Die Chancen stehen gut, dass ihr euch schon mal eine Dosa Cola aus einem Automaten gezogen habt. Im Gegensatz dazu ist die Chance praktisch gleich null, dass dieser Automat ohne Stecker lief.
Genau dieser Umstand soll sich mit einem neuen Modell ändern, das vor kurzem in Japan vorgestellt wurde. Es war auch in aller Öffentlichkeit zu sehen, genauer gesagt im Rahmen der Weltausstellung in Osaka (via prtimes.jp).
Wie funktioniert dieser Automat?
- Für den Betrieb des gemeinsam mit Fuji Electric entwickelten Modells setzt Coca-Cola auf austauschbare Wasserstoffkartuschen.
- Sie sorgen für eine chemische Reaktion zwischen Wasserstoff und Sauerstoff in einer Brennstoffzelle, um Elektrizität zu erzeugen. Für die Speicherung der Energie ist gleichzeitig eine Batterie vorhanden.
- Neben der Elektrizität entstehen Wärme und Wasser, aber CO2-Emissionen werden vermieden.
Dieses Konzept hat bereits vorher schon Toyata für den Einsatz in Küchen vorgestellt.
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Erster Probelauf bei der Weltausstellung
Im Rahmen der Weltausstellung waren 58 dieser Automaten in der Öffentlichkeit zu sehen. Dabei sind sie gleich in mehrfacher Hinsicht besonders.
- Sie fallen allein aufgrund ihrer Größe auf. Bedingt durch das seitliche Generator-Modul sind sie klar ausladender als bislang bekannte Verkaufsautomaten dieser Art, wie ihr auch auf dem Bild zu Beginn dieses Artikels sehen könnt.
- Die Modelle auf der Expo besitzen zusätzlich Bildschirme an einer Seite, auf denen das Funktionsprinzip und seine Vorteile für die Umwelt erklärt werden:
Offensichtlich praktisch an dem Konzept: Die Automaten können auch an Orten aufgestellt werden, an denen keine Stromversorgung via Stecker möglich wäre. Ob es an solchen Orten unbedingt einen Cola-Automaten braucht, steht wiederum auf einem anderen Blatt.
Noch offene Fragen und weitere wichtige Faktoren:
- Wie lange die Wasserstoffkartuschen halten, ist unseres Wissens nach bislang nicht bekannt.
- Wichtige Faktoren sind außerdem die genauen Produktions- und Entsorgungsbedingungen.
- Zu guter Letzt müsste die Produktion ausreichend skalierbar sein, um diese Art der Energieerzeugung zu einer sinnvollen Alternative auf breiter Basis zu machen.
Trotz gewisser Fragezeichen und möglicher Hürden bei der Umsetzung ist das Konzept aus unsere Sicht aber dennoch interessant, möglicherweise auch (beziehungsweise gerade) in anderen Bereichen als bei Cola-Automaten.
Lasst uns gerne in den Kommentaren wissen, wie ihr über die Idee denkt und ob ihr euch eine Umsetzung auch hierzulande wünschen würdet!
Best of GameStar: Dieser Artikel ist in einer früheren Version bereits auf GameStar.de erschienen.

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