MSIs neuer Laptop ist ein Performance-Monster. Der erste von uns getestete Laptop mit RTX 5080 zeigt, was in Nvidias neuer Grafikkarte steckt. Selbst im Vergleich mit Laptops die über eine RTX 5090 verfügen, wie beispielsweise das Razer Blade 16 (2025), hält das Raider 18 HX AI mit.
Transparenzhinweis : MSI hat mir das Raider 18 HX für den Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hatte keinen Einfluss auf den Artikelinhalt und bekam keine Einsicht vor dem Erscheinen des Tests. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht.
Technische Daten
- CPU: Intel Core Ultra 9 285HX mit 24 Kernen & max. 5,5 GHz
- Grafik: Nvidia RTX 5080 mit 16-GB-VRAM
- RAM: 64-GB-DDR5-6400
- Display: 18-Zoll-Mini-LED mit einer Auflösung von 3840 x 2400 Pixeln bei 120 Hertz
- SSD: 1x 2-TB-M.2-PCIe-5.0 & 1x 2-TB-M.2-PCIe-4.0
- Konnektivität: WiFi 7, Bluetooth 5.4, 2,5-GBit-LAN
- Audio: 6x Lautsprecher
- Akku: 99 Wh
- Abmessungen: 404 x 308 x 32 Millimeter
- Gewicht: 3,59 kg
Testverfahren
Zum hier angewendeten Testverfahren gibt es einen eigenen Artikel: Testverfahren ausführlich erklärt: So testen wir die Notebooks auf GameStar Tech
. Eventuelle Abweichungen wie etwa bei einem Gerät mit integrierter Grafik (IGP) oder Apple Laptops werden im Artikel erklärt.
Preis und Verfügbarkeit
Das MSI Raider 18 HX AI ist in der getesteten Konfiguration für 4.600 Euro erhältlich.
Design
Bereits beim ersten Blick wird klar, dass das MSI Raider ein waschechtes Gaming-Notebook sein will. Optische Zurückhaltung, wie es beim Razer Blade 16 der Fall war, gibt es hier definitiv nicht. Das Design ist kantig und mit roten Akzenten versehen, die dem schwarzen Gehäuse eine aggressive Note verleihen.
Mit seinem wuchtigen Gehäuse (404 x 308 x 32 Millimeter), dem 18-Zoll-Mini-LED-Display und einem Gewicht von 3,59 kg handelt es sich ganz klar um ein Desktop-Replacement (DTR). Das ist kein Notebook, das ihr auf Reisen mit euch herumtragen möchtet, das Revier des Raider ist der heimische Schreibtisch.
Das Chassis besteht aus Kunststoff, der sich durchaus hochwertig anfühlt. Die Rückseite wird dagegen aus Aluminium gefertigt. An der Front hat MSI eine RGB-Leiste installiert, deren Farbe ihr ganz nach Wunsch einstellen könnt, typisch Gaming-Laptop eben.
An der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen, das Chassis ist ausreichend verwindungssteif, die breite Handballenauflage lässt sich mit moderatem Krafteinsatz minimal eindrücken. In Anbetracht des hohen Preises hätte ich mir allerdings einen etwas höheren Einsatz von Metall gewünscht.
Wie es sich für ein ausgewachsenes DTR gehört, hat MSI bei den Anschlüssen nicht gespart. Zur Verfügung stehen:
- 3x USB-Typ-A 3.2 Gen 2
- 2x USB4-Typ-C
- 1x HDMI 2.1
- 1x 3,5-mm-Audio
- 1x SD-Kartenleser
- 1x RJ45 (2,5 GBit-LAN)
Eingabegeräte
Fast schon Tradition im Hause MSI hat die zusammen mit Steelseries entwickelte Tastatur. Die überzeugt mit einem angenehmen Hub und einem knackigen Feedback. Grundsätzlich eignet sich das Keyboard durchaus auch sehr gut zum Schreiben längerer Texte, die leider nur einzeilige Enter-Taste ist dabei Geschmackssache.
Auffällig sind die transparent ausgeführten Pfeil- und WASD-Tasten. Beleuchtet sieht das schon ziemlich cool aus, je nach Farbe kann man allerdings die Beschriftung der einzelnen Tasten nicht mehr erkennen.
Rechts unter der Tastatur befindet sich in einer Mulde noch ein dedizierter Fingerabdrucksensor. Das 131 x 82 Millimeter große Touchpad liefert ebenfalls eine überzeugende Vorstellung ab, auch wenn die meisten Spieler es vermutlich niemals nutzen werden.
