Galaxy Watch 6 im Test: Perfekt für alle, die noch keine Smartwatch haben

Die Galaxy Watch 6 macht einen guten Eindruck, ist aber nicht für jeden zu empfehlen.

Ich habe die Galaxy Watch 6 rund 14 Tage getestet. Ich habe die Galaxy Watch 6 rund 14 Tage getestet.

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Ich habe die Galaxy Watch 6 rund 14 Tage am Handgelenk getragen und sie hat sich zu keinem Zeitpunkt wie neu angefühlt. Der Grund: Ich trage seit etwa 12 Monaten eine Watch 5 Pro von Samsung.

Ein Problem nehme ich an dieser Stelle vorweg: Wer von einer Watch 4 oder Watch 5 umsteigen will, sollte sich das gut überlegen. Die Neuerungen gegenüber dem Vorjahresmodell muss man schon mit der Lupe suchen.

Was die Uhr sonst auf den Kasten hat und warum ich sie vorrangig Neueinsteigern empfehle, erzähle ich euch in meinem Testbericht.

Samsung Galaxy Watch 6
Samsung Galaxy Watch 6
Die Samsung Galaxy Watch 6 ist eine klassische Smartwatch mit all ihren Vor- und Nachteilen. Sie hinterlässt einen sportlichen Eindruck und das Display weiß dank dünnen Rändern und 2000 Nits in der Spitzenhelligkeit sehr zu gefallen.

Sucht ihr allerdings nach einem Dauerläufer, wird die Watch 6 von Samsung nicht eure erste Wahl sein. Rund zwei Tage sind bei moderater Nutzung drinnen. Treibt ihr Sport, nutzt die Schlaffunktionen der Uhr und aktiviert Always On, geht bereits nach etwas mehr als einem Tag der Saft aus.

Trotzdem kann ich sie vor allem Smartwatch-Neueinsteiger empfehlen, die nach einer guten Smartwatch Ausschau halten. Auch wenn Samsung alte Fehler wiederholt, so bietet die Uhr eine Fülle an Funktionen. Das gesamte Spektrum aber leider nur mit einem Samsung-Smartphone.

Besitzer einer Watch 4 oder Watch 5 warten besser auf das nächste Modell.
  • Sehr schönes und helles Display
  • Sportliches Design, hoher Tragekomfort
  • Viele Funktionen
  • Sehr Hochwertig
  • Armbänder älterer Modelle werden unterstützt
  • Stimmiges Preis-/Leistung-Verhältnis
  • Akkulaufzeit könnte besser sein
  • Einige Funktionen nur mit Samsung-Smartphone
  • Kaum Neuerungen im Vergleich zum Vorgänger
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Was habe ich getestet?

Samsung hat mir die Galaxy Watch 6 für 14 Tage zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme auf diesen Testbericht oder eine Verpflichtung zur Veröffentlichung des Testberichts fand nicht statt.

Das Design der Galaxy Watch 6 gefällt mir

Ich hatte keine großen Erwartungen, als ich das Wearable auspackte. Dennoch war ich positiv überrascht.

Das Aluminiumgehäuse umschließt den feinen Rahmen im Inneren. Insgesamt wirkt die Uhr sehr hochwertig.

Am Handgelenk hinterlässt die Galaxy Watch 6 einen sportlichen Eindruck, was natürlich auf das mitgelieferte Sportarmband zurückzuführen ist. Im direkten Vergleich mit der Watch 5 und der Watch 4 fallen zudem die dünneren Displayränder positiv auf.

Samsung hat mir das silberne LTE-Modell mit 44 Millimetern zur Verfügung gestellt, was für mein Handgelenk groß genug ist. Größer darf es für meinen Geschmack aber nicht sein.

Müsste ich mich entscheiden, würde ich bei der Watch 6 Classic zum 43 Millimeter-Modell greifen.

Zurück zum Standardmodell: Beim Display hat Samsung dieses Jahr wirklich nicht gespart. Mit 2000 Nits Spitzenhelligkeit erreicht die Watch 6 einen sehr guten Wert und zieht mit der Apple Watch Ultra gleich.

Bei direkter Sonneneinstrahlung ist alles noch sehr gut ablesbar und die hohe Helligkeit lässt beim Joggen und Wandern keinen Frust aufkommen.

Für mehr Komfort beim Armbandwechsel sorgt der neue OneClick-Mechanismus. Mit einem kleinen Knopf auf der Rückseite des Armbandes werden die beiden Stifte eingezogen und das Armband kann abgenommen werden.

Mit diesem neuen Mechanismus scheint es derzeit verschiedene Probleme zu geben. So berichten Nutzer auf Reddit, dass sich der Knopf auf der Rückseite zu leicht betätigen lässt und sich das Armband dadurch ungewollt vom Gehäuse löst.

Dieses Problem konnte ich bei der Galaxy Watch 6 jedoch nicht nachvollziehen. Um das Armband zu entfernen, musste ich ausreichend Druck auf den Knopf ausüben, nicht zu stark, aber auch nicht zu leicht. Ich habe die Smartwatch beim Sport und beim Schlafen getragen. Zu keinem Zeitpunkt hat sich das Armband unbeabsichtigt gelöst.

Übrigens sind die Armbänder früherer Generationen lobenswerterweise immer noch kompatibel.

Debüt von Wear OS 4

Gut, äußerlich gibt es kaum Unterschiede zu den Vorgängermodellen. Wear OS 4 macht doch den Unterschied, oder? Weit gefehlt!

Die auf Wear OS 4 basierende One UI Watch 5 unterscheidet sich in Details von der Vorgängerversion. Bei der Bedienung und den Ansichten bleibt (fast) alles wie gewohnt und im Alltag fällt das neue Update kaum auf. Die Neuerungen finden sich vorrangig unter der Haube.

