Wer keine Lust, immer nur meine GameStar-Artikel zu lesen, der kann mich seit ein paar Wochen auch auf YouTube finden. Dort moderiere ich in wechselnden Abständen mit anderen geschätzten Personen eine News-Show zum Thema Brettspiele. Und auch wenn es nach wie vor etwas seltsam ist, vor der Kamera zu stehen, hat mir ein ganz bestimmtes Gerät von elgato dabei geholfen, zumindest textsicher zu sein.
Dieses Gerät ist ein Muss für meine AufnahmenKamera und Teleprompter in einem
Ich rede über das elgato Conferencing Kit: Einem Teleprompter, auf dessen Rückseite Platz für eine Kamera ist. Ihr könnt den Prompter auch direkt mit einer Cam im Paket kaufen, solltet ihr aber bereits eine gute Kamera besitzen, könnt ihr auch einfach diese einsetzen, doch für Leute wie mich, die noch recht neu im Kosmos der Videoproduktion sind, ist die Kombination der perfekte Einstiegspunkt.
Auf den ersten Blick macht die Ausstattung einen hochwertigen Eindruck. Im Lieferumfang sind neben Prompter und Kamera auch ein Standfuß und ein Gestell für einen Laptop enthalten. Darin befestigt ist ein kleiner USB-Hub mit zwei USB-A und zwei USB-C Ports sowie einem Schnellade-Anschluss. Der Port lässt sich aber auch aus der Verankerung entfernen und anderweitig einsetzen. Praktisch!
Hier kommt ihr zu Kombi aus Prompter und KameraWarum ein Prompter bei Videoaufnahmen enorm viel Zeit spart
Ich arbeite bei meinen News-Folgen mit einem vorgeschrieben Skript. Bevor ich einen Prompter hatte, musste ich mir diese Skripte auf einem Monitor in wahnsinnig großer Schrift anzeigen lassen, damit ich sie überhaupt ablesen kann und musste häufiger auch mal vom Text abweichen. Das Ergebnis: wesentlich längere Aufnahmen, die im Schnitt zu mehr Aufwand geführt haben. Außerdem sahen die Aufnahmen deutlich unprofessioneller aus, da ich die Hälfte der Zeit nicht in die Kamera, sondern auf meinen Text geschaut habe.
Das Conferencing Kit löst dieses Problem äußerst elegant, da ich nun für meinen Text direkt in die Kamera schauen muss und nicht irgendwo anders hin und ich verheddere mich jetzt auch wesentlich weniger in meinen Textzeilen, da ich sie permanent vor Augen habe. Eine Aufnahme, für die ich früher eine Stunde gebraucht hätte, kann ich jetzt innerhalb von 15 Minuten erledigen.
Auch im Schnitt spart es mir Zeit, da ich nun sämtliche Textblöcke einfach hintereinander am Stück aufzeichnen kann und anschließend nur noch längere Pausen wegschneiden muss. So habe ich mehr Zeit für andere Nachbearbeitungen.
Es war selten so einfach, Content zu produzierenDas verwende ich neben dem Kit für meine Videos
Abseits des Prompters mit integrierter Cam verwende ich einen einfachen, ausfahrbaren Greenscreen, zwei LED-Leuchten für besseres Licht und ein Ansteckmikro für den Ton. Alles davon zusammen kostet euch knapp 200 Euro und ist, je nach eurer eigenen Verwendung, auch optional.
Software auf gewohnt hohem Niveau
Dass elgato gute Software hat, haben sie mir persönlich bereits mit dem Stream Deck bewiesen. Das gilt auch für den Camera Hub, über den sich praktischerweise sowohl der Prompter, als auch die Kamera steuern lassen. Die Optionen vielfältig: Zoom, Auflösung und vieles mehr lässt sich bis ins kleinste Detail einstellen.
Dasselbe gilt für den Text im Teleprompter. Dieser lässt sich nicht nur in beliebig viele Kapitel unterteilen, sondern auch in der Laufgeschwindigkeit anpassen. Es gibt auch eine react-to-speech-Funktion, bei der der Text nur weiterläuft, wenn ihr auch tatsächlich sprecht, wie zuverlässig das ist, konnte ich aber nicht ausprobieren.
Die Software liefert alles, was es für einen professionellen Arbeitsflow braucht und bietet mehr, als ich zunächst gedacht hätte. Das einzige Manko ist, dass es nicht möglich ist, Aufnahmen über die App durchzuführen. Ich kann also die Kamera so gut einstellen, wie ich will, für die Aufnahme selbst muss ich trotzdem auf OBS zurückgreifen und dort auch abermals Einstellungen vornehmen. Wenn euch übrigens interessiert, wie die fertigen Videos aussehen, dann schaut einfach hier:
Link zum YouTube-Inhalt
Wofür das Conferencing Kit alles geeignet ist
Ihr fragt euch jetzt vielleicht, wozu das alles gut sein soll, wenn man selbst keine Videos aufnehmen will. Aber Es gibt noch mehr Anwendungsbereiche. Streamer können etwa ihren Chat auf den Teleprompter auslagern. Da dieser wie ein zusätzlicher Bildschirm funktioniert, könnt ihr darauf so gut wie alles projizieren, was euch so einfällt. Das kann auch bei Meetings praktisch sein: Ihr könnt eure Präsentation auf den Prompter legen und kommt nicht in die Verlegenheit mit den Augen zwischen Kamera und Präsentation zu wechseln.
Egal, im beruflichen oder privaten Kontext: Ein Teleprompter macht wesentlich häufiger Sinn, als ihr vielleicht denkt und es ist auch kein Zufall, das elgato das Kit vor allem mit dem Bezug auf Meetings im beruflichen Kontext vermarktet. Aber wie ihr das Gerät einsetzt, bleibt ganz euch überlassen.
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