Epic-Games-Chef warnt: RAM-Preise werden noch »einige Jahre ein echtes Problem« sein

Epic-Games-Chef Tim Sweeney warnt vor einer anhaltenden RAM-Krise, die sich noch über Jahre hinziehen könnte.

Laut Epic-Chef Tim Sweeney könnten sich die RAM-Preise frühestens in einigen Jahren entspannen. (Bildquelle: stock.adobe.com - Jonathan) Laut Epic-Chef Tim Sweeney könnten sich die RAM-Preise frühestens in einigen Jahren entspannen. (Bildquelle: stock.adobe.com - Jonathan)

Es ist im PC-Bereich das bestimmende Thema der vergangenen Wochen: Was ist mit den Preisen für Arbeitsspeicher los? Seit einiger Zeit explodieren die Kosten für reguläre RAM-Riegel förmlich, was unter anderem mit einer exorbitant hohen Nachfrage seitens KI-Datenzentren zusammenhängt.

Auf der X-Plattform schilderte ein Nutzer sein Kaufbeispiel: Der Preis eines Kits mit 64 GByte Kapazität stieg von 260 US-Dollar Mitte Oktober um das Doppelte auf knapp 500 US-Dollar an – und das mitten in der Black-Friday-Woche, die eigentlich Rabatte verspricht.

Tim Sweeney, CEO von Epic Games und Gesicht hinter Fortnite, äußerte sich in diesem Kontext zur RAM-Krise und prognostiziert auch auf Dauer erhebliche Probleme für Fans von High-End-Gaming, die seiner Ansicht nach wohl über mehrere Jahre hinweg bestehen bleiben.

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Laut Tim Sweeney liegt die Ursache nicht bei Händlern oder Herstellern von Endverbraucher-RAM, sondern direkt in der Industrie:

Fabriken verlagern führende DRAM-Kapazitäten zur Deckung des Bedarfs im KI-Bereich, wo Rechenzentren deutlich höhere Preise zahlen als die Hersteller von Konsumgütern.

Auf wirtschaftlicher Ebene ist der aktuelle Trend nachvollziehbar, ansonsten würden die Unternehmen riesige Gewinne in der Serversparte liegen lassen – Nvidias jüngste Quartalszahlen machen es schließlich vor.

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Die Folge für uns »Durchschnitts-Kunden« ist aller Nachvollziehbarkeit zum Trotz aber ausschließlich negativ zu bewerten: Statt marktüblicher Schwankungen erleben wird einen durch den KI-Boom getriebenen Umbruch im Komponenten-Angebot, der laut Sweeney noch eine Weile anhalten wird.

Denn die Prognose des Epic-Games-Chefs ist eindeutig: Angesichts der Produktionsumlenkung zugunsten von KI-Servern und hoher Nachfrage in diesem Bereich sollten wir nicht darauf hoffen, dass sich die RAM-Preise bald wieder normalisieren.

Sweeneys Einschätzung zufolge könnte die Krise stattdessen noch mehrere Jahre andauern. Davon besonders betroffen ist der High-End-Markt – inzwischen kosten zwei RAM-Riegel teils mehr als eine komplette PlayStation 5:

Zu allem Überfluss ist nicht nur der Arbeitsspeicher im Preis gestiegen: Auch SSDs und Speicherlösungen wie MicroSD-Karten erleben höhere Kosten im Endverbrauchermarkt, wenn auch (noch) nicht ganz so explosiv. So oder so gilt für uns wohl, dass wir uns nach Grafikkarten nun auch in weiteren Komponenten noch auf Jahre gestiegener Preise einstellen müssen.

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