Lange Zeit galt das Spielen unter Linux als Nischendasein für Bastler, doch unter anderem der Erfolg des Steam Decks hat das verändert.
Nun macht sich Steam-Konkurrent GOG auf, den offiziellen Galaxy-Launcher ebenfalls für den wachsenden Spielemarkt unter Linux anzubieten. Bisher mussten Spieler auf Drittanbieter-Tools zurückgreifen, um DRM-freie Spiele von GOG zu spielen.
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Nicht mehr spielbar? GOG macht Fans von alten Spielen wieder Hoffnung
Eine Stellenanzeige bestätigt den Plan
Nachdem GOG für rund 20 Millionen Euro von einem ehemaligen Gründer vor wenigen Wochen gekauft wurde, tut sich vieles hinter den Kulissen der Spiele-Plattform.
In einer Stellenanzeige auf der offiziellen Webseite sucht GOG nach einem Entwickler, der den Galaxy-Launcher für Linux fit macht. Der erfahrene Entwickler soll dabei nicht nur GOG Galaxy für Linux entwickeln, sondern auch aktiv an zukünftigen Versionen sowie Tools mitarbeiten.
Gog schreibt:
Wir suchen einen Senior Engineer, der von Anfang an dabei hilft, die Architektur, die Tools und die Entwicklungsstandards von GOG GALAXY unter Berücksichtigung von Linux mitzugestalten.
Ziel sei es, in den nächsten sechs bis zwölf Monaten die GOG Galaxy-Plattform zu erweitern und besser aufzustellen. Die Linux-Version des Launchers soll dabei in enger Zusammenarbeit mit den bereits bestehenden Versionen für Windows und macOS entstehen und entwickelt werden.
Wie es bislang aussieht
Bisher mussten Linux-Spieler auf Community-Projekte zurückgreifen oder Umwege in Kauf nehmen, um Spiele von GOG unter Linux zu spielen. Mit Heroic Games Launcher, Lutris oder der direkten Nutzung mithilfe von Wine konnten die DRM-freien Spiele auch vorher schon gespielt werden.
Der Start des Launchers würde die Unterstützung unter Linux offiziell machen. Zudem würden Funktionen des Galaxy-Launchers, wie automatische Updates, Spielstände in der Cloud, oder einfache Installationen, wohl auch unter Linux unterstützt werden.
Steam Deck und Steam Machine-Spieler könnten so in Zukunft auch auf ihre Spiele bei GOG direkt zugreifen.
Mit diesem Schritt untermauert GOG, dass Linux längst kein Nischendasein mehr fristet, sondern zum ernsthaften Konkurrenten für klassische Windows-Systeme heranreift.
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