Bei Drohnen für den Verbrauchermarkt stehen Themen wie Stabilität und Kameraqualität im Mittelpunkt. Es gibt aber auch Drohnenhersteller, die sich nahezu voll und ganz auf die Maximierung der Geschwindigkeit konzentrieren.
Das Aufstellen von Rekorden ist dabei nur der Anfang. Solche Drohnen könnten auch als Abfangjäger zukünftig sehr wichtig werden.
Porsche-Drohne kratzt an der 700-km/h-Grenze
Die Quantum Systems Group ist ein europäischer Verteidigungsspezialist, zu dessen Geldgebern unter anderem die Porsche SE gehört.
Das in Deutschland stationierte N3XT-Team des Unternehmens hat im vergangenen Juni einen neuen Geschwindigkeitsrekord für batteriebetriebene Fluggeräte aufgestellt.
1:57
Zwei neue Drohnen von DJI sollen für unter 450 Euro jeden zum Drohnenpiloten machen
Satte 699 Kilometer pro Stunde soll die Apex Recordhunter dabei im geraden Horizontalflug erreicht haben, wie das Unternehmen mitgeteilt hat. Der Rekordflug war ein interner Test. Ein offizieller Rekordversuch unter den Augen der Fédération Aéronautique Internationale (FAI) soll schon bald folgen.
Die Drohne wurde dabei speziell als Technologieträger entwickelt. An ihrem Beispiel soll gezeigt werden, welche Geschwindigkeiten grundsätzlich möglich sind. Die in dem Zusammenhang entwickelten Technologien könnten dann in anderen Produkten wiederverwendet und weiter ausgebaut werden.
Solchen Hochgeschwindigkeitsdrohnen wird ein großes Potenzial als Abfangjäger zugerechnet. Durch das hohe Tempo und die vergleichsweise simplen Startvoraussetzungen könnten sie Bedrohungen schnell erreichen und effektiv ausschalten.
WIY Drones, ein ukrainischer Partner von Quantum Systems, arbeitet ebenfalls an Geschwindigkeitsrekorden, bei denen solche Abfangjägerdrohnen im Mittelpunkt stehen. In Zukunft soll auch die Grenze von 700 km/h in Angriff genommen werden.
Tatsächlich könnte dieser Rekord sogar schon gefallen sein. Im Mai 2026 hat das australische Entwickler-Duo »Drone Pro Hub« in einem Test sogar eine Spitzengeschwindigkeit von 730 km/h erreicht. Auch dabei handelte es sich allerdings nicht um einen offiziellen Rekordversuch.
Da die Drohnen so leicht und die Geschwindigkeiten so hoch sind, spielen die Windverhältnisse eine wichtige Rolle. Der Unterschied zwischen Gegen- und Rückenwind kann dabei schon mal über 100 km/h ausmachen.
Zwei verschiedene Flüge an unterschiedlichen Tagen sind dementsprechend nicht automatisch vergleichbar. In der Regel wird daher der Durchschnitt aus zwei Flügen einmal mit Gegen- und einmal mit Rückenwind errechnet.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.