Display
Beim Display setzt MSI auf ein hochwertiges mattes 18-Zoll-Mini-LED-Panel. Mit einer Auflösung von 3840 x 2400 Pixeln und einer Bildwiederholfrequenz von 120 Hertz ist es eine gute Wahl für einen Laptop der Oberklasse.
Das matte Display lässt nur wenig Reflexionen zu.
Was bereits auf dem Papier gut klingt, bestätigt sich dann auch in der Praxis. Subjektiv betrachtet, sind die Farbwiedergabe und der Kontrast makellos. Dazu kommt eine sehr hohe Helligkeit von gemessenen 1.176 cd/m². Damit leuchtet das Panel 17,6 Prozent heller, als der Hersteller es in seinem Datenblatt angibt.
Display-Helligkeit
MSI Raider 18 HX
- cd/m²
- 0
- 240
- 480
- 720
- 960
- 1200
Natürlich gibt es auch bei Mini-LED-Displays gewisse Schwankungen bei der Fertigung. Das bedeutet, dass das Panel diese hohe maximale Helligkeit in jedem MSI Raider erreichen muss. Aber auch die von MSI angegebenen 1.000 cd/m² sind für einen Betrieb in hellen Umgebungen oder im Freien völlig ausreichend.
Innenraum
Mittlerweile gibt es bei vielen Laptops im Inneren nicht mehr wirklich viel zu sehen, häufig sind viele Bauteile wie WLAN-Modul und/oder RAM auf der Hauptplatine verlötet. Beim MSI Raider ist das anders.
Nachdem die Bodenplatte entfernt wurde, glaubt man, einen Blick in eine Schlangengrube zu werfen. Zumindest mich hat das massive Kühlsystem mit seinen vielen Heatpipes daran erinnert.
Insgesamt bietet das Raider Platz für zwei M.2-SSDs, davon wird jeweils eine über PCIe 5.0 und eine via PCIe 4.0 angebunden. Das schnelle PCIe-5.0-Modell besitzt zudem noch eine eigene Heatpipe, um die Abwärme effizient abzuführen.
Beide M.2-Steckplätze sind bei unserem Testmuster jeweils mit einer 2-TB-SSD belegt. Bei den beiden RAM-Modulen handelt es sich nicht um normale SO-DIMMs, sondern um getaktete CSO-DIMMs. CSO-DIMMs bieten integrierte Sicherheitsfunktionen wie On-Module-Verschlüsselung und sicheres Schlüsselmanagement, um Daten im Arbeitsspeicher effektiv vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Eine Aufrüstung dürfte bei einer Kapazität von 64 GB auf absehbare Zeit aber wohl kein Thema sein.
Das WLAN-Modul ist ebenfalls gesteckt und kann bei Bedarf einfach ausgetauscht werden. Bei dem großen Gehäuse des Raider wirkt der 99-Wh-Akku fast schon zierlich.
Performance
Wie nicht anders zu erwarten, bewegt sich die Leistung von RTX 5080 und Intel Ultra 9 285HX auf einem sehr hohen Niveau. Im Geekbench liegt die CPU im Single-Core etwa auf einem Niveau mit dem Intel 14900HX (24 Kerne) und dem AMD Ryzen AI 9 HX 370 (12 Kerne).
Im Multi-Core kann sich der 285HX dagegen deutlich absetzen, der HX 370 von AMD hat mit seinen 12 Kernen keine Chance. Im GPU-Benchmark liegt die 160 Watt RTX 5090 im Razer Blade 16 rund 4 Prozent vor der RTX 5080 mit 175 Watt. Die RTX 4090 im XMG Neo 16 ist lediglich einen Hauch langsamer.
Geekbench CPU
MSI Raider 18 HX
- Geekbench Punkte
- 0
- 4400
- 8800
- 13200
- 17600
- 22000
Im PC Mark liegen das XMG Neo 16, das Razer Blade 16 und das MSI Raider relativ dicht beieinander. Den Gaming-Teil des Benchmarks entscheidet allerdings die RTX 5080 für sich. Dagegen gewinnt beim 3DMark Time Spy die RTX 5090 knapp. Bei der CPU-Wertung macht der AMD-Prozessor mit seinen 12 Kernen absolut keinen Stich gegen die beiden 24-Kerner von Intel.
