Da ich schon aufgrund des wechselhaften Wetters diesen Sommer nicht ständig am Badesee sein kann, müssen die vielen Fruchtfliegen wieder aus meiner Wohnung verschwinden. Oder wenn sie zumindest weniger würden, wäre das auch schon eine große Hilfe.
Um das Ziel zu erreichen, lasse ich zwei unterschiedliche Ansätze gegeneinander antreten: Technik einerseits und ein altes Hausmittel andererseits.
Warum das Hausmittel der klare Sieger ist, erfahrt ihr in diesem Artikel.
Trotz aller Vorkehrungen: Fruchtfliegen finden meine Wohnung toll
Sie schwirren überall herum und sind auch auf meinem Essen, wenn ich nicht aufpasse. Und das allen Vorkehrungen zum Trotz. Dazu zählen das Abdecken von Obst, Brot und Co. und ein verschließbarer Kompostabfall, um alle Duftquellen und Vermehrungsmöglichkeiten zu beseitigen.
So zumindest der Plan, aber: die Fruchtfliegen sind dennoch scharenweise in meine Wohnung.
Das Aufsaugen von Fruchtfliegen funktioniert leider auch nicht sehr gut. Verschließt man den Schlauch nicht, krabbeln sie munter wieder heraus. Und bei beutellosen Staubsaugern ist es generell nicht zu empfehlen.
Gelbfallen, die mir sonst immer gegen Trauermücken helfen, umfliegen die Fruchtfliegen bei mir gekonnt.
Sind UV-Fruchtfliegen-Vernichter der Tipp des Sommers gegen die fiesen Fliegen?
Im Internet bin ich auf sogenannte UV-Fruchtfliegen-Vernichter gestoßen. Klingt brutal, und das ist es auch für die Fruchtfliegen. Aber sie stören mich von Tag zu Tag mehr.
Ein UV-Leuchtmittel lockt die Fruchtfliegen in ihr Verderben: Das unter Spannung stehende Metallblech im Fruchtfliegen-Vernichter eliminiert die Insekten mit Hochspannung in der Theorie sofort.
Die UV-Insekten-Vernichter gibt es im Wesentlichen in zwei Varianten: zum direkten Anschließen an die Steckdose sowie mit Batterie oder Akku.
Ich probiere beides. Ich habe mir je einen batterie- und einen netzbetriebenen Insektenbeseitiger der Marke Gardigo gekauft.
Die mobile Variante ist ideal für meinen Mini-Flur, der keine Steckdose hat. Den einen nutze ich also mit vier AA-Batterien ausgestattet, den anderen an einer Steckdose.
Beide werden mein Fruchtfliegenproblem lösen. So meine Vorstellung. Zufrieden arbeite ich weiter am PC. Nach einer Stunde sehe ich nach. Die Ausbeute erledigter Fruchtfliegen ist …
… ähm, ja. Die mobile Variante konnte bisher keine Fruchtfliege erledigen.
Der Insektenbeseitiger an der Steckdose hat eine Fruchtfliege erlegt. Liegen trifft es dabei ziemlich gut: Die Fruchtfliege liegt rücklings auf dem Boden im Inneren des Insektenbeseitigers. Mit den Beinen strampelnd kämpft sie um ihr Leben.
Ich kann das nicht mitansehen. Ich stecke die Fluginsektenabwehr aus und schüttle die Fliege heraus, um sie von ihrem Leid zu erlösen.
Funktioniert besser im Dunkeln
So schnell gebe ich nicht auf, das muss doch irgendwie funktionieren.
Ich versuche es mit verschlossener Tür. So ist im Raum dunkel und die Fruchtfliegen werden eher vom UV-Licht angelockt. Entsprechend empfiehlt es auch der Hersteller in der Bedienungsanleitung.
Stunden vergehen. Die Ausbeute ist weiterhin null Fruchtfliegen. Gegen Abend sehe ich noch mal nach: Die Steckdosenvariante hat mittlerweile sechs Fruchtfliegen eliminiert.
Ein Anfang, aber sechs erledigte Fruchtfliegen sind nichts gegen die schätzungsweise noch 70 Stück, die sich weiterhin munter in meiner Wohnung tummeln. Den mobilen Fruchtfliegen-Beseitiger fand weiterhin keines der Obstinsekten spannend.
Ich teste weiter, aber auch in den nächsten Tagen helfen mir die Insektenvernichter nicht wesentlich dabei, meine Fruchtfliegen-Plage in den Griff zu bekommen.
Hausmittel erledigen die Fruchtfliegen zuverlässiger
Ich greife schließlich auf ein bewährtes Hausmittel gegen Fruchtfliegen zurück. Eine Duftfalle. Die ist schnell und kostengünstig hergestellt: Sirup, etwas Wasser und ein Tropfen Spülmittel in einem Gefäß. Der Sirup lockt die Fruchtfliegen an.
Das Spülmittel bricht die Oberflächenspannung. Die Fruchtfliegen kommen nicht mehr heraus und ertrinken. Sofort erledigt sind die Insekten so nicht, aber die Duftfalle ist das Einzige, was bei mir wirklich geholfen hat.
Statt Sirup funktioniert auch Saft, Essig, Wein oder eine Zucker-Hefemischung als Lockmittel.
Lebendfalle als Alternative
- Einen Apfel oder ein anderes Lockmittel in ein Gefäß geben
- Frischhaltefolie über den Gefäßrand straff ziehen und mit einem Gummiband befestigen
- Löcher in die Folie stechen
Die Fruchtfliegen schlüpfen durch den Apfel angelockt über die Löcher in der Folie in das Gefäß. Heraus finden sie dagegen nicht mehr. Die lebendig gefangenen Fruchtfliegen könnt ihr anschließend draußen freilassen.
Zeit für ein Fazit
UV-Fruchtfliegen-Vernichter klingen in der Theorie toll. In der Praxis lässt ihre Effektivität aber leider zu wünschen übrig. Die klassische Duftlockfalle Marke Eigenbau beseitigt Obstinsekten wesentlich zuverlässiger.
Technische Gadgets sind etwas Tolles, wenn sie tatsächlich einen Mehrwert bieten – in dem Fall könnt ihr euch das Geld und den Strom für die UV-Geräte meiner Erfahrung nach aber ganz klar sparen.
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