Preisrutsch bei DDR5-RAM: Preise fallen in Asien um bis zu 30 Prozent, aber Entwarnung gibt es noch nicht

Berichten zufolge sollen die Preise für DDR5-Speicher in Asien um bis zu 30 Prozent gefallen sein. Auch in Europa und den USA gaben die Preise nach.

RAM-Speicher ist in Asien, Europa und den USA im März 2026 zum ersten Mal seit langem wieder gesunken. (Bildquelle: Andrey Matveev Unsplash) RAM-Speicher ist in Asien, Europa und den USA im März 2026 zum ersten Mal seit langem wieder gesunken. (Bildquelle: Andrey Matveev / Unsplash)

Ein Lichtblick für den Geldbeutel von PC-Schraubern. Aktuell sind die Preise für den begehrten DDR5-Arbeitsspeicher um bis zu 30 Prozent gesunken, berichtet das Marktforschungsunternehmen Trendforce.

Doch wer nun auf ein schnelles Ende der Hardware-Krise hofft, könnte enttäuscht werden: Brancheninsider warnen davor, dass der Preisrückgang nur eine Momentaufnahme ist und die weltweite Speicherknappheit noch lange nicht überstanden scheint.

Video starten 1:04:55 Gemeinsam durch die Hardware Krise: Warum die RAM-Knappheit uns ALLE angeht

Anhaltend hohe Nachfrage

Der Bedarf an schnellen DDR5-Speicher ist durch den KI-Boom sprunghaft angestiegen, was vor allem die Verfügbarkeit und den Preis negativ beeinflusst hat. Anfang des Jahres zahlten deutsche PC-Bauer teilweise den 3,5- bis 4,5-fachen Preis, der noch Mitte 2025 von den Herstellern aufgerufen worden ist.

Laut dem Bericht sollen die Kosten für Speicher in China deutlich gesunken sein. Ein gängiger 32-GB-DDR-Riegel soll momentan statt für 3.000 Yuan für 1.900 Yuan angeboten werden. Statt umgerechnet ca. 375 Euro also für nur noch rund 240 Euro.

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Zum Vergleich: Laut dem Preisvergleichsportal Idealo ist ein 32-GB-Modul von Patriot Signature für rund 277 Euro momentan die günstigste Option in Deutschland. Speicher namhafter Hersteller wie Crucial starten bei rund 280 Euro, je nach Geschwindigkeit und Ausstattung.

Für Deutschland weist Trendforce einen Rückgang bei den Preisen von rund sieben Prozent im März aus, was der erste Rückgang in acht Monaten sein soll. In den USA sollen die Preise sogar um bis zu 20 Prozent zurückgegangen sein.

Kein Grund zur Entwarnung

Auch wenn die Preise sinken, sehen die Analysten von Trendforce noch keine Entspannung bei der Krise. So soll die Nachfrage nach Server-RAM intakt und die festgelegten Preise bei den Herstellern von Speicher ebenfalls unverändert sein.

Mehr zum Thema: Epic-Games-Chef warnt: RAM-Preise werden noch »einige Jahre ein echtes Problem« sein

Der 30-prozentige Preisrutsch in Asien ist zweifellos ein erster Silberstreif am Horizont für alle, die den Bau oder Kauf eines neuen PCs bisher aufgeschoben haben. Dennoch ist es angebracht, die Erwartungen zu dämpfen, da die Nachfrage aus dem KI-Sektor ungebremst hoch ist.

Ein rasanter Preissturz auf die Schnäppchenpreise vergangener Tage scheint in Deutschland daher vorerst eher unwahrscheinlich.

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