Enttäuschende Verkaufszahlen beim iPhoneX - Samsung fährt OLED-Produktion stark zurück

Weil sich das iPhoneX bislang enttäuschend verkauft hat, reagiert Samsung und fährt die Produktion von OLED-Displays deutlich zurück.

von Sara Petzold,
21.02.2018 16:40 Uhr

Apples iPhone X blieb bislang bei den Verkaufszahlen hinter den Erwartungen zurück.Apples iPhone X blieb bislang bei den Verkaufszahlen hinter den Erwartungen zurück.

Gut dreieinhalb Monate nach Marktstart steht fest: Das iPhone X hat sich bislang deutlich schlechter verkauft als von Apple prognostiziert. Trotz versuchter Innovationen wie etwa der Gesichtserkennung Face ID und dem OLED-Display meldet der Hersteller eine stark verringerte Nachfrage nach dem Smartphone-Flaggschiff. Das bringt aber nicht nur Apple selbst in Schwierigkeiten, sondern auch den koreanischen Konzern Samsung, der die OLED-Displays für das iPhone X liefert.

Ursprünglich hatte Samsung mit Apple eine Vereinbarung getroffen, laut der der koreanische Hersteller für das iPhone X OLED-Displays zum Preis von etwa 93 Euro pro Stück liefern sollte. Weil Apple Verkaufszahlen von 130 Millionen iPhone Xs prognostizierte, hatte Samsung die OLED-Produktion sogar ausgebaut, wie der Stern berichtet.

Samsung verkalkuliert sich mit vermeintlichem Milliardendeal

Jetzt bleibt Samsung aber auf einer Masse an überproduzierten OLED-Displays sitzen, weil sich das iPhone X deutlich schlechter verkauft als erwartet. Darüber hinaus setzen derzeit außer Apple nur wenige Smartphone-Hersteller auf OLED - aus Kostengründen verbauen sie lieber günstige LCD-Bildschirme.

Laut einer Mitteilung von Reuters (via Winfuture) hat Samsung deshalb die OLED-Produktion deutlich zurückgefahren: Im ersten Quartal 2018 wollen die Koreaner in der Süd-Chungcheong-Fabrik statt 45 bis 50 Millionen Displays nur noch 20 Millionen oder sogar weniger produzieren. Samsung trägt mit diesem Schritt der Nachricht Rechnung, dass Apple die iPhone-X-Produktion für das erste Quartal 2018 etwa halbieren wird.

An der Börse verlor der Aktienkurs von Samsung Electronics infolge dieser Meldung um 2,3 Prozent, aber auch andere OLED-Hersteller (wie Hodogaya Chemical aus Japan) mussten Kurseinbrüche hinnehmen. Samsung selbst hat bislang noch keine Produktionsziele für das zweite Quartal bekannt gegeben, ein offizieller Kommentar des koreanischen Herstellers steht ebenfalls noch aus.


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