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Gaming PC zusammen stellen und bauen - Die besten Spiele-PCs ab 500 Euro, März 2019

Gaming PC Selbstbau-Komponenten 2019 – wir empfehlen 5 Selbstbau-PCs von 500 bis 1.500 Euro mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis für Spieler.

von Nils Raettig,
01.03.2019 11:58 Uhr

Selbstbau-PCs - Die wichtigsten Grundregeln für euren neuen Spiele-Rechner 7:41 Selbstbau-PCs - Die wichtigsten Grundregeln für euren neuen Spiele-Rechner

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Kaufberatung Gaming PCs März 2019 - AMD und Nvidia legen nach

Nils Raettig
@nraettig

Zwei neue Grafikkarten sind erschienen, einerseits die Radeon VII im High-End-Segment, andererseits die GTX 1660 Ti in der gehobenen Mittelklasse. Keine von beiden hat es in unsere Selbstbau-PCs geschafft - warum nicht?

Im Falle der Radeon VII liegt das Problem im Konkurrenten Geforce RTX 2080 von Nvidia mit 8,0 GByte VRAM. Sie ist nicht nur meist etwas schneller, sondern derzeit auch günstiger, außerdem hat sie im Werkszustand die bessere Energieeffizienz aufzuweisen. Und den üppigen VRAM der Radeon VII (16,0 GByte) benötigen Spieler voraussichtlich auch auf längere Sicht nicht, um in hohen Auflösungen flüssig spielen zu können.

Bei der GTX 1660 Ti ist die Situation komplizierter, da sie mit Kosten ab etwa 280 Euro in einem Preisbereich liegt, in dem es derzeit praktisch keine direkte Konkurrenz von AMD gibt. Für geringere Kosten bekommt man allerdings die Radeon RX 590, die zwar langsamer ist, dafür aber auch über 8,0 statt 6,0 GByte VRAM verfügt.

Für etwas mehr Geld bietet sich die schnellere RTX 2060 mit identischer VRAM-Menge wie die GTX 1660 Ti an. Außerdem sind die im Vergleich zur 1660 Ti vergleichbar schnellen Modelle Radeon RX Vega 56 oder Geforce GTX 1070 mit jeweils 8,0 GByte VRAM hier eine sinnvolle Option (auch wenn die GTX 1070 wohl nicht mehr allzu lange erhältlich sein wird).

Hinweis:

Die hier dargestellten Empfehlungen sind mit so genannten Affiliate-Links versehen (am grünen Hintergrund und dem angehängten »*« zu erkennen). Mit einem Kauf über einen dieser Links erhalten wir vom Anbieter eine kleine Provision. Auf die Kosten oder unsere Wahl der Empfehlungen hat das keine Auswirkung, wobei die Angebote nicht notwendigerweise dem niedrigsten Preis auf dem Markt entsprechen.

500-Euro-PC

Modell

ca. Preis

CPU

Ryzen 3 1200

70 Euro

CPU-Kühler

- (bei der CPU mitgeliefert)

0 Euro

Mainboard

Asrock B450 Pro4

80 Euro

Arbeitsspeicher

Crucial Ballistix Sport LT (DDR4-2666) - 8,0 GByte Kit

55 Euro

Grafikkarte

XFX Radeon RX 570 RS XXX Edition - 8,0 GByte VRAM

150 Euro

HDD

Western Digital Blue - 1.000 GByte

40 Euro

SSD

Kingston A400 SSD - 240 GByte

30 Euro

Gehäuse

Cooltek TG-01 Basic

45 Euro

Netzteil

be quiet! Pure Power 11 - 400 Watt

50 Euro

Insgesamt

520 Euro

Unser Einsteiger-PC bietet genügend Leistung, um aktuelle Spiele in Full HD-Auflösung mit mittleren bis hohen Details flüssig darzustellen und schont dabei noch den Geldbeutel. Die Kombination aus flotter Radeon RX 570 und einem Ryzen-3-Prozessor mit vier Kernen sorgt für viel Performance pro Euro, auch wenn in anspruchsvolleren Spielen einige Grafikoptionen nicht auf der höchsten Stufe stehen.

• Prozessor Sockel AM4 – Ryzen 3 1200

An dieser Stelle haben wir lange Zeit Pentium-Prozessoren empfohlen, weil sie zu den günstigsten Intel-CPUs gehören und dank virtueller Kernverdoppelung trotz nur zwei Kernen durchaus noch zum Spielen geeignet sind. Da aber einerseits die Preise von Intel-Prozessoren weiterhin recht hoch liegen und Spiele andererseits tendenziell immer weniger gut mit einer Dual-Core-CPU laufen, empfehlen wir AMDs Ryzen 3 1200 mit vier Kernen für etwa 70 Euro.

