»Meine CPU dreht durch«: Neues Firefox-Update steht wegen KI-Feature in der Kritik - Mozilla reagiert

Mozilla hat ein neues KI-Feature zum Firefox-Browser hinzugefügt, das offenbar für eine hohe CPU-Auslastung sorgen kann.

Mozillas aktuelles KI-Feature sorgt bei der Community für einen Sturm der Entrüstung. Mozillas aktuelles KI-Feature sorgt bei der Community für einen Sturm der Entrüstung.

Update vom 14. August 2025: Mozilla hat sich mit einer Stellungnahme zum Sachverhalt geäußert. Gute Nachrichten: Das Problem gilt laut den Entwicklern als endgültig behoben.

Es hat ein paar Tage gedauert, aber inzwischen ist der Spuk mit der erhöhten CPU-Auslastung im Firefox-Browser zumindest vorläufig vorbei.

Mozilla erklärte uns in einer Mitteilung die Problematik wie folgt:

Wir arbeiten daran, die Suchfunktion in der Adressleiste zu verbessern, sodass Nutzende bereits besuchte Webseiten wiederfinden können, ohne sich an Teile der URL oder des Seitentitels erinnern zu müssen.

Während der schrittweisen Einführung dieses Features, das Informationen ausschließlich lokal auf dem Gerät verarbeitet, trat ein unerwartetes Performance-Problem auf.

Nachdem uns Meldungen über diese Probleme, die in unseren Tests nicht aufgetreten sind, erreicht haben, wurde die Einführung rückgängig gemacht. Der Fehler sollte damit behoben sein. Wir arbeiten bereits an einer vollständigen Lösung.

Heißt auch: Ein richtiger Bugfix ist das noch nicht, aber immerhin lauft ihr nicht Gefahr, eine heiß laufende CPU auf die ohnehin schon brühenden Sommertemperaturen draufzuschlagen.


Originalartikel vom 11. August 2025: Im vergangenen Juli hat Mozilla ein Update für den Firefox-Browser eingeführt.

Die prominenteste Neuerung in Version 141.0 sind die »KI-Tabs«.

Genau die werden in sozialen Medien derzeit als Hauptverursacher einer erhöhten CPU-Auslastung gesehen, die schon bei wenigen Tabs bei einigen Nutzern jenseits von Gut und Böse liegt.

Automatische Organisation von Tabs

Mozilla stellt die KI-Tabs in den zugehörigen Releasenotizen wie folgt vor:

Jetzt kann Firefox euch helfen, eure Tabs automatisch organisiert zu halten. Ein lokales KI‑Modell erkennt ähnliche Tabs, ordnet sie automatisch in Gruppen ein und schlägt sogar Gruppennamen vor.

Video starten 16:02 Smart-Ring als Alternative zur Smartwatch? Das müsst ihr unbedingt vorher wissen!

Als Teil einer schrittweisen Verteilung des Features haben sich die Proteste entsprechend erst allmählich hochgeschaukelt. Im Mozilla-Subreddit werden die Kritiker nun besonders laut.

Denn wie mehrere Nutzer festgestellt haben, ist seit Update 141 eine enorm hohe CPU-Auslastung in den Büchern. Die Auslastung, die teils sinnbefreite 130 Prozent ausweist, ist dabei in einem »Inference«-Prozess zu finden - und der soll für die genannten KI-Tabs stehen.

Dieser Prozess scheint auch Voraussetzung zu sein, damit der Firefox-Browser nach Update 141 überhaupt läuft. Wird dieser zwangsweise beendet, quittiert nämlich auch das Programm den Dienst; nach einem Neustart schaltet sich auch der Inference-Prozess wieder ein.

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»Bitte hört damit auf«

Entsprechend laufen Firefox-Nutzer vermehrt Sturm gegen das Feature - schließlich dreht die CPU aktuell hohl, wie es ein weiterer Reddit-Beitrag beschreibt.

Auch die Tatsache, dass Mozilla nun auf den KI-Zug im Allgemeinen aufspringt, bekommt im selben Beitrag ihr Fett weg: Solche KI-Features sind einfach nur »Pferdemist«.

Immerhin scheint das CPU-Verhalten nicht beabsichtigt zu sein, wie ein Mozilla-Mitarbeiter in den Kommentaren und dem zugehörigen Bug-Thread bestätigt.

  • Ein kleiner Trost: Die tatsächliche CPU-Auslastung liegt wohl eher bei 75 und nicht bei 100 (und mehr) Prozent.
  • Zudem verspricht der Mozilla-Mitarbeiter, dass man inzwischen »alle notwendigen Tools zur Verfügung hat, um das Problem langfristig zu beheben«.
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