Googles Suchmaschine ist für ihre bunten Doodles zu den unterschiedlichsten Events bekannt. So gibt es beispielsweise zur Weltmeisterschaft immer ein passendes Fußball-Gimmick auf der Startseite oder zum chinesischen Neujahr eine interaktive Show.
Neben den gut platzierten Doodles hat Google auch das ein oder andere Easteregg versteckt. Dabei handelt es sich meistens um Referenzen zu Serien, Filmen, Spielen oder Ereignissen. Ihr findet sie nur, wenn ihr einen bestimmten Suchbegriff eintippt.
Auf Wikipedia gibt es eine große Liste zu den unterschiedlichen Eastereggs der Plattform. Im Folgenden findet ihr eine zufällige Auswahl von zehn beeindruckenden oder ungewöhnlichen Geheimnissen der Suchmaschine.
Achtung: Manche Eastereggs funktionieren nur in bestimmten Sprachen oder bestimmten Browsern. Die meisten Eastereggs sollten in Chrome funktionieren.
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»Minecraft« bringt das Spiel auf eure Google-Oberfläche
Vielleicht habt ihr das Minecraft-Easteregg schon selbst bei Google entdeckt. Bei einem der meistverkauften Spiele der Welt ist das schließlich nicht unwahrscheinlich.
Sucht ihr in Google nach dem Blöckchen-Spiel, taucht in der Mitte eurer Oberfläche ein kleiner, pixeliger Erdblock auf. Einmal angeklickt, erscheint gleich die passende Minecraft-Hand, wie ihr sie aus dem Erfolgsspiel kennt.
Mit dieser könnt ihr nun anfangen, euren Bildschirm abzubauen. Damit legt ihr eine vergrabene Minecraft-Welt frei, in der ihr auf Erkundungstour gehen könnt. Verschiedene Blöcke bringen euch nämlich zunächst ein Werkzeug und upgraden dieses mit der Zeit. Wie genau das funktioniert, könnt ihr gerne selbst ausprobieren – wie im echten Spiel.
Minecraft ist nicht das einzige Spiel, für das Google ein Easteregg eingebaut hat. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr ja mal nach Pac-Man, Snake oder Katamari suchen und euch überraschen lassen.
Arial
, Comic Sans
, Times New Roman
– Schriftarten ändern die Google-Optik
Wer mit Schriftarten etwas anfangen kann, freut sich vermutlich über dieses Google-Easteregg. Gebt ihr einmal den Namen einer bestimmten Schrift ein, verwandelt sich der Text auf der Oberfläche entsprechend.
Mit Comic Sans bekommt ihr so etwa die mittlerweile regelrecht als Meme unter Grafikdesignern bekannte Schriftart ausgespuckt – alles im Cartoon-Look.
Bleiben wir bei Memes: Mit Impact Font bekommt ihr die typische Meme-Schriftart. Das sieht zwar ganz lustig aus, macht die Google-Suchmaschine aber nur schwer leserlich.
Zu den vermutlich bekanntesten Schriftarten, die ihr ausprobieren könnt, gehören:
- Arial
- Calibri
- Comic Sans
- Courier font
- Impact Font
- Open Sans
- Roboto
- Times New Roman
»Google in 1998« nimmt euch mit auf Zeitreise
Seid ihr echte Nostalgiker und wollt wissen, wie Google vor 28 Jahren aussah? Dann werdet ihr mit der Suchanfrage »Google in 1998« sehr glücklich.
Die Suchmaschine verwandelt sich dann in eine Version, die der aus dem Jahr 1998 sehr ähnlich sieht – mit altbekannten Such-Buttons, einem 3D-Logo und vor allem ohne KI-Zusammenfassung.
Das ist nicht nur interessant, sondern verdeutlicht auch noch einmal, wie stark sich das Design über die Jahre verändert hat. Andere Jahreszahlen funktionieren leider nicht. Solltet ihr euch für die Entwicklung der Suchmaschine interessieren, gibt es von Google eine interaktive Übersicht zur Geschichte der Plattform.
»67« zeigt: Google nutzt auch aktuelle Memes
Wer das 6-7-Meme (»six seven« gesprochen) nicht kennt, hat absolut nichts verpasst. Sein Ursprung liegt in einem viralen Video, in dem ein Kind aufgrund eines Basketball-Insiders die Zahlen in die Kamera schreit und dabei mit den Händen vor sich wackelt.
Die Bedeutung: Es gibt keine. Die Zahlen wurden erstmals in einem Rap-Song des Musikers Skrillex verwendet, der beide Zahlen nennt. Das Lied wurde daraufhin oft für Fan-Videos zum NBA-Spieler LaMelo Ball genutzt, da dieser 6 Fuß 7 groß ist.
Mit dem Meme hat das am Ende aber recht wenig zu tun. Dieses wird einfach zum Spaß an der Freude verwendet – meistens dann, wenn die Zahlen irgendwo auftauchen.
Ein Entwickler bei Google scheint jedenfalls an dem Meme viel Freude zu haben, weshalb euer Bildschirm bei der Suche nach dem Begriff passend wackelt.