Cinebench 2024
MSI Raider 18 HX
- Cinebench 2024 Punkte
- 0
- 460
- 920
- 1380
- 1840
- 2300
Das gleiche Bild zeigt sich beim Cinebench 2024: Im Single Core sind die AMD HX 370, Intel 14900HX und Intel 285HX noch nahe beieinander. Im Multi-Core können sich die beiden Intel CPUs dann absetzen, wobei der 285HX hier noch ein gutes Stück stärker performt.
Spiele Benchmarks
Richtig interessant wird des bei den Gaming-Benchmarks. In Cyberpunk 2077 ist die RTX 5080 mit 175 Watt meistens etwas schneller unterwegs als die RTX 5090 (160 Watt). Selbst eine RTX 4090 mit 175 Watt macht der 5090 das Leben schwer.
Cyberpunk 2077
MSI Raider HX
- FPS
- 0,00
- 22,00
- 44,00
- 66,00
- 88,00
- 110,00
Bei der Rohleistung, also ohne DLSS und Frame Generation (FG) und Multi Frame Generation (MFG), sind die neuen Blackwell GPUs jetzt nicht wirklich der große Wurf. Das ändert sich erst mit der Aktivierung von DLSS und Multi-Frame-Generation. Gerade Multi-Frame-Generation verleiht den RTX-50xx-GPUs regelrecht Flügel. Dann erreichen sowohl RTX 5090 als auch 5080 über 200 FPS. Nach dem, was ich bisher gesehen habe, wird die Bildqualität dadurch nicht negativ beeinflusst.
AC Shadows
MSI Raider 18 HX
- FPS
- 0
- 14
- 28
- 42
- 56
- 70
Im aktuellen AC Shadows sind es in 4K mit maximalen Details mit DLSS 4 und MFG 137 FPS für die RTX 5080 und 126 FPS für die 5090. Abseits von DLSS und MFG liegen die beiden Grafikkarten dicht beieinander, meist mit Vorteilen für die nominell kleinere RTX 5080. Das ältere AC Valhalla stellt die RTX 5080 dagegen in keiner Auflösung vor nennenswerte Probleme.
AC Valhalla
MSI Raider 18 HX
- FPS
- 0
- 34
- 68
- 102
- 136
- 170
Temperatur & Lautstärke
MSI gibt an, dass das Raider bis zu 260 Watt Verlustleistung abführen kann. Das ist eine Menge Holz und lässt bereits vermuten, dass das Gerät nicht wirklich leise sein kann.
Ihr werdet es vermutlich bereits ahnen, die gute Kühlleistung hat natürlich einen Preis. Diesen müsst ihr in Form einer hohen Geräuschkulisse bezahlen. Mit in der Spitze rund 57 Dezibel ist das MSI Raider 18 HX das bisher lauteste Notebook, das ich im Test hatte. Wenn keine Musik läuft, kann ich es bei Volllast und offenen Türen in jedem Zimmer meiner Wohnung deutlich hören. Beim Zocken ist ein Headset also Pflicht.
Im Idle gibt sich der Bolide dann deutlich zurückhaltender, oft sind die Lüfter komplett aus und der Laptop arbeitet lautlos. Irgendwann springen die Lüfter dann aber doch an und erreichen eine Lautstärke von knapp unter 37 Dezibel. Damit bewegt sich das Raider im für diese Geräteklasse üblichen Bereich.
Die unter Volllast ermittelten Temperaturen sind absolut im Rahmen. Das Gerät arbeitet weder deutlich heißer oder kühler als vergleichbare Geräte anderer Hersteller. Klar, die CPU-Temperatur spingt bei voller Belastung zügig auf 101 °C und pendelt sich dann bei rund 87 °C ein, das ist aber ein vollkommen normales Verhalten.
Die GPU bleibt mit maximal 75 °C erstaunlich kühl, lediglich die beiden SSDs liegen bei 50 beziehungsweise knapp über 50 °C. Auch das sind noch unkritische Werte, die andere Notebooks aber unterbieten.
Temperaturen
MSI Raider 18 HX
- °C
- 0
- 18
- 36
- 54
- 72
- 90
Die Temperaturen der Oberflächen sind dagegen wieder sehr gut. Die Unterseite bleibt mit rund 46 °C sogar verhältnismäßig kühl. Zwar möchte man diesen Klotz sicher nicht lange auf den Oberschenkeln balancieren, ihr könntet es allerdings ohne euch Brandblasen einzufangen tun.
