Desktop PC vs Laptop: Es gibt einen klaren Sieger, den ich trotzdem nicht kaufen würde

Steht ihr vor der Wahl zwischen Gaming-Notebook und Desktop-PC? Ich zeige euch die Vor- und Nachteile, um die beste Entscheidung zu treffen.

Desktop oder Laptop, das ist die Frage. (Quelle: Adobe Stock MSI) Desktop oder Laptop, das ist die Frage. (Quelle: Adobe Stock / MSI)

Beim Neukauf stellen sich viele von euch die Frage, ob sie sich ein Gaming-Notebook oder doch lieber einen Desktop-PC kaufen sollen. Ich lese auch recht häufig in euren Kommentaren, dass einige sagen Für das Geld, das ein leistungsstarkes Gaming-Notebook kostet, bekomme ich einen PC mit mehr Leistung

Da gibt es auch nicht dagegen zu sagen, ein Laptop war schon immer teurer als vergleichbare Desktop-Hardware. Wie groß dieser Unterschied ist, lässt sich schwer beziffern, es gibt schlicht unzählige mögliche Hardware-Konfigurationen und die Preise der einzelnen Händler unterscheiden sich zum Teil ebenfalls deutlich voneinander. 

Ein Vergleich

In der folgenden Tabelle habe ich mal exemplarisch Komponenten für einen leistungsstarken Gaming-PC zusammengestellt. Die Konfiguration erhebt keinen Anspruch darauf, die Beste oder Günstigste zu sein. Je nach euren Wünschen könnte der Beispiel-PC deutlich günstiger, aber auch noch erheblich teurer werden.

DesktopPreis
CPUAMD Ryzen 7 9800X3D528 Euro
CPU-Kühlerbe quiet! Dark Rock Elite104,90 Euro
MainboardMSI X870 GAMING PLUS WIFI259 Euro
ArbeitsspeicherPatriot DIMM 64 GB DDR5-6400 (2x 32 GB) Dual-Kit174,90 Euro
GehäuseFractal Design North154,90 Euro
NetzteilCorsair RM850e139,90 Euro
SSDSAMSUNG 990 EVO Plus 2 TB136,90 Euro
GrafikkarteASUS GeForce RTX 5080 PRIME OC1.229 Euro
MausRazer Basilisk V3 X Hyperspeed54,90 Euro
TastaturLogitech G PRO111,90 Euro
MonitorCooler Master GZ2711 OLED849 Euro
Gesamtpreis3.743,30 Euro

Um einen zumindest halbwegs passenden Vergleich mit einem Gaming-Laptop zu erhalten, findet ihr in der Konfiguration auch einen hochwertigen Monitor sowie Eingabegeräte.

Zum Vergleich ziehe ich das MSI Raider heran. Es handelt sich um ein leistungsstarkes High-End-Gerät mit RTX 5080 Grafikkarte, für das ihr aktuell 4.599 Euro auf den Tisch legen müsst. Der Laptop ist mit der folgenden Hardware ausgestattet:

  • CPU: Intel Core Ultra 9 285HX mit 24 Kernen & max. 5,5 GHz
  • Grafik: Nvidia RTX 5080 mit 16-GB-VRAM
  • RAM: 64-GB-DDR5-6400
  • Display: 18-Zoll-Mini-LED mit einer Auflösung von 3840 x 2400 Pixeln bei 120 Hertz
  • SSD: 1x 2-TB-M.2-PCIe-5.0 & 1x 2-TB-M.2-PCIe-4.0
  • Akku: 99 Wh

Vorteile des Desktop-PC

Die Desktop-Hardware ist natürlich deutlich schneller als die auf Energieeffizienz getrimmten Komponenten im Notebook. Auch wenn ich für die Desktop-PC-Konfiguration keine Benchmarks liefern kann, dürfte klar sein, dass der PC deutlich schneller als das Notebook ist und dabei auch noch rund 850 Euro weniger kostet.

Dazu kommt, dass ihr den PC fast nach Belieben auf- und umrüsten könnt. Die Grafikkarte bringt nicht mehr genug Leistung? Kein Problem, ihr baut sie einfach aus und kauft eine mit mehr Power.

Einen Desktop-PC müsst ihr nicht selbst bauen, es gibt mehr als genaug Auswahl an Komplettsystemen. (Quelle: Alienware) Einen Desktop-PC müsst ihr nicht selbst bauen, es gibt mehr als genaug Auswahl an Komplettsystemen. (Quelle: Alienware)

Das beschriebene Vorgehen ist für alle Bauteile möglich. Dazu kommt, dass ihr den Rechner exakt so bauen könnt, wie ihr ihn haben möchtet. Ein größeres oder kleineres Gehäuse? Umrüstung auf Wasserkühlung? Alles kein Problem. 

