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Gaming PC zusammen stellen und bauen - Die besten Spiele-Rechner ab 550 Euro, November 2018

Gaming PC Selbstbau-Komponenten 2018 – wir empfehlen 5 Selbstbau-PCs von 550 bis 1.500 Euro mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis für Spieler.

von Nils Raettig,
02.11.2018 16:06 Uhr

Selbstbau-PCs - Die wichtigsten Grundregeln für euren neuen Spiele-Rechner 7:41 Selbstbau-PCs - Die wichtigsten Grundregeln für euren neuen Spiele-Rechner

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Kaufberatung Gaming PCs November 2018 - Intel Core-i9-CPUs und Nvidias RTX 2070

Nils Raettig
@nraettig

Wer sich derzeit einen neuen Spiele-PC kauft, der sieht sich mit Blick auf die Auswahl eines passenden Prozessors immer noch mit recht hohen Preisen bei Intels aktuellen Coffee-Lake-CPUs konfrontiert. Da die neuen Core-i-9000-Modelle noch teurer sind als die Core-i-8000-CPUs, empfehlen wir weiterhin in allen Konfigurationen primär AMDs Ryzen-Prozessoren. Nvidias inzwischen verfügbare Geforce RTX 2070 hat es dagegen in unseren 1.500-Euro-PC geschafft, weil sie kaum teurer als die GTX 1080 und tendenziell etwas flotter ist.

Beim nächsten Update sind vermutlich bereits die neue Radeon RX 590 und Nvidias GTX 1060 mit GDDR5X- statt GDDR5-Speicher verfügbar, die sich potenziell für unsere Mittelklasse-PCs anbieten. Ich bin schon gespannt, wer dieses Duell für sich entscheiden kann. Mein Tipp lautet AMD, Gewissheit können aber natürlich erst unabhängige Benchmarks bringen. Sobald die Karten verfügbar sind, findet ihr sie natürlich auf GameStar.de.

Hinweis:

Die hier dargestellten Empfehlungen sind mit so genannten Affiliate-Links versehen. Mit einem Kauf über einen dieser Links erhalten wir vom jeweiligen Anbieter eine kleine Provision. Auf den Preis oder unsere Wahl der Empfehlungen hat das keine Auswirkung, wobei die Angebote nicht notwendigerweise dem niedrigsten Preis auf dem Markt entsprechen.

550-Euro-PC

Modell

ca. Preis

CPU

Ryzen 3 1200

80 Euro

CPU-Kühler

- (bei der CPU mitgeliefert)

0 Euro

Mainboard

Asus Prime B350 Plus

70 Euro

Arbeitsspeicher

Crucial Ballistix Sport LT - 8,0 GByte Kit

70 Euro

Grafikkarte

PowerColor Radeon RX 570 Red Dragon - 4,0 GByte VRAM

160 Euro

HDD

Western Digital Blue - 1.000 GByte

40 Euro

SSD

Kingston A400 SSD - 120 GByte)

25 Euro

Gehäuse

Cooltek TG-01 Basic

45 Euro

Netzteil

be quiet! Pure Power 11 - 400 Watt

55 Euro

Insgesamt

545 Euro

Unser Einsteiger-PC bietet genügend Leistung, um aktuelle Spiele in Full HD-Auflösung mit mittleren bis hohen Details flüssig darzustellen und schont dabei noch den Geldbeutel. Die Kombination aus flotter Radeon RX 570 und einem Ryzen-3-Prozessor mit vier Kernen sorgt für viel Performance pro Euro, auch wenn in anspruchsvolleren Spielen einige Grafikoptionen nicht auf der höchsten Stufe stehen.

• Prozessor Sockel AM4 – Ryzen 3 1200

An dieser Stelle haben wir lange Zeit Pentium-Prozessoren empfohlen, weil sie zu den günstigsten Intel-CPUs gehören und dank virtueller Kernverdoppelung trotz nur zwei Kernen durchaus noch zum Spielen geeignet sind. Da aber einerseits die Preise von Intel-Prozessoren derzeit recht hoch liegen und Spiele andererseits tendenziell immer weniger gut mit einer Dual-Core-CPU laufen, empfehlen wir nun AMDs Ryzen 3 1200 für etwa 80 Euro.

Sein Turbotakt liegt zwar bei relativ niedrigen 3,4 GHz, dank vier Kernen und aktueller Zen-Architektur von AMD spielt es sich mit dem Ryzen 3 1200 aber dennoch gut. Ist das Budget sehr eng, kommt auch der Athlon X4 950 für 30 Euro weniger in Frage. Er setzt zwar auf eine ältere Architektur mit schlechterer Energieeffizienz, in Spielen ist er aber nicht viel langsamer als der Ryzen 3 1200.