Die Leistung von CPU und GPU war während der Tests absolut stabil. Die Kühlung hat MSI also im Griff und das sogar ganz ohne Vapor Chamber.
Akkulaufzeit
Das Kapitel Akkulaufzeit ist schnell abgehandelt: Beim MSI Raider handelt es sich um ein klassisches Desktop-Replacment, das sich nicht wirklich für den mobilen Einsatz eignet. Entsprechend solltet ihr den eingebauten Akku mehr als eine integrierte unterbrechungsfreie Stromversorgung sehen und keine bahnbrechenden Laufzeiten erwarten.
Akkulaufzeit
MSI Raider 18 HX
- Minuten
- 0
- 30
- 60
- 90
- 120
- 150
Zwar hat MSI einen dicken 99-Wh-Akku in das Gehäuse gepackt, viel mehr als 2 Stunden erreicht ihr mit dem Laptop bei den Akkutests Modern Office
und Gaming
des PC Mark allerdings nicht. Auf den Battery-Eater-Test musste ich diesmal leider verzichten, da ich das Testmuster lediglich zwei Tage zur Verfügung hatte. Laufzeitrekorde würde ich aber auch da nicht erwarten.
Solltet ihr euch das MSI Raider 18 HX kaufen?
Das MSI Raider 18 HX AI ist das richtige Gerät für euch, wenn …
- ... ihr ein Desktop-Replacement mit massiver Leistung sucht
- ... ihr Wert auf ein herausragend gutes Display legt
- ... ihr bereit seid, sehr viel Geld für sehr viel Leistung zu bezahlen
Mögliche Alternativen
Asus ROG Strix Scar 18 (2025): Ähnlich groß und leistungsstark ist das neue Strix Scar 18 von Asus. Die CPU fällt mit dem Intel Core Ultra 9 275HX eine Nummer kleiner aus, bei der Grafik kommt dagegen ebenfalls eine RTX 5080 zum Einsatz, die ebenfalls mit der vollen TGP von 175 Watt arbeiten darf. Das Gerät ist mit 64-GB-RAM und 1-TB-SSD ab 4.199 Euro erhältlich.
Razer Blade 16 (2025): Das Gerät hatte ich bereits im Test. Es bietet ein tolles OLED-Panel, aber dafür nur 32-GB-RAM der nicht erweitert werden kann. Die CPU ist spürbar langsamer als beim Raider. Dafür handelt es sich um das aktuell flachste Gaming-Notebook. Es besitzt eine RTX 5090 (160 Watt) und praxistaugliche Akkulaufzeiten. Preislich geht es ab 4.399 Euro los.
MSI Titan 18 HX: Wenn Geld für euch keine Rolle spielt und ihr das vermutlich leistungsstärkste Gaming-Notebook haben wollt, könnte das neue Titan von MSI einen Blick wert sein. Für schlappe 6.639 Euro bekommt ihr eine Intel Core Ultra 9 285HX CPU, eine RTX 5090 (175 Watt), 96-GB-DDR5-RAM und ein 18-Zoll-Mini-LED-Display. Im Gegensatz zum Raider wird hier bei der Kühlung eine Vapor Chamber verbaut.
Fazit zum MSI Raider 18 HX
Das MSI Raider 18 HX bietet Leistung im Überfluss. Der Hersteller lässt sowohl die CPU als auch die GPU komplett von der Leine, was in einer sehr hohen Leistung resultiert. Die RTX 5080 arbeitet dabei oft sogar schneller als die RTX 5090 mit 160 Watt.
Das Prädikat herausragend hat sich das fantastische und superhelle 18-Zoll-Mini-LED-Display verdient. Etwas Besseres dürfte man aktuell auf dem Markt nur schwer finden. Ebenfalls überzeugen können die Eingabegeräte sowie die Verarbeitung.
Weniger schön ist dagegen die sehr hohe Lautstärke unter Volllast und der extrem hohe Preis von rund 4.600 Euro. Insgesamt liefert MSI mit dem Raider 18 HX genau das, was Gamer haben wollen, viel Leistung und hohe Frameraten, egal um welchen Preis.
Für die angepeilte Zielgruppe ist dieses kompromisslose Gaming-Notebook dann auch eine absolute Empfehlung. Für Otto-Normalanwender dürfte das Gerät dagegen völlig überdimensioniert sein.


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