Galaxy S26: Samsung-Fans sind sauer, weil ein Knackpunkt seit Jahren kaum besser wird

Samsung verzichtet auf signifikante Hardware-Upgrades bei den Kameras – es gibt sogar ein kleines Downgrade.

Die Flaggschiffe von Samsung überzeugen schon seit Jahren mit der Bildqualität ihrer Handykameras. Einige Fans wünschen sich dennoch Verbesserungen, vor allem auf Hardware-Ebene. (Bildquelle: Samsung) Die Flaggschiffe von Samsung überzeugen schon seit Jahren mit der Bildqualität ihrer Handykameras. Einige Fans wünschen sich dennoch Verbesserungen, vor allem auf Hardware-Ebene. (Bildquelle: Samsung)

Die neuen Samsung Galaxy S26-Handys sind da und wieder einmal gibt es bei der Kamera-Hardware kaum Veränderungen. 

Das ist schon fast eine gute Nachricht, weil Downgrades, wie etwa der Verlust des optischen 10x-Zoom in der Ultra-Serie, bei Samsung nicht ausgeschlossen sind.

Leider ist auch das Samsung Galaxy S26 Ultra dem Rotstift nicht entkommen. Bei der 3x-Kamera gibt es keine Verbesserung, sondern eher eine kleine Verschlechterung – zumindest auf dem Papier.

Häufig gestellte Fragen
Was ist eigentlich ein Bildsensor?

Der Bildsensor ist ein flaches Bauteil aus Halbleitermaterial, das direkt hinter der Linse eurer Kamera sitzt. Seine Oberfläche besteht aus Millionen von lichtempfindlichen Fotodioden.

Sobald ihr ein Foto macht, trifft Licht auf diese Dioden. Der Sensor misst dabei lediglich zwei Dinge: Wie viel Licht kommt an und welche Farbe hat es? Diese Informationen werden in elektrische Impulse umgewandelt und an den Bildprozessor weitergeleitet, der daraus die fertige Bilddatei berechnet. 

Er ist also das Bauteil, das die analoge Welt (Licht) in die digitale Welt (Daten) übersetzt. 

Warum die Größe oft wichtiger ist als die Megapixel-Zahl

Die Bildqualität hängt bei Smartphones massiv davon ab, wie sauber die Informationen sind, die der Sensor erhält. Die Sensorgröße spielt hierbei aus drei Gründen die Hauptrolle:

  • Signalqualität: Ein größerer Sensor bietet mehr Fläche, um Licht einzufangen. Je mehr echtes Licht (Informationen) zur Verfügung steht, desto weniger muss die Software das Bild künstlich aufhellen. Das verhindert Bildrauschen und sorgt für natürlichere Farben.
  • Einzelpixel-Leistung: Die Megapixel-Zahl gibt nur an, in wie viele Punkte das Bild unterteilt wird. Bei einem kleinen Sensor mit extrem vielen Megapixeln muss jeder einzelne Punkt winzig sein. Große Sensoren erlauben größere Einzelpixel, die wesentlich präziser arbeiten und weniger Fehler bei der Lichtmessung machen.
  • Optische Tiefenschärfe: Die Größe des Sensors beeinflusst direkt die physikalische Brennweite und den Schärfebereich. Mit einem großen Sensor erhaltet ihr einen natürlichen Unschärfe-Effekt im Hintergrund, der optisch korrekt berechnet wird, anstatt ihn von einer KI nachträglich ins Bild rechnen zu lassen.

Eine hohe Megapixel-Zahl liefert euch zwar theoretisch mehr Details beim Reinzoomen, aber ein großer Sensor liefert euch die bessere Bildqualität bei jedem einzelnen dieser Pixel – besonders dann, wenn die Sonne mal nicht scheint.

Fans sind enttäuscht über Sensorgröße

Ein großer Bildsensor korreliert mit verbesserter Bildqualität. 

Seit dem S22 Ultra kommt für die 3x-Kamera ein winziger 1/3.52-Zoll-Sensor zum Einsatz und das hat sich seitdem nicht geändert. 

Das neue Flaggschiff hat jetzt sogar einen marginal kleineren 1/3.94-Zoll-Bildsensor, obwohl sich Kamera-Enthusiasten seit Langem genau das Gegenteil wünschen. Die Auflösung von 10 Megapixeln bleibt unverändert.

