E-Auto muss nach 12 Jahren zur Akkureparatur, doch die Kosten überraschen den Besitzer

Ein Fall aus dem vergangenen Jahr, der zeigt, wie effizient man beim Auffrischen des Akkus eines E-Autos vorgehen kann.

Dank eines cleveren Vorgehens konnte die Restkapazität beim Akku dieses Smart deutlich erhöht werden. (Bild: smart-emotion.de) Dank eines cleveren Vorgehens konnte die Restkapazität beim Akku dieses Smart deutlich erhöht werden. (Bild: smart-emotion.de)

Bei einem E-Auto ist die Reichweite ein entscheidender Faktor. Durch die gewisse Abnutzung des Akkus verschlechtert sie sich mit der Zeit.

Wie sehr, hängt von verschiedenen Faktoren wie dem genauen Vorgehen beim Aufladen, der Fahrweise und dem exakten Modell ab.

Ein konkretes Beispiel lieferte Anfang 2025 der Fahrer eines damals etwa zwölf Jahre alten Smart:

  • Die Restkapazität lag zu diesem Zeitpunkt ungefähr noch bei 75 Prozent, der Akku des Wagens hatte also merklich an Reichweite eingebüßt. Die acht Jahre Garantie darauf war indes längst abgelaufen.
  • Ein kompletter Austausch schlägt gerne mit Kosten von mehreren tausend Euro bis in den fünfstelligen Bereich zu Buche. Bei einem Auto dieses Alters ist das also keine sinnvolle Option.
  • Stattdessen hat der Fahrer sich dazu entschieden, den Akku in der EV Clinic Berlin reparieren zu lassen, wie er auf smart-emotion.de berichtet. Gesamtpreis der Reparatur: vergleichsweise niedrige 900 Euro.

Wie es um den Akku des neun Jahre alten BMW i3 der Eltern von Vera heute steht, erfahrt ihr im folgenden Video:

Video starten 1:38 Wie fit ist der Akku von einem 9 Jahre alten E-Auto?

Was die Reparatur gebracht hat und wie teuer sie war

Sehr viel! Die Kapazität konnte durch den Austausch von nur drei der insgesamt 93 Zellen auf stolze 95 Prozent verbessert werden.

Das ist deshalb möglich, weil der Akku bereits durch die Verschlechterung von nur wenigen Zellen deutlich an Kapazität verlieren kann.

Zur Veranschaulichung nennt der Fahrer folgenden Vergleich:

Man muss sich das [ein] bisschen wie ganz viele Wassergläser vorstellen: Alle starten ganz voll, mit dem Wasser bis oben zum Rand. Dann werden sie beim Fahren alle gleichzeitig entladen und entsprechend langsam leer. Da sie nicht alle perfekt gleich altern, haben aber nicht alle Gläser das gleiche Volumen. Entsprechend sind einzelne Gläser vor anderen leer. Sobald das erste Glas ganz leer ist, muss der Akku abschalten und gilt als leer. Vollkommen egal, wie viel noch in den anderen Gläsern drin ist.

Würde der Akku nicht abschalten, wenn das erste Glas leer ist, würde er zwar noch die restlichen Zellen schön entladen. Aber dafür die Schwächste bereits tiefenentladen und damit ihr schaden.

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Schaden an den Rändern und cleverer Austausch

  • Laut dem Fahrer kam es bei manchen Zellen am Rand zu einer gewissen Quetschung, die die Zellen leicht beschädigt hat. Dadurch sind sie schneller gealtert als die anderen Zellen.
  • Beim Austausch kommen indes keine komplett neuen Zellen zum Einsatz. Stattdessen werden gebrauchte Zellen mit möglichst ähnlicher Spannung und Restkapazität im Vergleich zu den vorhandenen genutzt.
  • Der Ausbau des Motors und die Analyse schlagen mit Kosten von 600 Euro zu Buche. Hinzu kommen die Kosten für den Austausch jeder einzelnen Zelle sowie die Arbeitszeit. Die EV Clinic gewährt zwei Jahre Garantie auf ihre Arbeit.

Ein anderer Fall aus dem Bereich der E-Autos hat mit Blick auf Tesla letztes Jahr für Diskussionen innerhalb der Community gesorgt: Beim Kauf seines Tesla stellt ein US-Kunde fest, dass sie ihm ein Auto geben wollten, das seit Monaten auf einem Parkplatz stand.

Besitzt ihr schon seit mehreren Jahren ein E-Auto und habt eigene Erfahrungswerte in Sachen Abnutzung des Akkus? Kam es möglicherweise schon mal zu einer Reparatur? Oder fahrt ihr noch kein E-Auto? Falls ihr noch mit einem Benziner oder Diesel unterwegs seid, kommt für euch generell der Kauf eines E-Wagens in Frage oder ist er vielleicht sogar schon geplant? Schreibt es gerne in die Kommentare!

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