Bei Intel gibt es vier echte Kerne erst ab den Core-i3-Modellen der aktuellen Coffee-Lake-Generation (beziehungsweise Core i5 im Falle des Vorgängers Kaby Lake), aufgrund der Preise wäre eine solche CPU aber derzeit zu teuer für den 550-Euro-PC.

• Prozessorkühler – beim Prozessor mitgelieferter Boxed-Kühler

Um etwas mehr Geld für die in Spielen sehr wichtige Grafikkarte übrig zu lassen, verzichten wir bei dem 550 Euro-PC auf einen zusätzlichen Prozessorkühler und setzen stattdessen auf das bei der CPU mitgelieferte Boxed-Modell von AMD.

In weniger gut belüfteten Gehäusen und bei dauerhafter Spielelast kann der Boxed Kühler im Top-Blower-Format aber schon hörbar aufdrehen. Eine günstige und leisere Alternative ist der Tower-Kühler Arctic Freezer 7 Pro Rev. 2 für etwa 17 Euro.

• Mainboard Sockel AM4 – Asus Prime B350 Plus

Das günstige Asus-Board mit dem B350-Chipsatz überzeugt mit guter Ausstattung inklusive sechs SATA3- und zwei USB-3.1-Schnittstellen (Typ-A). Das Mainboard besitzt einen M.2-Port, der dank vier PCIe-3.0-Leitungen entsprechende SSDs besonders schnell anbindet. Falls euch die Leistung des vorgeschlagenen Ryzen-3-Prozessors in der Zukunft nicht mehr ausreicht, könnt ihr auch andere Ryzen-CPUs mit mehr Kernen nachrüsten. Ist ein passendes BIOS installiert, gilt das auch für die aktuellen Ryzen-2000-Prozessoren.

• Arbeitsspeicher DDR4-2666 – Crucial Ballistix Sport LT / 8,0 GByte Kit

In vielen Spielen reichen 4,0 GByte RAM zwar immer noch aus, um ausreichend flüssig zocken zu können. Einige Titel machen mit nur 4,0 GByte RAM aber schon keinen Spaß mehr. Daher setzen wir im 550-Euro-PC auf 8,0 GByte. Der Crucial-Speicher ist dabei mit 2.666 MHz getaktet und bietet ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, für späteres Aufrüsten bleiben zwei RAM-Slots frei. Achtet allerdings darauf, dass der RAM-Takt der Speicherriegel auch korrekt im BIOS eingestellt ist, da es vorkommen kann, dass das Mainboard nicht von selbst erkennt, welchen Takt der RAM unterstützt.

• Grafikkarte – PowerColor Radeon RX 570 Red Dragon / 4,0 GByte VRAM

Die im Einsteigerbereich interessantesten Kandidaten von Nvidia und AMD sind aus unserer Sicht die Geforce GTX 1050 Ti sowie die Radeon RX 570 mit jeweils 4,0 GByte VRAM. Die RX 570 ist dabei etwas flotter unterwegs als die 1050 Ti. Da ihr Preis in den letzten Wochen deutlich gefallen ist und sie damit wieder in den Regionen der GTX 1050 Ti liegt, empfehlen wir aktuell die AMD-Grafikkarte. Die RX 570 Red Dragon von PowerColor bietet eine gute Kühllösung zum fairen Preis von etwa 160 Euro. Für das Spielen in Full HD genügen die 4,0 GByte RAM und die Leistung in der Regel problemlos.

Für etwa 20 Euro Aufpreis ebenfalls eine Option: AMDs nochmal flottere Radeon RX 580. Unterhalb von 200 Euro gibt es sie derzeit nur in der Variante mit 4,0 GByte VRAM, für Full HD reicht diese Menge an Videospeicher aber in der Regel aus.

• Festplatte – Western Digital Blue / 1,0 TByte

Mit Blick auf die Datenträger gibt es aus unserer Sicht zwei empfehlenswerte Varianten für einen PC in diesem Budget: Entweder ihr kombiniert die hier vorgeschlagene große HDD (1.000 GByte) mit einer kleineren SSD für Windows und ein paar Spiele (120 GByte, siehe auch den nächsten Abschnitt), was etwas höhere Ladezeiten in den Spielen mit sich bringt, die ihr aus Platzgründen auf der HDD installieren müsst. Oder ihr entscheidet euch nur für eine mittelgroße SSD mit etwa 500 GByte, was zwar insgesamt weniger Speicherplatz, aber mehr flotten Flashspeicher für kürzere Ladezeiten in Spielen bedeutet.

