Mini-PC für Nintendo-Klassiker im Gameboy-Gehäuse mit Farb-Display

Das GPi-Case sieht aus wie ein Gameboy, es ist aber ein Raspberry Pi Zero-Gehäuse mit Farb-Display, das dem Handheld-Klassiker erstaunlich nahe kommt.

von Manuel Schulz,
23.10.2019 20:18 Uhr

Das GPi Case sieht annähernd aus wie der klassische Nintendo Gameboy. (Bild: Retroflag) Das GPi Case sieht annähernd aus wie der klassische Nintendo Gameboy. (Bild: Retroflag)

Für Fans des ersten Nintento-Handhelds gibt es jetzt ein Raspberry Pi Zero-Gehäuse, das aussieht wie ein alter Gameboy. Bei genauerem Blick fallen allerdings einige Unterschiede auf. Das Display kann anders als das Original auch Farben wiedergeben und es gibt zusätzliche Tasten.

Bis auf diese Details wurde das Nintendo-Design so gut wie möglich kopiert. Wo früher »NINTENDO GAME BOY« stand, liest man jetzt »RETROFLAG GPi CASE« - selbst der Schriftzug »Dot-Matrix with Stereo Sound« über dem Bildschirm wurde übernommen.

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Als Bildschirm kommt beim GPi Case jedoch keine einfarbige Dot-Matrix, sondern ein 2,8-Zoll-Farb-LC-Display zum Einsatz. Gedacht ist das Case für den Raspberry Pi Zero und den Pi Zero W, die in ein separates Gehäuseteil gesteckt werden, das an eine Spielmodul für den damaligen Gameboy erinnert.

Mit in dieses Modul wird auch die Speicherkarte eingesetzt, auf der die Spiele gespeichert werden, Die es auf zahlreichen Portalen kostenlos zum Download gibt. Allerdings ist der Download von vermarkteten ROMs verboten. Es gibt jedoch zahlreiche ROMs, die unter freier Lizenz stehen.

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Wie beim Original gibt es ein Steuerkreuz, eine Start- und eine Select-Taste sowie die Tasten A und B. Zusätzlich kommen noch die Tasten X und Y hinzu, wie es sie beim NES oder SNES gab und die vom SNES bekannten L und R Schultertasten, die beim GPi Case etwas in der Rückseite verbaut sind.

NES- und SNES-Titel auch spielbar

Damit ist die portable Retro-Konsole nicht nur für Gameboy-Titel sondern auch für NES- und SNES-Spiele geeignet. Wie der Gameboy wird auch das GPi Case unterwegs über AA-Batterien gespeist, mit dreien passt in das Gehäuse jedoch eine weniger als in den Klassik-Handheld von 1989.

Das etwas über 60 Europ teure GPi Case von allen Seiten. (Bild: Retroflag) Das etwas über 60 Europ teure GPi Case von allen Seiten. (Bild: Retroflag)

Über einen Micro-USB-Port auf der Rückseite können Systemzugriffe und mögliche Firmware-Updates für den Raspberry Pi durchgeführt werden. Der Port ist von der Batterieklappe verdeckt und damit unauffällig.

Alexa und Google Assistant als Wanze eingesetzt

Drehrädchen an den Seiten kontrollieren die Display-Helligkeit und die Lautstärke des GPi Case und wie beim Gameboy befindet sich mittig unten ein 3,5mm-Klinken-Anschluss für Kopfhörer. Über dem Helligkeitsregler gibt es zudem einen direkten Stromanschluss, sodass man nicht auf Batterien angewiesen ist.

Zu kaufen gibt es das Display im Amazon-Shop des Onlineversand Retroflag für umgerechnet etwas über 60 Euro. Nicht enthalten im Paket ist der Raspberry Pi, der in der Wireless-Version jedoch gerade einmal etwa 20 Euro kostet.


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