5 Bildschirmschoner, die sich für immer in mein Gehirn gebrannt haben - kennt ihr sie noch?

Zur Jahrtausendwende beobachtete Phil fasziniert, wie ein Netzwerk aus bunten Rohrleitungen sich selbst kreuz und quer über seinen Bildschirm verlegte.

Ah, der Bildschirmschoner. Ein Relikt eines vergangenen PC-Zeitalters. So wie die Kugelmaus, die LAN-Party, das 56k-Modem oder das Diskettenlaufwerk.

Eigentlich waren die Dinger ja nur Mittel zum Zweck: Durch wechselnde Farben und Bewegungen sollten sie verhindern, dass sich ein statisches Bild buchstäblich in den Röhrenmonitor einbrennt. Eingebrannt haben sich aber dafür die Bildschirmschoner selbst – nämlich in meinen Kopf!

Philipp Elsner
Philipp Elsner

Phil begann seine GameStar-Karriere 2013 als Praktikant und leitet heute den Newsroom. Als Shooter-Connoisseur der Redaktion legt er allergrößten Wert auf intensives Gunplay mit sattem Treffer-Feedback. Wenn er nicht durch die Sümpfe von Hunt Showdown pirscht, Streaks in CoD zündet oder genüsslich Bugs in Helldivers 2 zerdrückt, kundschaftet er wahrscheinlich gerade neue Craftbeer-Kreationen aus (in jeder GameStar-Heftausgabe gibt’s eine Bier-Empfehlung auf der Teamseite).

Aber schnell waren Bildschirmschoner viel mehr als ein Werkzeug: Sie waren kreativ, hypnotisch, technisch manchmal echt beeindruckend und einfach verdammt dekorativ. Und jeder hatte einen!

Neue Variationen wurden als Shareware aus dem Internet gesaugt, per Email-Kettenbrief versendet oder lagen Computermagazinen auf Disc bei.

Hier sind einige der Bildschirmschoner aus meiner Kindheit, die ich noch heute vor mir sehe, wenn ich die Augen schließe.

Space

Dieser Bildschirmschoner war der Hammer für mich als Weltraum-Fan! Dieser verdammt stylische Screensaver steckte in Windows Plus! 98, ein Upgrade Paket von Microsoft, und war der absolute Knüller – ein Astronaut und ein Satellit schwebten kreuz und quer über den Bildschirm, während am Rand Sterne, ein Planet, ein Weltraumnebel und sogar eine weit entfernte Galaxie zu sehen waren.

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Das absolute Highlight war aber die sich drehende 3D-Raumstation im Zentrum mit unheimlich realistischer Beleuchtung. Space war unter Windows 98 mein Standard-Bildschirmschoner über mehrere Jahre und befeuerte meine kindliche Fantasie: Würde es vielleicht irgendwann in ferner Zukunft Spiele geben, in denen man solche Raumstationen selbst anfliegen und erkunden könnte? Das wäre ja mal was!

3D Pipes

Wie viele Stunden habe ich wohl damit verbracht, einfach nur diesem faszinierenden Labyrinth aus Rohren zuzusehen? 3D Pipes ist einfach ein Klassiker und entfaltete während der Ära von Windows 95 eine absolut hypnotische Suchtwirkung in zahllosen Haushalten!

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Die sich endlos generierenden Rohre in verschiedenen Farben wuselten in zufallsgenerierten Mustern über den Bildschirm und erschufen sensationelle Gebilde. Und wie gut das aussah: Der 3D-Look entstand durch rudimentäre Shader-Berechnung und Beleuchtung und war damit fast schon eine Art Tech-Demo mit echtem Schauwert.

Matrix

Meine Güte, wie cool war bitte dieser Bildschirmschoner? Mit Matrix fühlte ich mich, als würde ich Sonnenbrille und Ledermantel tragen, hätte eine Beretta in jeder Hand und könnte Kugeln in Zeitlupe ausweichen. Nachdem 1998 der erste Matrix-Film für Furore gesorgt hatte, flimmerte dieser legendäre Bildschirmschoner durch sämtliche Büros und Kinderzimmer. Es gab tonnenweise Varianten und Nachahmer-Projekte, die sich in den frühen 2000ern wie ein Lauffeuer verbreiteten.

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Die vertikalen grünen Code-Zeichen sausten wie in der Kinovorlage von oben nach unten über den Monitor. Ich fühlte mich einfach wie der absolute Elite-Hacker, wenn dieses Teil lief. Und dann stellte ich links und rechts vom Monitor meine Neo- und Morpheus-Actionfiguren auf. Und mein jugendliches Herz war glückselig.

Johnny Castaway

Ein Bildschirmschoner, der witzige kleine Geschichten erzählt – was für ein revolutionäres Konzept. Zumindest 1992, als Johnny Castaway rauskam. Dass sich dieser charmante Screensaver ein bisschen wie ein Spiel anfühlt, kommt nicht von ungefähr: Hinter dem Projekt stand die Firma Sierra Online – bekannt für Titel wie Leasure Suit Larry und King's Quest.

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In diesem Bildschirmschoner ist ein Kapitän auf einer einsamen Insel gestrandet, wo er jetzt angelt, Feuer macht und andere Survival-Dinge tut. Und wenn die interne PC-Uhr auf Dezember umstellt, taucht sogar ein Weihnachtsbaum auf! Ab und zu tauchen sogar andere Figuren auf. Johnny Castaway ist einfach eine absolute Legende unter den Bildschirmschonern, die man sich endlos lang anschauen kann.

3D Text

Dieser Bildschirmschoner der Windows-95-Ära war nicht unbedingt der komplexeste oder schönste. Aber er war absolut perfekt, um Leuten Streiche zu spielen! Den in 3D-Grafik umherfliegenden Text konnte man nämlich selbst eintippen.

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Wenn ich also am Computer des Nachbarsjungen namens Tom rein hypothetisch den Satz »Tom stinkt nach Pups« eingetippt hätte, dann wäre »Tom stinkt nach Pups« in riesengroßer Schrift kreuz und quer über den Bildschirm geflogen. Und das wäre dann natürlich absolut zum Brüllen gewesen. Aber sowas würde ich natürlich niemals tun. Ich schwöre.

Jetzt interessiert mich natürlich eure Meinung: Habt ihr auch so gute Kindheitserinnerungen an bestimmte Bildschirmschoner? Welcher ist euer Favorit, der sich in euer Gedächtnis gebrannt hat? Und benutzt ihr vielleicht sogar heute noch Screensaver, obwohl sie inzwischen komplett überflüssig geworden sind? Schreibt es mir gern hier drunter in die Kommentare!


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