Wenn ihr bei der Wahl der einzelnen Komponenten mit Umsicht vorgeht, könnt ihr einen flüsterleisen Rechner bauen, bei einem Laptop habt ihr auf die Geräuschkulisse nur Einfluss, wenn ihr die Leistung durch ein entsprechendes Energieprofil reduziert.

Vorteile Gaming-Laptop

Auf den ersten Blick scheint da nicht mehr viel für einen Laptop zu sprechen, oder? Doch ganz so einfach ist es dann doch nicht. Der größte Vorteil eines Notebooks ist natürlich seine Mobilität. Einen Laptop klemme ich mir einfach unter den Arm und arbeite oder zocke im Sommer mal eben auf der Terrasse. 

High-End kostet, das ist auch beim MSI Raider nicht anders. (Quelle: MSI) High-End kostet, das ist auch beim MSI Raider nicht anders. (Quelle: MSI)

Klar, das könnt ihr theoretisch auch mit einem Desktop-Rechner machen, aber wer will schon Rechner, Monitor und Eingabegeräte durch die Gegend tragen?

Spätestens wenn ihr unterwegs seid, fällt diese Schlepperei ohnehin flach. Niemand möchte ein ganzes PC-Setup mit in den Urlaub oder auf eine Geschäftsreise nehmen. Ein Gaming-Laptop ist also immer dann die erste Wahl, wenn ihr flexibel und mobil sein möchtet. 

Dank ihrer kompakten Abmessungen braucht ein Notebook natürlich auch sehr viel weniger Platz als eine komplette Desktop-PC-Ausstattung. Nicht jeder hat in seiner Wohnung Platz, um sich einen kompletten Computer-Arbeitsplatz aufzustellen, andere möchten den Raum vielleicht lieber für etwas anderes nutzen. 

Sven Scharpe
Sven Scharpe

Für mich persönlich ist die Entscheidung klar, die Zeiten des Desktop-PCs sind bei mir vorbei. Ich möchte auf die Flexibilität, die mir ein Laptop bietet, nicht mehr verzichten. Ganz egal ob ich das Gerät unterwegs dabei habe oder im Sommer einfach mal das schöne Wetter auf der Terrasse genießen will.

Aber nicht nur das, ich schätze die Möglichkeit einfach überall wo ich möchte arbeiten und spielen zu können. Das ist ein Luxus, den mir kein Desktop-PC bieten kann und für den ich bereit bin, einen höheren Preis zu bezahlen.

Mit einem Notebook ist euer Arbeitsplatz überall dort, wo ein Tisch und ein Stuhl stehen. Und wenn es nicht anders geht, könnt ihr das Gerät auch einfach auf euren Oberschenkeln abstellen. 

Dazu kommt, dass ein Laptop immer weniger Strom verbraucht als ein halbwegs vergleichbarer Desktop-PC. Alleine die Desktop-RTX-5080 verbraucht unter Last mit bis zu 400 Watt schon so viel Strom wie das komplette MSI Raider. In Zeiten horrender Strompreise ist das ein echtes Plus. 

Dann gibt es noch einen Vorteil, den ihr vielleicht nicht auf dem Schirm habt: den Akku. Der liefert nicht nur unterwegs Energie, sondern sorgt auch bei einem Stromausfall dafür, dass eure Arbeit nicht mal eben verloren geht, falls ihr nicht regelmäßig gespeichert habt. Ein Laptop hat also quasi schon eine eingebaute unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) integriert.

Flexibilität kostet

Wer mobil sein will, muss zahlen, so könnte das Fazit lauten. Letztlich ist es eine Frage der individuellen Bedürfnisse, ob ein Laptop oder ein Desktop-PC die richtige Wahl ist. Fakt ist, dass beide ihre Daseinsberechtigung haben und auch in Zukunft behalten werden.

Wer nur hin und wieder mobil sein möchte, kann natürlich auch unterwegs auf ein günstigeres Notebook-Modell zurückgreifen und einfach zuhause den normalen Rechner verwenden. Es muss nicht immer zwangsläufig ein High-End- Gerät sein, das über 4.000 Euro kostet. Diese Dual-Variante dürfte für die meisten von euch vermutlich die beste Wahl sein.

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