Turtle Beach bricht mit der neu angekündigten Command Series MC7 erneut die Regeln des Maus-Designs. Während ich das integrierte Touch-Display eher skeptisch sehe, könnte ein anderes Feature den Standard für kabellose Nager endlich auf 2027 vorbereiten.
Eigentlich dachte ich, wir hätten bei Gaming-Mäusen alles gesehen: von luftig leichten Löcher-Designs bis hin zu Joysticks an der Seite. Doch Turtle Beach geht mit der Command Series MC7 einen Schritt weiter. Sofort ins Auge springt ein 2,25 Zoll großes Command-Touch-Display an der Daumenseite.
Doch ist das eine reine technische Spielerei oder hat das Display einen echten Mehrwert? Ich habe mir das Konzept im Schnellcheck angesehen.
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Spannend, aber wer guckt da hin?
Für mich ist die MC7 ein zweischneidiges Schwert. Ich finde das Design zwar interessant und die Ergonomie macht ebenfalls einen soliden Eindruck, aber ich zweifle stark am praktischen Nutzen des Displays.
Wenn ich mit meinem Spielcharakter in einem Bossfight stecke und gerade ums Überleben kämpfe, ist das Letzte, was ich mache, den Blick vom Monitor abzuwenden, um auf meinen rechten Daumen zu starren.
Die Idee, OBS-Szenen oder Systemdaten dort abzulesen, ist für Streamerinnen und Streamer zwar ein nettes Gimmick, aber für den klassischen Spieler ist es ein bisschen drüber. Es ist quasi ein faszinierendes Stück Technik, das ein Problem löst, das wir ohne es gar nicht hatten.
Der wahre Star: Das Hot-Swap-Akkusystem
Während das Display die wohl größte Aufmerksamkeit beim Betrachten bekommt, ist es ein anderes Feature, das mich wirklich überzeugt und das ab 2027 ohnehin essenziell wird: Ein Akku, der im laufenden Betrieb gewechselt werden kann.
Ab nächstem Jahr gibt es gesetzliche Vorgaben, die das leichte Austauschen von Akkus bei kabellosen Geräten gewährleisten müssen.
Die meisten Gaming-Mäuse, bei denen der Akku getauscht werden kann, sind solche mit AA-Batterien. Das System der Command Series MC7 erinnert aber eher an Technik, wie wir sie in erster Linie von Gaming-Headsets wie dem SteelSeries Arctis Nova Elite (Test) kennen.
Hier hat Turtle Beach bei mir voll ins Schwarze getroffen. Anstatt mit Ladekabeln herumzuhantieren, wechsle ich bei der neuen Turtle-Beach-Maus einfach den Akku. Ein Zweitakku und eine Ladestation sollen im Lieferumfang enthalten sein.
Durch die Akkutechnik und vor allem durch das Display ist die Maus aber auch etwas schwerer als andere Gaming-Mäuse 2026. 135 Gramm sind viel, wenn man bedenkt, dass einige Modelle inzwischen unter 40 Gramm wiegen.
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Selbst Gaming-Mäuse, die mit AA-Batterien betrieben werden, sind in der Regel leichter:
- Logitech G305 Lightspeed: ca. 99 Gramm (mit einer Lithium-Batterie lässt sie sich auf etwa 89 Gramm drücken)
- Razer Orochi V2: 73 Gramm (kann wahlweise mit einer AA oder einer AAA-Batterie betrieben werden.
- Razer Viper V3 HyperSpeed: 82 Gramm (die Maus aus dem Video über diesem Abschnitt)
- Corsair Katar Pro Wireless: 96 Gramm
- Razer Basilisk V3 X HyperSpeed: 109 Gramm
Wer aber sowieso Präzensionsspieler ist, wird sich am höheren Gewicht vielleicht sogar erfreuen.
Die technischen Eckdaten auf einen Blick:
- Sensor: Owl-Eye 30K Optical (bis zu 30.000 DPI)
- Polling-Rate: Echtes 8.000 Hertz Wireless (8K)
- Display: 2,25-Zoll Command Touch für Makros, Profile und System-Stats
- Akku: Hot-Swap-System mit 2 x 1.000 mAh Akkus (ca. 10 bis 15 Stunden pro Akku)
- Switches: Titan Optical Switches (150 Mio. Klicks)
- Gewicht: 135 Gramm
- Preis: 160 Euro (UVP)
Durch das integrierte Display ist die Akkulaufzeit mit zehn bis 15 Stunden eher bescheiden. Gut, man kann den Akku eben tauschen und hat dann noch mal bis zu 15 Stunden, aber selbst zusammengerechnet ist das für eine moderne Gaming-Maus wenig.
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