Als ich vor etwas über zwei Jahren damit angefangen habe, regelmäßig ins Fitnessstudio und Laufen zu gehen, habe ich gleich nach passenden Apps gesucht, die mir etwas Struktur ins Training bringen. Davor habe ich nämlich nur sporadisch Sport gemacht und vor allem völlig ohne Plan.
Dabei hat es nicht lange gedauert, bis ich auf das wohl größte Problem bei Fitnessapps gestoßen bin: Es gibt schlichtweg zu viele. Zwar versprechen alle mehr oder weniger das perfekte Trainingsangebot, aber mit völlig unterschiedlichen Ansätzen und Funktionen.
Weil viele der Apps nicht die gewünschten Features hatten oder nur mit Bezahlabo auskamen, habe ich die Apps schneller gewechselt als meine durchgeschwitzten Klamotten nach dem Training.
16:02
Smart-Ring als Alternative zur Smartwatch? Das müsst ihr unbedingt vorher wissen!
Irgendwann habe ich sogar DIY-Projekte von Hobby-Entwicklern und Vibecodern auf Reddit und GitHub ausprobiert, nur um am Ende doch auf die Standard-Software meiner Smartwatch zu setzen.
Seit drei Monaten bin ich davon jedoch endlich weg und setze stattdessen auf eine clevere Kombination aus verschiedenen Apps, die für mich die ideale Lösung für mein gesamtes Training darstellt. Das Herzstück bildet die Allrounder-App OpenVitlas, die nicht nur kostenlos, sondern auch Open Source ist.
Meine Empfehlung: OpenVitals mit Health Connect
Allgemeine Gesundheits-Apps gibt es wie Sand am Meer. Anbieter wie Google, Apple, Samsung oder Garmin setzen dabei auf eigene Ökosysteme, die meist streng auf die Features der eigenen Smartwatches angepasst sind.
Das war auch der Grund, weshalb ich meine erste Smartwatch mit der OnePlus-Fitness-App genutzt habe und zuletzt vollkommen auf Samsung Health für meine Galaxy Watch8 setzte.
Da mir bei Samsung jedoch einige Funktionen gefehlt haben – vor allem die vielfältigen und präzisen Anpassungsmöglichkeiten der Sportprogramme –, habe ich lange nach einer Alternative gesucht. Mit OpenVitals denke ich, diese nun gefunden zu haben.
Die Anwendung läuft komplett lokal auf dem Smartphone und bietet eine minimalistische, aber geniale Benutzeroberfläche, die mit ihrem Kachel-Design an Google Health erinnert. Je nach Bedarf kann ich die Kacheln zu meinen bisherigen Schritten, den verbrannten Kalorien und meinen aktuellen Körperwerten in der Anwendung bequem anpassen.
Hier zeigt sich auch schon die Vielfalt der App: Neben den üblichen Tracking-Funktionen kann ich auch angeben, wie viel Wasser ich bereits getrunken habe, wie meine Kalorienaufnahme aussieht oder welche Nährstoffe ich abgedeckt habe – etwa Proteine, Fette oder Ballaststoffe.
Um meine Tageswerte in die App zu bekommen, kann ich entweder direkt in der Oberfläche der Anwendung die passenden Werte eintragen oder OpenVitals über Health Connect mit den Fitness-Diensten meines Handys verbinden.
Bei der Anwendung handelt es sich nämlich um eine Art Dashboard für Health Connect, das die wichtigsten Informationen meiner Gesundheitsanwendungen in einer Oberfläche bündelt. Etwa meine Jogging-App für Work-outs oder die bisherigen Daten aus meiner Trink-Erinnerungs-App.
Um mein gesamtes Training abzudecken, setze ich aktuell auf eine Kombination von OpenVitals mit Gainsfire und der Adidas-Running-App. Beide Anwendungen sind kostenlos erhältlich und erlauben es mir, präzise Fitnesspläne in mein tägliches Training einzubauen.
Deshalb setze ich auf eine App-Kombination
Wenn ihr beim Sport ein bestimmtes Ziel verfolgt – wie Muskelaufbau oder das Reduzieren von Körperfett –, nützt euch der beste Fitnesstracker wenig, solange ihr euer Training nicht mit einem durchdachten Plan kombiniert.
Falls ihr jedoch keine Lust auf stundenlange Analysen und eine komplizierte Einarbeitung in die Materie habt, empfehle ich euch, zusätzlich zu euren Gesundheitsanwendungen spezialisierte Trainings-Apps zu nutzen.
Die für mich beste App zum Joggen stammt von Adidas
Die Adidas-Running-App ist aus meiner Sicht die wohl beste Lauf-App, für die ihr kein Geld ausgeben müsst. Alles, was ihr benötigt, ist ein Adidas-Account, was zwar unschön ist, aber vernachlässigbar.