Entscheidet ihr euch für die erste Variante, stellen die Blue-Modelle von Western Digital mit 7.200 Umdrehungen pro Minute eine gute Wahl dar. Sie sind für eine herkömmliche Magnetfestplatte im 3,5-Zoll-Format ziemlich schnell und bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Eine dritte Möglichkeit: Ihr greift zu einer HDD, die über einen Cache mit schnellen Flash-Speicher verfügt. Bei der FireCuda Compute im 2,5-Zoll-Format ist der Cache immerhin 8,0 GByte groß. Das kann zumindest den Bootvorgang und den Start häufig genutzter Anwendungen spürbar gegenüber einer HDD beschleunigen. Mit 500 GByte ist die FireCuda etwa 10 Euro teurer als die Western Digital Blue, mit 1.000 GByte etwa 20 Euro.

• SSD – Kingston A400 SSD / 120 GByte

Trotz stetig sinkender Preise ist Speicherplatz bei SSDs immer noch klar teurer als bei HDDs. Kauft ihr euch eine SSD im Preisbereich der oben empfohlenen HDD von Western Digital (ca. 40 Euro), sind maximal 250 GByte statt 1.000 GByte drin. SSDs ab 480 GByte gibt es derzeit ab ungefähr 65 Euro, während HDDs für diesen Preis 2.000 GByte zu bieten haben.

Mit Preisen im Bereich von 20 Euro sind SSDs mit 120 bis 128 GByte dennoch so günstig, dass sie eine gute Ergänzung zu der HDD von Western Digital darstellen, etwa in Form der Kingston A400 SSD. Bei Installationsgrößen von teils 50 GByte und mehr passen zwar neben Windows nur wenige Spiele darauf, dafür wird aber zumindest der Windows-Alltag spürbar beschleunigt.

Lässt das Budget es zu, könnt ihr auch zur Variante mit 240 GByte greifen, die etwa 35 Euro kostet. Das Modell mit 480 GByte für etwa 65 Euro ist aus unserer Sicht groß genug, um sich die Kosten für die zusätzliche HDD ganz zu sparen. Wer viel Platz für Videos und andere Daten braucht, fährt mit einer HDD aber immer noch am günstigsten.

Gehäuse – Cooltek TG-01 Basic

Cooltek bietet mit dem TG-01 Basic ein relativ günstiges Gehäuse an (ca. 45 Euro), das dennoch über gute Ausstattungsmerkmale wie drei USB-Ports in der Front (2 x USB 3.0), viele Möglichkeiten zum Kabel- Management und Glasfenster (seitlich sowie in der Front) verfügt. In der Basic-Variante gehört ein 120-Millimeter-Lüfter an der Rückseite zum Lieferumfang, in der Front können drei weitere Modelle dieser Art eingebaut werden.

Achtet beim Zusammenbau darauf, das 8-Pin-Kabel für die zusätzliche Stromversorgung der CPU vor dem Einbau des Mainboards durch die entsprechende Öffnung des Mainboard-Trays (oben rechts an der Rückseite) zu führen, da nach dem Einbau nur noch der Umweg über die größeren Löcher im linken Tray-Bereich frei ist.

Für einen Aufpreis von etwa 10 Euro gibt es das Gehäuse auch mit drei vorinstallierten Frontlüfter mit LED-Beleuchtung (wahlweise in grün, rot, blau oder als RGB-Variante).

• Netzteil – be quiet! Pure Power 11 / 400 Watt

Das ATX-Netzteil Pure Power 11 von be quiet! glänzt mit hoher Effizienz, die der Stromversorgung eine 80 Plus Gold-Zertifizierung einbringt. Abnehmbare Kabel, um nur die wirklich benötigten Strippen verwenden zu können und das Gehäuse etwas aufgeräumter zu gestalten gibt es bei dem Pure Power 11 mit dem Zusatz »CM« (»Cable Management«), das etwa 10 Euro mehr kostet.

Mit 400 Watt liefert das Pure Power 11 genug Leistung für den 550 Euro-PC, auch stärkere aktuelle Grafikkarten kommen heute damit aus. Die Garantie liegt bei fünf Jahren. Wer etwas Geld sparen will, kann auch zum ebenfalls empfehlenswerten Vorgänger Pure Power 10 greifen (80 Plus Silber statt 80 Plus Gold, drei Jahre Garantie statt fünf Jahre Garantie).

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