Der Vizepräsident von Apple Music Oliver Schusser hat in einem Billboard-Podcast-Interview ungewohnt offen über das von Musikstreaming-Diensten so oft geforderte »Lossless Audio«-Format gesprochen.
Seine Kernaussage: Die meisten Nutzer hören den Unterschied zwischen verlustfreiem und komprimiertem Audio schlichtweg nicht – und das beeinflusst auch, wie Apple das Feature bewirbt.
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Lossless kein Verkaufsargument – Spatial Audio in der Hauptrolle
Apple Music stellt seit 2021 seinen kompletten Katalog ohne weiteren Aufpreis in Lossless-Qualität bereit. Hierfür gibt es zwei Stufen, die sich in reguläres Lossles (24 Bit/48 kHz) und Hi-Res Lossless (24 Bit/192 kHz) aufteilen.
Trotzdem spielt das verlustfreie Audioformat in den Werbeüberlegungen von Apple Music – im Gegensatz zu Spatial Audio – kaum eine Rolle, was laut dem Vizepräsidenten Oliver Schusser einfach daran liegt, dass Hörer den Unterschied kaum merken.
Aber was sie nicht merken, ist dass Lossless über Bluetooth nicht funktioniert. Sprich, wenn du eine kabellose Verbindung hast, funktioniert das Lossless-Format nicht. Und in den Zeiten von AirPods und kabellosen Köpfhoren [...] merken die meisten Leute das einfach nicht.
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Spatial Audio funktioniert dagegen nach einer anderen Logik: Der räumliche Klangeffekt erschließt sich akustisch für durchschnittliche Nutzer sofort – unabhängig vom Ausgabegerät, da Spatial Audio »auf so ziemlich jedem Gerät« funktioniert.
Apple Music ohne Free-Tier – weiterhin Absicht
Auf die Frage nach einem werbefinanzierten Gratis-Tier – wie es Spotify und Amazon Music anbieten – blieb Schusser übrigens bei der bekannten Apple-Linie: Apple Music bleibt ein reiner Bezahldienst.
Die grundlegende Strategie setze demnach auf Qualität, enge Partnerschaften mit Künstlern sowie die Integration in das Apple-Ökosystem.
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