie. Das ist besonders praktisch, da ihr neues Fotopapier so auch von günstigeren Alternativen als Canon kaufen könnt. Wichtig ist dabei nur, dass ihr auf die richtige Größe achtet.
Zum Ansehen antippen / anklicken
- Papier & Format: 5 x 7,6 cm ZINK-Fotopapier (abziehbar/Sticker)
- Drucktechnik: ZINK (Zero Ink / kristallbasierte Pigmente)
- Auflösung: 314 x 500 dpi
- Druckdauer: ca. 50 Sekunden (im Test teils schneller)
- Akku & Laden: 500 mAh Li-Po, USB-C (ca. 50 Min. Ladezeit)
- Verbindung: Bluetooth 5.0, Canon Mini Print App (iOS/Android)
Nicht nur Spaß beim Drucken
Um die Bilder drucken zu können, braucht ihr die Canon Mini Print App. Die könnt ihr euch kostenlos in den üblichen App-Stores oder über die Website von Canon herunterladen, ohne dass ihr ein Konto braucht.
In der App kann ich zwischen verschiedenen Funktionen auswählen. Etwa ob ich ein Foto aus meiner Galerie verwenden will oder ein neues Bild aufnehmen möchte. Zudem kann ich verschiedene Vorlagen auswählen, beispielsweise für Collagen.
Habe ich mich für ein Format entschieden, kann ich das Bild noch anpassen. Unter anderem mit Rändern, Bildeffekten oder Texten. Für die Polaroid-Optik habe ich bei dem ein oder anderen Bild zum Beispiel einen weißen Rand hinzugefügt, damit das Fotopapier nicht komplett ausgefüllt wird.
Los geht es mit dem Drucken
Einmal alles angepasst, konnte ich die Bilder direkt zum Drucker schicken und hatte nach 40 Sekunden meistens schon das fertige Ergebnis. Und das sieht wirklich gut aus. Die Farben sind teilweise ein bisschen vom Original abgewichen, aber ohne zu stören oder das Bild wirklich zu verändern.
Beim Ausprobieren des Druckers habe ich gleich mal die Bilder herausgesucht, die schon länger in den Tiefen meines Handyspeichers liegen. Vor allem die Fotos, die ich gern in mein Erinnerungsbuch kleben will. Ja, ich bin altmodisch und hab so etwas wie ein Erinnerungsbuch, in das ich alles Mögliche von Bildern über Konzerttickets bis hin zu kleineren Erinnerungsstücken klebe.
Weil sich die Bilder mit ihrer geringen Größe von 5 x 7,6 cm ideal für das Portemonnaie eignen, habe ich gleich ein paar weitere Fotos ausgedruckt und sie an Freunde und meine Familie verschenkt. Meine Mutter hat zum Beispiel immer ein paar Bilder von verschiedenen Familienmitgliedern dabei.
Weil viele ihrer Bilder schon ein paar Jahre alt sind, habe ich gleich meine Handygalerie durchsucht, um ein paar aktuelle und schöne Fotos von meiner Partnerin und mir zu finden. In knapp einer Minute waren die Bilder ausgedruckt und ich habe meiner Mutter ein Geschenk gemacht, über das sie sich wirklich gefreut hat – mit wenig Aufwand.
Auch für den Urlaub stelle ich mir das Gerät praktisch vor
Ich mag den Gedanken, die Urlaubsbilder direkt mit den Leuten zu teilen, mit denen man unterwegs ist. Normalerweise haben wir dafür einen Signal-Chat, in dem wir unsere Bilder austauschen.
Analog macht das für mich aber deutlich mehr Spaß. Bisher haben wir dafür immer die Kamera mit Thermopapier einer Freundin verwendet. Mit dem Zoemini sind die Bilder vielleicht unspektakulärer, aber deutlich anschaulicher.
Die Bilder könnten natürlich auch im Nachhinein ausgedruckt werden, aber sind wir mal ehrlich: In den meisten Fällen vergisst man sowas. Zumindest geht es mir so und ich mag es einfach, Bilder direkt drucken zu können.
Das Testgerät ist jetzt wieder auf dem Weg zu Canon. Weil mir das Ausdrucken so viel Spaß gemacht hat, hab ich mir das Gerät jetzt aber auch privat gekauft und freu mich schon, in meinem nächsten Urlaub mit Freunden ganz viele Fotos auszudrucken.
Zum Abschluss noch ein Tipp: Falls ihr etwas Geld sparen wollt, empfehle ich euch, nicht die offiziellen ZINK-Fotopapiere von Canon zu verwenden. Diese sind zwar speziell für das Gerät hergestellt und mit ihrem Sticker-ähnlichen Aufbau praktisch zum Einkleben, aber eben auch deutlich teurer als die Papiere von anderen Marken.

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