»The Amazing Digital Circus«: Hommage an die Netz-Serie
Dass die Google-Eastereggs auch aktuelle Themen, Memes oder Ereignisse aufgreifen, hat schon das 6-7-Meme gezeigt. Aber auch zu aktuellen Erfolgsfilmen und beliebten Serien hat Google das ein oder andere Easteregg auf Lager.
So bekommt ihr bei einer Suchanfrage zur Hype-Serie »The Amazing Digital Circus«, welche erst vor Kurzem ihr Finale gefeiert hat, ein Easteregg passend zur letzten Episode der Show.
Ähnlich wie beim Minecraft-Easteregg taucht in der Mitte eures Bildschirms ein Kreis mit den Farben der Hauptprotagonistin auf. Klickt ihr darauf, öffnet sich eine Konsole und die zwei Figuren Caine und Bubbles erscheinen auf eurem Bildschirm.
Aber Achtung: Theoretisch enthält das Easteregg einen Spoiler zu den letzten beiden Folgen der Serie.
»DVD Screensaver« erweckt Retro-Technik zum Leben
Die Zeit, in der Bildschirmschoner noch eine Rolle gespielt haben, ist lange vorbei. Zumindest braucht es bei vielen der modernen Bildschirme keine Schonungstechnik mehr.
Das über den Bildschirm bouncende DVD-Logo ist nichtsdestotrotz ein berühmtes Element des technischen Zeitgeschehens geworden.
Wenn ihr nach »DVD Screensaver« sucht und ein paar Sekunden wartet, beginnt das Google-Logo seinen Weg über den Bildschirm und prallt an den Ecken eures Browserfensters ab.
»Anagram« – Meinten Sie »Nag a ram«?
Googles Eastereggs beschränken sich nicht auf das Hinzufügen von optischen Elementen und kleinen Spielereien. Manche Eastereggs sind passend zum Namen etwas versteckter und leicht zu übersehen.
Sucht ihr nach dem Begriff »Anagram«, bekommt ihr beispielsweise den Korrekturvorschlag, ob ihr nicht eigentlich nach »Na a ram« suchen wolltet. Der clevere Witz dabei: Ein Anagramm ist ein Wort oder eine Wortgruppe, die durch das Vertauschen der Buchstaben eines anderen Wortes entsteht.
In Deutschland sind diese auch als Schüttelwörter bekannt. Ein Beispiel im Deutschen ist das Wort »Tomaten«, das sich in »Atemnot« umwandeln lässt.
»Han Shot First« – Wer hat zuerst geschossen?
Hinter »Han Shot First« (also »Han schoss zuerst«) steckt ein Meme oder eher eine Kontroverse rund um den ersten Krieg-der-Sterne-Film. In diesem erschießt Han Solo den Kopfgeldjäger Greedo in einer hitzigen Debatte.
Um Han Solo einen anderen Charakterzug zu verpassen, wurde diese Szene im Nachhinein geändert. In modernen Fassungen schießt Greedo zuerst und Solo feuert seine Blaster-Pistole nur zur Selbstverteidigung ab.
Neben Kritik an der Änderung der Szene gab es auch eine große Debatte darüber, wer nun zuerst geschossen hat. Google greift das Thema als Easteregg auf und zeigt euch bei der Suche nach »Han Shot First« die Verbesserung an: »Meinten Sie: Greedo Shot First?« Und andersherum.
»Axolotl« schickt euch auf interaktive Fotosafari
Wie wir es von den Doodles bereits kennen, lässt sich Google auch gerne mal größere und kreativere Gimmicks bis hin zu ganzen Spielen einfallen. Solltet ihr nach »Axolotl« suchen, findet ihr genau ein solches Spiel, das euch auf eine Fototour mitnimmt.
Habt ihr nach dem ulkig-süßen Schwanzlurch gesucht, bekommt ihr das Bild eines gelben Axolotls neben dem Namen des Tiers angezeigt. Klickt ihr auf das Tier, öffnet sich ein Pop-up mit einem Spiel rund um den mexikanischen Xochimilco-See.
In diesem müsst ihr die Tierchen finden und fotografieren. Zur Belohnung bekommt ihr amüsante Fakten über das Leben der Axolotl – etwa, dass diese nicht lesen können.
»Pride« – Google setzt ein Zeichen für Vielfalt
Als kleines Zeichen gegen Hass und Gewalt zeigt Google bei der Suche nach »Pride« ein pulsierendes Herz in Regenbogenfarben. Von diesem fliegen kleine bunte Partikel weg.
Klickt ihr einmal darauf, regnet es Konfetti und eine Pride-Parade läuft über euren Bildschirm. Wie groß die Parade dabei ist und welche Pride-Flaggen gezeigt werden, ist rein zufällig.
Mit dem Easteregg möchte Google ein Zeichen für mehr Sichtbarkeit von LGBTQ+ und anderen unterdrückten Personengruppen setzen.
Das sind nur zehn der zahlreichen Eastereggs, die Google im Laufe der Zeit in seine Suchmaschine eingebaut hat. Von unterhaltsamen Videospielen über bekannte Filmzitate bis hin zu aktuellen Internet-Memes gibt es noch unzählige weitere Referenzen zu entdecken.
Habt ihr selbst ein absolutes Lieblings-Easteregg oder einen besonderen Such-Tipp auf Lager? Lasst gerne einen Kommentar da!
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