Bei dem Fotowettbewerb »Nikon Small Worlds« wurden verschiedenste mikroskopische Bilder aus der Natur vorgestellt und geehrt. Manche von ihnen sind so schön, dass man sie fast schon in einer Kunstgalerie erwarten würde, andere davon haben sicher die Chance, sich in manchen Albtraum einzuschleichen.
Besonders ein Bild sorgte auf den sozialen Plattformen für Aufsehen, da es auf den ersten und vielleicht auch auf den zweiten Blick ziemlich erschreckend aussieht. Um folgende Aufnahme geht es:
Was auf den ersten Blick aussieht, als käme es aus einer Art Science-Fiction-Horror-Film, ist die vielfach vergrößerte Aufnahme einer Ameise, genauer gesagt von dem Gesicht einer Ameise.
Man könnte meinen, es handelt sich um ein eindeutiges Gesicht mit Mund, Augen und Augenbrauen, aber der Schein trügt.
Keine Augen, sondern Antennen
Der Fotograf Dr. Eugenijus Kavaliauskas zeigt auf dem Bild » Ant (Camponotus)« das Gesicht einer Ross- oder auch Holzameise. Was erst bei näherer Betrachtung auffällt: Die roten Punkte, die man zuerst als Augen identifizieren könnte, sind nur die Basis der Antennen. Was hingegen aussieht wie Augenbrauen, sind die Antennen selbst.
Der Fotograf hat sich unserer Vermutung nach bewusst dafür entschieden, die Ränder seines Bildes abzudunkeln, um von den echten Augen abzulenken. Die Vergrößerung, die als »5x (Objektivvergrößerung)« angegeben wird, stellt die Augen nämlich deutlich größer dar als die sichtbaren roten Punkte.
Vergleicht man das Bild mit einem etwas weniger vergrößerten Bild und klar erkennbaren Augen am Rand, sieht man genauer, welchen Ausschnitt Dr. Kavaliauskas uns zeigt:
Beim direkten Vergleich wird deutlich, dass die scheinbaren Augen des linken Bilds tatsächlich zu den Antennen der Ameise gehören.
Gewinner des Nikon Small Worlds-Wettbewerbs
Das Bild der Ameise wurde im Wettbewerb in der Kategorie »Image of Destinction« ausgezeichnet. Diese soll Bilder ehren, die es weder in die Top 20 noch in die Anerkennungen (Honorable Mentions) geschafft haben.
Die Gewinner des Wettbewerbs sind Grigorii Timin und Dr. Michel Milinkovitch, die einen Fuß eines großen madagassischen Taggeckos im embryonalen Zustand eingereicht haben:
Zum Gewinnerbild hatte die Jury folgendes zu sagen:
»Timin bündelte meisterhaft Bildgebungstechnologie und künstlerische Kreativität und verwendete hochauflösende Mikroskopie und Bildnähe, um diese Art von Phelsuma grandis Taggecko einzufangen.«
Auch die anderen Teilnehmer des Small Worlds-Wettbewerbs haben beeindruckende Fotografien von Brustgewebe, Insekten, Blutgefäßen und vielem mehr gezeigt:
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Wenn euch Bilder aus der Natur genauso begeistern wie uns, dann schaut gerne noch bei diesem Artikel vorbei:
Komplette Galaxie auf einem Foto: James-Webb-Teleskop liefert nie dagewesene Bilder aus dem All
Welche Bilder haben euch am meisten gefallen? Findet ihr die Nahaufnahme der Ameise gruselig? Von was würdet ihr gern eine mikroskopische Aufnahme sehn? Schreibt es und gerne in die Kommentare!
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