Mit einem Tag Verzögerung soll heute die Proba-3-Mission der Europäischen Weltraumorganisation ESA vom indischen Weltraumzentrum in Sriharikota aus starten.
Ziel der Mission ist die Beobachtung der Sonnenkorona. Sie bildet den äußeren Kranz der Sonne und wird in der Regel durch das helle Licht der Sonne verdeckt.
Während einer totalen Sonnenfinsternis ist die Korona der Sonne sichtbar. Da das Himmelsereignis im Schnitt bloß alle 18 Monate auftritt und nur wenige Minuten andauert, wollen die Forscher mit Satelliten eine Sonnenfinsternis simulieren.
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Eine kontrollierte Sonnenfinsternis
Proba-3 besteht aus zwei Satelliten, die sich laut Plan 18 Minuten nach dem Start der Mission voneinander trennen. Dabei sollen sie genau 150 Meter Abstand während der ganzen Mission einhalten.
Die Satelliten entfernen sich am äußersten Punkt der elliptischen Umlaufbahn mehr als 60.000 Kilometer von der Erde. Damit befinden sie sich laut ESA näher an der Sonne als jede Beobachtungsmission vorher.
Die Satelliten haben dabei spezifische Aufgaben.
- Die Aufgabe des ersten Satelliten ist es, das Sonnenlicht zu blocken, um so einen Schatten auf den 150 Metern entfernten zweiten Satelliten zu werfen.
- Instrumente zur Beobachtung der Korona der Sonne sind in den zweiten Satelliten integriert. Mit ihrer Hilfe können die Forscher bis zu sechs Stunden an Beobachtungsdaten pro Erdumlauf aufzeichnen.
Experimente zum Formationsflug
Zusätzlich plant ESA, Experimente zum Formationsflug durchzuführen. Ziel ist es, Informationen von beiden Satelliten so zu nutzen, als ob sie Teil eines einzigen 150 Meter großes Raumschiffs seien.
Die neue Methode soll es zukünftigen Missionen erlauben, Instrumente von mehreren Plattformen im Weltraum effektiv zu nutzen.
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