Der Charaktereditor von Inzoi ist gut. Sehr gut sogar. Geradezu überragend. Wo andere einfach nur
einen guten Editor machen, mit dem ihr jeglichen Gesichtszug verfeinern und eigene Klamotten erstellen könnt, setzt Inzoi noch einmal einen obendrauf: mit einfachen KI-Funktionen für (fast) alle.
Wie Inzoi Charaktereditoren revolutioniert
Ich weiß nicht, wie viele Stunden ich schon in diverse Charaktereditoren gesteckt habe und will es wahrscheinlich gar nicht wissen. Dabei hängt meine Zeit im Editor meistens von dessen Qualität ab. Obwohl ich beispielsweise mehrere hundert Stunden Dark Souls 3 gespielt habe, liegt meine Zeit im Editor wahrscheinlich bei 10 Minuten.
Warum? In Dark Souls 3 kann man sich einfach keinen schönen Charakter erstellen. Zu grob sind die Einstellungsmöglichkeiten. Allein die Presets sind gewöhnungsbedürftig. Bei Inzoi ist es anders. Hier hat mich der Editor komplett umgehauen.
Das liegt zum einen an dem schieren Detailgrad, zu dem ihr eure Charaktere anpassen könnt, doch der Editor hat zwei Besonderheiten, die ihn noch weiter von der Konkurrenz abheben.
1. 3D-Objekte aus Bildern erschaffen
Inzoi bietet euch die (etwas versteckte) Möglichkeit, Bilder hochzuladen und daraus 3D-Objekte zu erstellen. Dieses Objekt kann euer Charakter dann tragen. Wie das aussehen kann, seht ihr hier:
Ihr merkt schon: Ich lasse meinem inneren Nerd gerne Freilauf. Ihr seht meine Version von Ace aus One Piece. Wie nah komme ich an das Original heran, was meint ihr? Ich müsste wohl noch ein bisschen mehr Zeit investieren.
Es ist zwar alles andere als perfekt, doch allein das Experimentieren bereitet mir enorme Freude. Nach einiger Zeit hatte ich auch den Dreh raus und es ging schneller.
Mein Tipp: Nutzt nur Bilder, die das Objekt von vorne zeigen. Nicht nur wird die Qualität des Objektes dadurch besser, auch die Nachbearbeitung wird deutlich leichter.
Trotzdem habe ich hier einige Auffälligkeiten gesammelt, die noch optimiert werden sollten:
- Andere Objekte und Körperteile ragen durch erstellte Modelle und sorgen für unschöne Looks.
- Proportionen stimmen manchmal nicht ganz und die Qualität der Objekte kann nicht mit bereits bestehenden mithalten.
- Die Objekte sind manchmal schwierig, am Charakter zu platzieren.
Auch wenn es Nachteile gibt, ist das Erstellen von 3D-Objekten durch Bilder eine tolle Möglichkeit, sich auszudrücken.
Achtung: Schwächere Grafikkarten können keine 3D-Objekte erstellen. Auf meinem System mit einer 1070 Ti wurde der Vorgang abgebrochen. Das liegt vermutlich an den fehlenden Tensor-Cores der GTX-Karten, die für KI-Berechnungen zuständig sind.
Ihr wollt wissen, wie das genau aussieht? Ich habe euch ein kurzes Video mit dem Vorgang erstellt:
5:04
In diesem Charakterditor verbringe ich gerne mehr Zeit als im Spiel - wegen 2 genialen Features
Während die 3D-Objekte einfach zu erstellen, aber weniger einfach an den Charakter anzupassen sind, ist die nächste Option sehr einfach umzusetzen und sieht schon beim ersten Versuch gut aus.
2. Hawaiihemd bis Blumenkleid: Texturen per Prompts erstellen
Euch gefallen die Kleidungsstücke nicht, die Inzoi euch anbietet? Daran könnt ihr mit Leichtigkeit etwas ändern, denn im Charaktereditor ist es möglich, eigene Texturen zu erstellen. So könnt ihr mit einem selbst designten Hawaiihemd oder einem Sommerkleid mit eigenem Blumenmuster herumlaufen.
Auch hier kommt ein Großteil des Spaßes für mich vom Experimentieren und Grenzen austesten. So ist ein Blumenmuster beispielsweise kein Problem, während Bandshirt-ähnliche Texturen bisher nicht machbar scheinen. Ich habe es jedenfalls versucht und bin gescheitert. Die Texturen lassen sich nach dem Erstellen speichern und auf diverse Kleidungsstücke anwenden.
Mein Tipp: Verwendet beim prompten nur englisch. Deutsch funktioniert (noch) nicht so, wie man sich das vorstellt. Wie dieser Vorgang aussieht und wie einfach das ist, seht ihr im obigen Video.
Zum Start des Early Acces haben wir diesen Artikel nochmal aktualisiert.
Fazit
Inzoi ist zwar spielerisch nicht mein Ding, doch der Charaktereditor ist der beste, den ich je nutzen durfte. Ich sehe gerne über die Schwächen hinweg, wie zum Beispiel die eher minderwertigen 3D-Objekte.
Wenn man bedenkt, dass diese Modelle aus einem beliebigen Bild generiert werden, finde ich das einfach beeindruckend. Immerhin war so etwas vor wenigen Jahren kaum denkbar, ohne mindestens mehrere Bilder eines Objektes hochzuladen.
Jetzt muss es so einen Editor nur noch in einem Fantasy-Rollenspiel geben und ich bin glücklich.
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