Google Chrome - Angreifer nutzen neue Tech-Support-Betrugsmethode

Betrüger, die versuchen, Internetnutzer durch falschen Tech-Support zu Zahlungen zu bewegen, haben eine neue Methode bei Google Chrome entdeckt.

von Georg Wieselsberger,
08.02.2018 07:26 Uhr

Google Chrome ist Ziel eines Abzock-Angriffs.Google Chrome ist Ziel eines Abzock-Angriffs.

Fast jeder Internet-Nutzer kennt seltsame Anzeigen, die auf Webseiten auftauchen und behaupten, es seien viele Fehler auf dem eigenen PC entdeckt worden und man müsste unbedingt irgendein Produkt kaufen oder irgendeine Telefonnummer anrufen, um sie zu beheben. Nun haben Sicherheitsexperten eine neue Methode entdeckt, die speziell für den beliebten Browser Google Chrome entworfen wurde und auch mit der aktuellen Version 64.03282.140 funktioniert.

Browser reagiert nicht mehr

Der Besuch auf einer entsprechend manipulierten Webseite sorgt dafür, dass der Browser umgehend versucht, Tausende von Daten gleichzeitig herunterzuladen. Der Browser reagiert daher innerhalb von Sekundenbruchteilen nicht mehr auf die Eingaben des Nutzers und der Rechner weist hohe CPU-Last und RAM-Auslastung auf.

Eigentlich sollte Chrome schon den Start des zweiten Downloads durch den Nutzer bestätigen lassen, doch die Abfragen werden so schnell gestartet und der Browser friert so schnell ein, dass es gar nicht erst dazu kommt.

Seltsame Begründungen als Nutzer-Filter

Dafür bekommt der Nutzer aber Werbung zu sehen, die dazu auffordert, eine teure Telefonnummer - die angeblich von Microsoft stammt - anzurufen. Im Text stehen geradezu abenteuerliche Begründungen, beispielsweise soll der Internet-Provider den PC blockiert haben.

Doch solche seltsamen Angaben sind bei Scammern Absicht, da die Nutzer, die hier nicht merken, dass sie betrogen werden sollen, dann auch anrufen und oft noch weiter über den Tisch gezogen werden können.

Erfahrene Nutzer können solche Angriffe laut Malwarebytes durch einen Adblocker bekämpfen oder einfach über den Task-Manager von Windows die Prozesse von Chrome beenden. Der Angriff kann laut den Sicherheitsexperten wohl auch für andere Browser umgesetzt werden.


Kommentare(19)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.

Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen oder schließen