Fitbit Edge vs. Fitbit Air: Google hat jetzt zwei günstige Wearables – für wen lohnt sich der Kauf?

Das Fitbit Edge scheint die Lücke zwischen der Pixel Watch und dem Fitbit Air gekonnt zu schließen.

Google bietet zwei Wearables für unter 200 Euro an. Welches lohnt sich für euch? (Bildquelle: tamjaii9, Paolo - Adobe Stock) Google bietet zwei Wearables für unter 200 Euro an. Welches lohnt sich für euch? (Bildquelle: tamjaii9, Paolo - Adobe Stock)

Google hat das neue Fitbit Edge vorgestellt. Ein smartes Fitnessarmband mit einem 1,34 Zoll großen AMOLED-Farbdisplay. Zur Erinnerung: Beim Fitbit Air müsst ihr gänzlich auf ein Display verzichten.

Neben dem offensichtlichen Unterschied gibt es noch weitere Details, die die beiden Geräte teils stark unterscheiden.

Die Spezifikationen und Preise
Hier aufklappen
Funktion / FeatureFitbit Edge (Neu)Fitbit Air
Display1,34"-AMOLED-Farbdisplay mit Haptik-TasteKein Display (Reines Tracking am Handgelenk)
Echtzeit-FeedbackHerzfrequenz, Tempo, Distanz & Benachrichtigungen auf dem GerätNur Auswertung nachträglich in der App
GPSIntegritertes GPS (verbesserter Datensatz) & HöhenmesserNur Connected GPS (erfordert Smartphone)
Erweiterte SensorenEKG-App + HauttemperatursensorBasis-Gesundheits- und Aktivitätssensoren
AkkulaufzeitBis zu 7 Tage (Schnellladen: 5 Min. = 1 Tag)Sehr lange Laufzeit (durch fehlendes Display)
Akku-BesonderheitAustauschbarer Akku (erstmals bei Fitbit)Fest verbauter Akku
Smart-FeaturesGoogle Maps, Mediensteuerung, Anrufe & Text-InfosKeine Smart-Display-Funktionen
Preis (UVP)ab 179,99 Euro99 Euro

Fitbit Edge vs. Fitbit Air: Hier liegen die größten Unterschiede

Die Vorteile des Displays liegen auf der Hand beziehungsweise am Handgelenk: Neben der Uhrzeit können Gesundheitsdaten wie Herzfrequenz (und -zonen), Pace, Trainingszeit und vieles mehr abgelesen werden.

Somit ist auch kein Smartphone erforderlich, um ein entsprechendes Workout manuell zu starten – oder darauf zu hoffen, dass die automatische Erkennung funktioniert.

Ein weiterer Vorteil: Das Fitbit Edge verfügt im Gegensatz zum Air-Modell über ein GPS-Modul. Beim Laufen oder Radfahren kann das Armband die Strecke also problemlos ohne Smartphone aufzeichnen. Google Maps soll »demnächst« auf dem Armband verfügbar sein.

Unter der Haube gibt es ebenfalls Unterschiede: Das Edge bietet eine EKG-App für Herzrhythmusprüfungen sowie Funktionen zur automatischen Erkennung unnormaler Herzfrequenz- oder Gesundheitstrends.

Während beim Edge ein Mehrkanal-PPG-Sensor zum Einsatz kommt, der potenziell eine höhere Genauigkeit ermöglicht, verbaut Google beim Air einen Standard-Sensor.

Dafür muss das Fitbit Edge auf vereinzelte Features verzichten, darunter: Stressmanagement-Index, Stimmungsprotokoll sowie Achtsamkeitsübungen.

Bei der Akkulaufzeit sind sich die beiden Geräte laut Datenblatt ebenbürtig. Beide smarten Armbänder sollen bis zu sieben Tage am Handgelenk durchhalten. Dabei ist anzumerken, dass die genannte Laufzeit beim Air-Modell aufgrund des fehlenden Displays realistischer erscheint.

Das Edge erlaubt dafür den einfachen Akkutausch zur Verlängerung der Lebensdauer.

Fitbit Air von Google
Fitbit Air von Google
Aktivitäts-, Schlaf- und Fitnesstracker ohne Display
Fitbit Edge von Google
Fitbit Edge von Google
Aktivitäts-, Schlaf- und Fitnesstracker mit Display

Für wen lohnt sich der Kauf?

Auf Papier hat das Edge-Modell also klar die Nase vorn. Allerdings bedienen die Wearables zwei unterschiedliche Zielgruppen.

Das Fitbit Edge lohnt sich für euch, wenn ihr …

  • … beim Training stets die Werte im Blick behalten wollt.
  • … GPS ohne Handy nutzen möchtet.
  • … auf Apps und Musiksteuerung (keine Speicherung) am Handgelenk zurückgreifen möchtet.
  • … viel Wert auf Langlebigkeit setzt (austauschbarer Akku)

Das Fitbit Air lohnt sich für euch, wenn ihr …

  • … euch nicht von einem Display ablenken lassen wollt.
  • … viel Wert auf eine lange Akkulaufzeit legt.
  • … ihr lieber eine analoge Uhr tragt (und nicht zusätzlich eine Smartwatch tragen wollt).
  • … nicht mehr als 100 Euro ausgeben möchtet.

Ob ihr ein iPhone oder Android-Smartphone euer Eigen nennt, spielt bei der Wahl im Übrigen keine Rolle. Beide Wearables sind sowohl mit Android als auch mit iOS kompatibel.


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