Wear OS 4 Der größte oder sogar einzige Unterschied, liegt bei den Einstellungen der Kacheln.

Wear OS 3.5 Wear OS 4 sieht seinem Vorgänger verdammt ähnlich.

Daran ändert auch der neue Exynos W930-Prozessor nichts. In meiner Wahrnehmung kommt es noch immer zu vereinzelten Rucklern, gerade beim Neustart und beim Öffnen von Apps, die längere Zeit nicht geladen wurden.

Im direkten Vergleich zur Pixel Watch oder der Apple Watch Series 7 fällt das deutlicher auf.

Nicht falsch verstehen: Das ist absolut kein Beinbruch und das Gefühl eines flüssigen OS bleibt die meiste Zeit erhalten. Dennoch möchte ich diesen Punkt im Rahmen des Tests nicht unerwähnt lassen.

Zur Seite stehen dem Prozessor außerdem 2 GByte Arbeitsspeicher sowie 16 GByte interner Speicher für Apps und persönliche Daten.

Sensoren, Fitness und Schlaftracking

Auch die Sensorik hat sich im Vergleich zur fünften Generation der Smartwatch nicht verändert, zumindest beim Standardmodell der Watch 6. Die Galaxy Watch 6 Classic kommt zusätzlich mit einem 3D-Hall-Sensor, der die Position der physischen Lünette ermittelt.

Diese fehlt beim Standardmodell und wird durch die digitale Lünette kompensiert.

Zurück zu den Sensoren. In der Summe stehen euch sieben zur Verfügung:

  • Samsung BioActive Sensor: Optische Herzfrequenz, elektrisches Herzsignal und bioelektrische Impedanzanalyse
  • Temperatursensor
  • Beschleunigungsmesser
  • Barometer
  • Gyroskop
  • Geomagnetischer Sensor
  • Lichtsensor

Das Armband lässt sich mit einem Klick abnehmen. Das Armband lässt sich mit einem Klick abnehmen.

Der Temperatursensor wurde bereits in die Watch 5 Serie integriert. Mit Wear OS 4 und der App Thermo Check erhält der Sensor eine neue Anwendung, die exklusiv für die Watch 6 Serie ist. Mit der Uhr können Oberflächentemperaturen gemessen werden.

Außerdem kann die Smartwatch beim Eintauchen die Wassertemperatur messen. Zusätzlich kann die Hauttemperatur über Nacht gemessen werden.

Apropos Nacht: Wie ihre Vorgänger bietet die Smartwatch dank Sensoren unter anderem die Möglichkeit, den Schlaf zu überwachen, genauer gesagt die Gesamtschlafzeit, die Wachzeit und den Schlafzyklus.

Mit Wear OS 4 steht auch ein Schlafcoach zur Verfügung, der die Schlafgewohnheiten analysiert und hilft, diese besser zu verstehen.

Mit der Watch 5 Pro habe ich rund 30 Tage lang meinen Schlaf überwacht und einen Schlafforscher befragt. Alle wichtigen Details zum Interview gibt es hier:

Die Samsung und Apple Watch haben 60 Tage meinen Schlaf kontrolliert

Auch bei den Fitnessfunktionen bleibt (fast) alles beim Alten. Optional liefert die Uhr bei der Körperzusammensetzung Messwerte zur eigenen Muskulatur sowie zum Körperwasser- und Körperfettanteil.

Neu sind die fünf personalisierten Herzfrequenzzonen, die auf Basis der von der Smartwatch analysierten Fitness zusammengestellt werden. In der Praxis funktioniert diese Funktion erstaunlich gut.

Wichtige Gesundheitsfunktionen weiterhin nur für Galaxy-Smartphones

Wichtige Gesundheit-Features wie EKG und Blutdruckmessung bekommt ihr nur im Zweiergespann, soll heißen: Ihr braucht zur Galaxy Watch 6 ein passendes Samsung-Smartphone.

Diese Funktionen habe ich zusammen mit den Fitness- und Schlaffunktionen in meinem Erfahrungsbericht zur Watch 5 Pro ausführlich getestet und im Detail beschrieben. Da sich an den genannten Features nichts geändert hat, verweise ich auf diesen Artikel:

Nach 7 Jahren Apple Watch trage ich jetzt eine Smartwatch von Samsung - mein Fazit nach 3 Monaten

Neu bei der Watch 6 ist der HR Alert, der sich derzeit noch im Zertifizierungsprozess befindet. Diese Funktion warnt vor ungewöhnlich hohen oder niedrigen Herzfrequenzen.

Akkulaufzeit und Aufladen

Im Vergleich zur Watch 5 Pro ist die Akkulaufzeit deutlich schlechter. Mit der Pro-Version der fünften Generation komme ich bei moderater Nutzung auf drei Tage, mit der Watch 6 mit Mühe und Not auf zwei Tage.

Wenn ich alle Funktionen wie Always On und GPS einschalte, jogge und meinen Schlaf tracke, habe ich etwas mehr als einen ganzen Tag zur Verfügung.

Hier bewegen wir uns zwar in Smartwatch-typischen Werten, eine längere Laufzeit wäre dennoch eine willkommene Verbesserung gewesen.

Der 425-mAh-Akku lässt sich über das magnetische Ladepad oder via Reverse-Wireless-Charging auf einem Smartphone aufladen. Innerhalb von 30 Minuten bewegt sich der Akkustand knapp vor der 50-Prozent-Marke. Nach etwas weniger als einer Stunde ist die Uhr vollständig aufgeladen.

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Das Kabel zum Aufladen befindet sich im Lieferumfang, ein Netzteil hingegen nicht.

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