Need for Speed verliert seine Vergangenheit und ich schäme mich für EA

Rennspielklassiker wie NfS: Most Wanted sind heute kaum noch legal spielbar. Peter weiß: Die Need for Speed-Serie steckt in der Krise.

Für Peter sind schnelle Autos am PC untrennbar mit Need for Speed verbunden. Doch inzwischen lebt die Serie vor allem in seiner Erinnerung weiter. Das müsste nicht so sein! Für Peter sind schnelle Autos am PC untrennbar mit Need for Speed verbunden. Doch inzwischen lebt die Serie vor allem in seiner Erinnerung weiter. Das müsste nicht so sein!

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Selbst wer keine Rennspiele mag, muss eines neidlos anerkennen: Need for Speed ist ein fantastischer Name für einen Arcade-Racer.

Selten haben drei Wörter (ursprünglich waren es sogar vier) so prägnant transportiert, worum es in einem Spiel geht. Sei der Erste über die Ziellinie, hab Spaß auf der Piste, drück das Gaspedal durch. Doch im Jahr 2026 ist der Name für mich längst zum Symbol begrabener Hoffnungen geworden, die einstige Spritzigkeit der Serie hinfort getragen von unzähligen uninspirierten Fortsetzungen.

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Need for Speed ist zum lästigen Klotz am Bein eines Publishers geworden, der tote Spielemarken sammelt wie andere Pokémon-Karten: Electronic Arts. Denn selbst wenn ich mich Nostalgie-getrieben auf die alten Strecken der frühen Need for Speed-Spiele flüchten will, um die glorreichen Tage der Serie wiederaufleben zu lassen, stellt mir EA ein Bein.

Peter Bathge
Peter Bathge

Für Peter gibt es nichts Schöneres, als sich aufzuregen. Über kaputte Spiele. Über dumme Geschichten. Über hinrissige Mechaniken. Das macht er nun schon bald seit 20 Jahren beruflich, in Fürth und München, auf Messen wie E3 und Gamescom. Als Kolumnist und Report-Experte liebt er es, freien Autoren und Autorinnen Ideen einzuflüstern und Überschriften zu brainstormen. Wenn er weder spielt noch schreibt, schaut er am liebsten Filme oder liest ein gutes Buch aus den Bereichen Fantasy und Science-Fiction.

Vom Siegertreppchen auf den Schrottplatz

Die aktuelle Lage von Need for Speed ist gelinde gesagt deprimierend. Seit der Veröffentlichung von Unbound Ende 2022 herrscht weitestgehend Funkstille, was echte Neuentwicklungen angeht.

Der Tiefpunkt dieser Entwicklung war für mich die offizielle Umbenennung von Criterion Games in »Criterion – A Battlefield Studio«. Dass eines der einstmals talentiertesten Rennspielstudios der Welt dazu degradiert wurde, die Fahrphysik in Battlefield 6 zu programmieren, ist eine beispiellose Verschwendung von Expertise.

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