Im Zentrum der Anwendung steht der Ausdauersport: Joggen, Powerwalking und verwandte Disziplinen. Ihr könnt eure Einheiten entweder ganz klassisch aufzeichnen lassen oder gezielt nach fertigen Work-out- und Trainingsplänen trainieren.
Ein gutes Beispiel dafür ist das Programm »Fünf Kilometer für Anfänger«, das ich aktuell gemeinsam mit meiner Partnerin absolviere. Das Ziel ist es, Schritt für Schritt die ersten fünf Kilometer am Stück zu laufen. Der Trainingsplan steigert die Intensität dynamisch und wechselt zwischen schnellen Laufeinheiten und gezielten Ruhepausen.
Das Tempo des Trainingsplans lässt sich dabei flexibel anpassen. Zudem gibt es unterhaltsame Zusatzmodi wie Musik- und Story-Läufe, bei denen sich der Ablauf dynamisch an ausgewählte Lieder oder Hörgeschichten anpasst.
Auch die Ausstattung kann sich sehen lassen: Herzfrequenz-Tracking, ein integrierter Sprachcoach für ungestörtes Laufen mit dem Smartphone in der Tasche, Live-Tracking, Countdowns für nahtlose Intervallübergänge sowie eine Streckenvisualisierung inklusive Höhenprofil machen die App zu einem echten Allrounder.
Ein weiteres Plus ist der ausgeprägte Community-Aspekt mit regelmäßigen Herausforderungen. Derzeit nehme ich beispielsweise an einer Challenge teil, bei der es darum geht, zwei Wochen lang täglich laufen zu gehen. Egal, wie weit oder wie schnell – Hauptsache, man bleibt im Rhythmus.
Adidas macht aber natürlich auch nicht alles perfekt. Die recht präsente Eigenwerbung innerhalb der App kann nerven, und auch den Anmeldezwang sehe ich kritisch. Zudem könnte die Streckenansicht ein optisches Update vertragen.
Das ist am Ende natürlich Geschmackssache. Im Bereich der komplett kostenlosen Anwendungen gibt es nach meiner Erfahrung allerdings kaum Alternativen, die einen vergleichbar großen Funktionsumfang bieten.
Das optimale Körper-Work-out mit Gainsfire
Mit Gainsfire stellt ihr euch euer persönliches Trainingsprogramm aus einer großen Auswahl an Übungen zusammen. Wenn ihr nach spezifischen Kombinationen sucht, erfordert das zu Beginn eventuell etwas Recherche.
Alternativ wählt ihr einfach die gewünschte Muskelgruppe aus – beispielsweise den Rücken – und fügt die passenden Einheiten eurem Plan hinzu. In der Auswahl könnt ihr gezielt auf die Übungen setzen, die euch am effektivsten voranbringen, oder euch schlicht die Einheiten herauspicken, die euch am meisten Spaß machen.
Besonders für Einsteiger ist das ein hervorragender Ansatz, der bei mir gut funktioniert hat: Tastet euch schrittweise an das Thema heran, beginnt mit den Übungen, die euch leichtfallen, und steigert nach und nach die Dauer eures Work-outs.
Auch bei Gainsfire ist ein Benutzerkonto erforderlich. Danach könnt ihr die App direkt mit Health Connect verknüpfen, um das Zusammenspiel in eurem Fitness-Setup zu vervollständigen.
Ohne das richtige Gadget nützt die beste App nichts
Um beim Sport die maximale Unterstützung durch Technik zu bekommen, gilt für mich eine einfache Formel: Ohne das passende Gadget bringt die beste App nichts – und ohne eine gute App ist das teuerste Messgerät nutzlos.
Ob ihr dabei auf einen modernen Fitness-Ring setzt oder euch eine klassische Smartwatch kauft, bleibt am Ende euch überlassen. Das ist schlicht eine Frage des persönlichen Tragekomforts. Ich persönlich bin etwa ein großer Fan von Smartwatches, wohingegen mein Gym-Kumpel das Gefühl einer Uhr am Handgelenk beim Training regelrecht hasst.
Wie gut meine gezeigte App-Kombination für euch funktioniert, hängt natürlich von euren individuellen Sportgewohnheiten ab. Wer ausschließlich ins Fitnessstudio geht, aber Laufen verabscheut, braucht selbstverständlich keine Anwendung wie Adidas Running.
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Warum ich diese Kombination dennoch für mein perfektes Setup halte: Die drei Anwendungen belegen kaum Speicherplatz auf dem Smartphone und decken zusammen nahezu jeden Trainingsbereich ab – ganz egal, ob intensives Krafttraining, ein spontaner Radausflug oder eine entspannte Wanderung.
Da es auf dem Markt allerdings eine gigantische Auswahl an Fitness-Software gibt, interessiert mich eure Erfahrung: Habt ihr eine absolute Lieblings-App für den Sport oder gibt es Anwendungen, vor denen ihr eher warnen würdet? Hinterlasst mir dazu gerne einen Kommentar!



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