Sein Turbotakt liegt zwar bei relativ niedrigen 3,4 GHz, dank vier Kernen und aktueller Zen-Architektur von AMD spielt es sich mit dem Ryzen 3 1200 aber dennoch gut. Ist das Budget sehr eng, kommt auch der Athlon X4 950 für 55 Euro weniger in Frage. Er setzt zwar auf eine ältere Architektur mit schlechterer Energieeffizienz, in Spielen ist er aber nicht viel langsamer als der Ryzen 3 1200.

Bei Intel gibt es vier echte Kerne bei den Core-i3-Modellen der aktuellen Coffee-Lake-Generation erst im dreistelligen Preisbereich, das derzeit günstigste Modell fällt mit knapp 120 Euro aber zu teuer für den 500-Euro-PC aus.

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• Prozessorkühler – beim Prozessor mitgelieferter Boxed-Kühler

Um etwas mehr Geld für die in Spielen sehr wichtige Grafikkarte übrig zu lassen, verzichten wir bei dem 500 Euro-PC auf einen zusätzlichen Prozessorkühler und setzen stattdessen auf das bei der CPU mitgelieferte Boxed-Modell von AMD.

In weniger gut belüfteten Gehäusen und bei dauerhafter Spielelast kann der Boxed Kühler im Top-Blower-Format aber schon hörbar aufdrehen. Eine günstige und leisere Alternative ist der Tower-Kühler Arctic Freezer 7 Pro Rev. 2 für etwa 17 Euro.

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• Mainboard Sockel AM4 – Asrock B450 Pro4

ASRock hat mit dem B450 Pro4 ein gut ausgestattetes Mainboard zum fairen Preis im Programm. Neben zwei M.2-Schnittstellen (1x PCIe x4, 1 x PCIe x2) finden sich auch zwei USB 3.1-Ports auf der Platine (1 x Typ-C, 1 Typ-A). Der Arbeitsspeicher darf per Übertaktung bis 3.200 MHz erreichen, bis zu sechs Datenträger können per SATA3 angeschlossen werden und Extras wie RAID-Verbindungen (für vier der sechs-SATA-Ports) und CrossFireX für den Einsatz von zwei (AMD-)Grafikkarten werden ebenfalls unterstützt.

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• Arbeitsspeicher DDR4-2666 – Crucial Ballistix Sport LT / 8,0 GByte Kit

In einigen Titeln reichen 4,0 GByte RAM zwar immer noch aus, um ausreichend flüssig spielen zu können. Immer mehr Titel machen mit nur 4,0 GByte RAM aber keinen Spaß mehr. Daher setzen wir im 500-Euro-PC auf 8,0 GByte. Der Crucial-Speicher ist mit 2.666 MHz getaktet und bietet ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, für späteres Aufrüsten bleiben zwei RAM-Slots frei.

Achtet allerdings darauf, dass der RAM-Takt der Speicherriegel auch korrekt im BIOS eingestellt ist, da es vorkommen kann, dass das Mainboard nicht von selbst erkennt, welchen Takt der RAM unterstützt.

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• Grafikkarte – XFX Radeon RX 570 RS XXX Edition / 8,0 GByte VRAM

Die im Einsteigerbereich interessantesten Kandidaten von Nvidia und AMD sind aus unserer Sicht die Geforce GTX 1050 Ti sowie die Radeon RX 570. Die RX 570 ist dabei klar flotter unterwegs als die 1050 Ti und ähnlich teuer, daher empfehlen wir die AMD-Grafikkarte. Außerdem kosten Modelle mit 8,0 GByte VRAM inzwischen nicht mehr als die Variante mit 4,0 GByte VRAM (auch wenn diese Speichermenge für das mit der RX 570 primär empfehlenswerte Spielen in Full HD meist noch völlig ausreicht).

Ist noch etwas Luft im Budget, könnt ihr auch zu der flotteren Radeon RX 580 mit 8,0 GByte VRAM zu greifen, die aktuell ungefähr 40 Euro teurer ist als die hier empfohlene RX 570 von XFX.

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• Festplatte – Western Digital Blue / 1,0 TByte

Mit Blick auf die Datenträger gibt es aus unserer Sicht zwei empfehlenswerte Varianten für einen PC in diesem Budget: Entweder ihr kombiniert die hier vorgeschlagene große HDD (1.000 GByte) mit einer kleineren SSD für Windows und ein paar Spiele (240 GByte, siehe auch den nächsten Abschnitt), was etwas höhere Ladezeiten in den Spielen mit sich bringt, die ihr aus Platzgründen auf der HDD installieren müsst. Oder ihr entscheidet euch nur für eine mittelgroße SSD mit etwa 500 GByte ohne zusätzliche HDD, was zwar insgesamt weniger Speicherplatz, aber mehr flotten Flashspeicher für kürzere Ladezeiten in Spielen bedeutet.