Der Größenunterschied ist zwischen 1/3.52 und 1/3.94 Zoll zwar vernachlässigbar – einzelne Pixel schrumpfen von 1.12 µm auf 1.0µm – aber es ist eben dennoch ein Downgrade.

Für Samsung-Fans ist die Enttäuschung eben groß, weil die Konkurrenz längst signifikant größere Bildsensoren für Kameras mit ähnlicher Brennweite (Zoom) verwendet.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt von Reddit, der den Artikel ergänzt.
Du kannst ihn dir mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Reddit angezeigt werden.

Personenbezogene Daten können an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Link zum Reddit-Inhalt

Sensorgröße
Samsung Galaxy S26 Ultra1/3.94 Zoll (3x)
Honor Magic7 Pro1/1.4 Zoll (3x)
Vivo X200 Ultra1/1.4 Zoll (3.7x)
Xiaomi 17 Ultra1/1.4 Zoll (3.2-4.3x)

Auch hinter dem 5x-Periskop-Objektiv des Samsung Galaxy S26 Ultra steckt ein vergleichsweise kleiner 1/2.52-Zoll-Bildsensor. Zum Beispiel bietet das Xiaomi 15 Ultra bei der 4.3x-Periskop-Kamera einen Sensor, der etwa so groß ist wie der von der Hauptkamera des neuen Samsung-Flaggschiffes.

Was bedeutet das in der Praxis?

Wahrscheinlich gar nichts. 

Das kleine Downgrade zum Vorgänger ist zwar nicht erfreulich, dürfte aber bei den finalen Fotos keinen Unterschied machen. 

Es enttäuscht allerdings viele, dass Hardware-Verbesserungen bei Samsung immer weiter in den Hintergrund rücken und von Generation zu Generation Software-Neuerungen ins Rampenlicht gerückt werden. 


Mehr zur neuen Samsung-Galaxy-S26-Serie:


Duy Linh Dinh
Duy Linh Dinh

Meinung des Autors: Genau wie beim Google Pixel 10a gefallen mir solche Releases nicht. Sie geben mir das Gefühl, dass führende Unternehmen erkannt haben, dass sie kaum oder gar nichts verbessern müssen, um eine neue Modellreihe zu rechtfertigen; sie werden ja so oder so verkauft.

Samsung geht sogar einen Schritt weiter – aber rückwärts. Der Tech-Gigant testet, wie weit sogar kleine Downgrades akzeptiert werden. 

Aber ich muss auch ehrlich sein. In einigen Aspekten ergibt die Nutzung von eher kleineren Bildsensoren sogar Sinn:

- Crop-Faktor: Kleine Bildsensoren haben einen größeren Crop-Faktor. Einfach ausgedrückt, ist es mit ihnen leichter, größere Zoomstufen mit einem kleineren Objektiv zu erreichen.

- Größenvorteil: Große Sensoren benötigen eben großes Glas. Nicht jeder möchte ein Handy mit riesigen Kamera-Hügel auf der Rückseite besitzen. 

- Schärfentiefe: Die meisten Handys können die Schärfentiefe nicht steuern, weil sie keine manuelle Blende haben, um die Menge des eintretenden Lichts zu verringern. Kleine Bildsensoren haben eine große Schärfentiefe, die vor allem bei Makroaufnahmen von Vorteil sein kann.

- Computational Photography: Handys gleichen schon seit Jahren ihre physischen Limits mit cleveren Algorithmen und in jüngster Zeit auch mit maschinellem Lernen aus. Obwohl Samsung, Apple und Google kleinere Bildsensoren in ihren Handys verbauen, schneiden sie in Tests zufriedenstellend ab und die Bildqualität kommt gut bei der Community an.

Vor allem der letzte Punkt ist wichtig. Es ist schon verdammt beeindruckend, was die Handyhersteller aus diesen kleinen Bildsensoren herauskitzeln können. Aber der komplette Verzicht auf Hardware-Verbesserungen ist am Ende verschenktes Potenzial. 

Denn stellt euch vor, wozu diese beeindruckenden Algorithmen erst in der Lage wären, wenn sie auf einer wirklich modernen Hardware-Basis arbeiten dürften.

zu den Kommentaren (0)

Kommentare(0)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.