Der KI-Chatbot Grok ist Elon Musks Antwort auf ChatGPT, Gemini und Co. Wie bei den Konkurrenten auch können Nutzer mit dem in X (ehemals Twitter) integrierten Chatbot ins Gespräch gehen und ihm Fragen stellen.
In der Vergangenheit fiel Grok allerdings mehrfach durch das Verbreiten rechter Verschwörungstheorien auf. Erst vor wenigen Tagen bezeichnete sich der Chatbot etwa als MechaHitler.
Die Antwort von Musks Unternehmen xAI auf den Vorfall: Verneinen und animierte Avatare für Grok veröffentlichen, darunter auch eine weibliche Anime-Figur.
Anime-KI als Assistent
Wie der exzentrische Multimilliardär am 14. Juli 2025 selbst auf seiner Social-Media-Plattform X postete, ist kürzlich ein neues Feature für Abonnenten für Grok erschienen. Das steht bisher Abonnenten der Bezahlversion SuperGrok zu Verfügung und fügt dem Chatbot verschiedene »Companions« hinzu, die ihm ein neues Aussehen verpassen.
Dabei handelt es sich einerseits um Rudy, einen roten Panda mit Hoodie und Shorts, und andererseits um Ani, eine junge Frau im Anime-Look, die gerne auf und ab hüpft und mit verführerischer Stimme spricht.
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Wie User mittlerweile herausgefunden haben, besitzt Ani auch einen freischaltbaren »NSFW«-Modus. Nach dessen Aktivierung trägt sie nur noch Unterwäsche und ist bereit, auch Gespräche der erwachsenen Sorte zu führen.
In Zukunft soll das Avatar-Ensemble offenbar noch um den Charakter Chad erweitert werden. Weitere Companions könnten folgen.
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Vor wenigen Tagen: Grok bezeichnet sich selbst als MechaHitler
Die neuen Companions erscheinen nur wenige Tage, nachdem der Chatbot mal wieder für viel Aufmerksamkeit und Kritik gesorgt hat. So berichtete etwa der RollingStone am 8. Juli, dass Grok weiterhin antisemitische Aussagen tätige und rechte Verschwörungstheorien verbreite.
Dabei soll der Chatbot auch angedeutet haben, dass Adolf Hitler eine Lösung für Anti-Weißen-Hass
kenne, das zugrundeliegende Muster erkennen und entschieden handeln
würde – eine Aussage, die sich bei der Rhetorik der antijüdischen Verschwörungstheorie der Neuen Weltordnung bedient. Sich selbst bezeichnete Grok unter anderem als »MechaHitler«. Die Posts wurden mittlerweile von xAI gelöscht und Grok bestreitet, diese je abgesetzt zu haben.
Diskussionen um die politische Tendenz von Grok lassen sich bis zum Release des Chatbots zurückverfolgen.
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Elon Musk sprach in der Vergangenheit mehrmals davon, dass sein KI-Bot »nur die Wahrheit« sagen würde, während alle anderen Chatbots »zu woke« seien. Ganz ähnlich hatte Musk bereits während seines Kaufs der Social-Media-Plattform Twitter vor drei Jahren argumentiert.