Wählt ihr die erste Variante, stellen die Blue-Modelle von Western Digital mit 7.200 Umdrehungen pro Minute eine gute Wahl dar. Sie sind für eine herkömmliche Magnetfestplatte im 3,5-Zoll-Format ziemlich schnell und bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Eine dritte Möglichkeit: Ihr greift nur zu einer HDD, die über einen Cache mit schnellen Flash-Speicher verfügt. Bei der FireCuda Compute im 2,5-Zoll-Format ist der Cache immerhin 8,0 GByte groß. Das kann zumindest den Bootvorgang und den Start häufig genutzter Anwendungen spürbar gegenüber einer HDD beschleunigen. Mit 500 GByte ist die FireCuda etwa 10 Euro teurer als die Western Digital Blue, mit 1.000 GByte etwa 20 Euro.

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• SSD – Kingston A400 SSD / 240 GByte

Trotz stetig sinkender Preise ist Speicherplatz bei SSDs immer noch klar teurer als bei HDDs. Kauft ihr euch eine SSD im Preisbereich der oben empfohlenen HDD von Western Digital (ca. 40 Euro), sind maximal 250 GByte statt 1.000 GByte drin. SSDs ab 480 GByte gibt es derzeit ab ungefähr 55 Euro, während HDDs für diesen Preis teils 2.000 GByte zu bieten haben.

Mit Preisen im Bereich von 30 Euro sind SSDs mit 240 GByte dennoch so günstig, dass sie eine gute Ergänzung zu der oben empfohlenen HDD von Western Digital darstellen, etwa in Form der Kingston A400 SSD. Bei Installationsgrößen von teils 50 GByte und mehr passen zwar neben Windows nur wenige Spiele darauf, dafür wird aber zumindest der Windows-Alltag spürbar beschleunigt.

Lässt das Budget es zu, könnt ihr auch zur Variante mit 480 GByte greifen, die etwa 55 Euro kostet. Dieses Modell ist aus unserer Sicht groß genug, um sich die Kosten für die zusätzliche HDD ganz zu sparen. Wer viel Platz für Videos und andere Daten braucht, fährt mit einer HDD aber immer noch am günstigsten.

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Gehäuse – Cooltek TG-01 Basic

Cooltek bietet mit dem TG-01 Basic ein relativ günstiges Gehäuse an (ca. 45 Euro), das dennoch über gute Ausstattungsmerkmale wie drei USB-Ports in der Front (2 x USB 3.0), viele Möglichkeiten zum Kabel- Management und Glasfenster (seitlich sowie in der Front) verfügt. In der Basic-Variante gehört ein 120-Millimeter-Lüfter an der Rückseite zum Lieferumfang, in der Front können drei weitere Modelle dieser Art eingebaut werden.

Achtet beim Zusammenbau darauf, das 8-Pin-Kabel für die zusätzliche Stromversorgung der CPU vor dem Einbau des Mainboards durch die entsprechende Öffnung des Mainboard-Trays (oben rechts an der Rückseite) zu führen, da nach dem Einbau nur noch der Umweg über die größeren Löcher im linken Tray-Bereich frei ist.

Es gibt das TG-01 für einen Aufpreis von fünf bis zehn Euro auch mit drei zusätzlichen Lüftern in der Front. Zur Wahl stehen drei statische Farben (rot, grün oder blau) und ein Modell mit farblich anpassbarer Beleuchtung (statisches Rot, Blau, Grün oder Weiß und verschiedene Wechsel-Modi stehen zur Wahl).

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• Netzteil – be quiet! Pure Power 11 / 400 Watt

Das ATX-Netzteil Pure Power 11 von be quiet! glänzt mit hoher Effizienz, die der Stromversorgung eine 80 Plus Gold-Zertifizierung einbringt. Abnehmbare Kabel, um nur die wirklich benötigten Strippen verwenden zu können und das Gehäuse etwas aufgeräumter zu gestalten gibt es bei dem Pure Power 11 mit dem Zusatz »CM« (»Cable Management«), das etwa 10 Euro mehr kostet.

Mit 400 Watt liefert das Pure Power 11 genug Leistung für den 500 Euro-PC, auch stärkere aktuelle Grafikkarten kommen heute damit aus. Die Garantie liegt bei fünf Jahren.

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