Glückspilz findet Gaming-Grafikkarte für etwa 4 Euro im Second-Hand-Laden und ein paar Handgriffe reichen, um sie wieder brauchbar zu machen

Mit etwas Wärmeleitpaste und wenigen Handgriffen lief die vernachlässigte Radeon RX 5700 XT-Grafikkarte wieder.

Der neue Besitzer konnte sein Glück kaum fassen und hat seine Story auf Reddit veröffentlicht.
(Bildquelle:12kdaysinthefire Reddit) Der neue Besitzer konnte sein Glück kaum fassen und hat seine Story auf Reddit veröffentlicht. (Bildquelle:12kdaysinthefire Reddit)

Manchmal liegt das Gaming-Glück direkt zwischen alten Toastern und gebrauchten Wasserkochern. Ein Spieler hat in einem Second-Hand-Laden eine AMD Radeon RX 5700 XT für umgerechnet rund 4 Euro entdeckt – ein Bruchteil ihres eigentlichen Wertes. Die Grafikkarte war noch im Verkaufskarton, wurde aber vom Geschäft als defekt verkauft.

Dass dieses Schnäppchen kein Fall für den Elektroschrott war, verdankt die Karte dem richtigen Riecher des Käufers, der die ursprünglich nur wegen der enthaltenen Schrauben kaufte.

Video starten 39:01 3.000€ für eine Grafikkarte? Die Hardware-Krise ist zurück – und sie ist schlimmer!

Eine Begutachtung schafft Klarheit

Eine erste Untersuchung der Grafikkarte zeigte schnell: Die Hardware selbst war gar nicht kaputt. Das Problem war ein Anfängerfehler des Vorbesitzers: Beim Versuch, die Kühlung der Radeon RX 5700 XT umzubauen, hatte der die Karte ohne Wärmeleitpaste und ohne Wärmeleitpads wieder zusammengeschraubt.

Ohne die konnte die Wärme entsprechend nicht abgeleitet werden. Mit etwas handwerklichem Geschick setzte der neue Besitzer die fehlenden Teile ein und brachte die Grafikkarte so problemlos wieder zum Laufen.

Auf Reddit beschreibt er den Defekt so:

Der Vorbesitzer hatte Kupferkühlblöcke im Inneren angebracht, aber es gab weder Wärmeleitpaste noch Wärmeleitpads. Nachdem ich die Wärmeleitpads von einer alten GPU abgezogen und neue Paste aufgetragen hatte, schraubte ich alles wieder zusammen und der Rechner startete einwandfrei.

Gebrauchte Radeon RX 5700 XT-Grafikkarten sind nach wie vor gefragt. Auf Marktplätzen wie eBay werden sie, je nach Zustand, für bis zu 180 Euro verkauft, also in etwa das 45-fache von dem, was der Spieler im Second-Hand-Laden bezahlt hat.

Der Preis hängt hierbei stark vom Typ und Zustand der Grafikkarte ab. Auch ist relevant, ob sie im Originalkarton geliefert wird.

Diese Geschichte zeigt eindrucksvoll, dass sich ein zweiter Blick bei vermeintlichem Elektroschrott lohnen kann. Während viele die Grafikkarte sofort entsorgt hätten, bewies der glückliche Käufer, dass ein wenig Fachwissen und Geduld manchmal Gold wert sein können.

Für die Technik-Bastler unter euch ist das ein Paradebeispiel dafür, dass sich die Suche auf dem Second-Hand-Markt immer wieder auszahlt. Wer bereit ist, selbst Hand anzulegen, findet dort mit etwas Glück Hardware, die viel zu schade für den Elektroschrott ist.

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