5 praktische Apps für den Alltag, die ihr in keinem App Store findet – die Installation ist trotzdem kinderleicht

Einige Web-Apps laufen komplett ohne App Store direkt im Browser und erweisen sich als echte Geheimtipps – dabei könnte die Installation nicht einfacher sein.

Einige nützliche Alltags-Tools gibt es nur als Web-App – das sind meine Empfehlungen. (Bildquelle: GameStar Tech Aaron Hofmann) Einige nützliche Alltags-Tools gibt es nur als Web-App – das sind meine Empfehlungen. (Bildquelle: GameStar Tech / Aaron Hofmann)

Im Google Play Store, iOS App Store und auch alternativen Stores wie F-Droid, gibt es zahlreiche Apps und Tools, die euren Alltag vereinfachen sollen.

Manche Apps sind jedoch nicht in den verschiedenen Stores auffindbar, sondern müssen über einen Browser geöffnet werden.

Das kann viele Gründe haben, wie etwa: Datenschutz, freie Gestaltung oder fehlende Kapazitäten.

Die sogenannten Web-Apps sind für Browser gebastelt und können sowohl auf dem PC und Mac als auch auf eurem Smartphone verwendet werden.

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Da es jedoch nervig sein kann, mehrere Tabs offenzulassen, um einzelne Apps zu verwenden, gibt es einfache Lösungen: Ihr fügt die jeweiligen Web-Apps zu eurer Startseite hinzu.

Genau wie bei normalen Apps könnt ihr die Web-Anwendungen dann oftmals auch ohne Browser-Oberfläche öffnen.

Ich habe euch meine Top 5 Web-Apps herausgesucht und verrate euch, wie ihr diese kinderleicht auf euren Startbildschirm anpinnen könnt – sowohl bei iOS-Geräten als auch bei Android-Phones.

Fünf Web-Apps für den Alltag, die euch vielleicht noch fehlen

Oft fehlt den Teams hinter den Projekten schlicht die Kapazität, um neben der eigentlichen Webseite noch separate Mobile-Versionen zu entwickeln. Viele Alltags-Helfer bleiben deshalb reine Browser-Sache.

Vereinzelt gibt es für meine Empfehlungen zwar Portierungen für iOS oder Android. Ich habe sie aber trotzdem in meine Auswahl gepackt, wenn sie nicht für alle mobilen Betriebssysteme gleichermaßen bereitstehen – schließlich soll am Ende niemand leer ausgehen.

Die vorgestellten Web-Apps sind vollwertig PWA optimiert und lassen sich dadurch besonders leicht bedienen. Durch die Anpassung könnt ihr den Shortcut nämlich in einem eigenen Fenster ohne die typische Browser-Adressleiste öffnen.

Obwohl es sich bei den Anwendungen um Web-Apps handelt, fühlt es sich somit dennoch so an, als würdet ihr eine normale App aus dem Store öffnen.

So installiert ihr Web-Apps auf euren Geräten:
Web-Apps für Google Chrome

Bei Android:

  • Öffnet Chrome und ruft die gewünschte Webseite auf.
  • Tippt oben rechts auf das Drei-Punkte-Menü.
  • Wählt »Zum Startbildschirm hinzufügen« (unterstützt die Webseite das PWA-Format, heißt der Punkt manchmal auch »App installieren«).
  • Passt den Namen an und tippt auf »Hinzufügen«.
  • Haltet das Icon gedrückt, um es manuell auf eurem Bildschirm zu platzieren, oder tippt auf »Automatisch hinzufügen«.

Bei iOS:

  • Öffnet Chrome und geht auf die gewünschte Webseite.
  • Tippt in der Adressleiste auf das Teilen-Symbol (das Quadrat mit dem Pfeil nach oben).
  • Scrollt im Menü etwas nach unten und wählt »Zum Home-Bildschirm«.
  • Vergibt einen Namen und tippt oben rechts auf »Hinzufügen«.
Web-Apps für Mozilla Firefox

Bei Android:

  • Öffnet Firefox und steuert die Webseite an.
  • Tippt auf das Drei-Punkte-Menü (je nach eurer Einstellung oben oder unten rechts).
  • Tippt auf den Punkt »Zum Startbildschirm hinzufügen«.
  • Bestätigt den vorgeschlagenen Namen oder ändert ihn und tippt auf »Hinzufügen«.

Bei iOS:

  • Öffnet Firefox und ladet die gewünschte Seite.
  • Tippt unten rechts auf das Menü-Symbol (die drei waagerechten Striche).
  • Wählt im Menü den Punkt »Teilen« aus.
  • Tippt in den Optionen auf »Zum Home-Bildschirm«.
  • Drückt oben rechts auf »Hinzufügen«, um den Shortcut zu erstellen.
Web-Apps für Microsoft Edge

Bei Android:

  • Öffnet Edge und ruft eure Lieblingsseite auf.
  • Tippt in der unteren Navigationsleiste auf das Menü-Symbol (die drei waagerechten Striche).
  • Wählt aus den Optionen »Zum Bildschirm hinzufügen« (eventuell müsst ihr im Menü-Fenster nach rechts wischen, um es zu sehen).
  • Gebt dem Shortcut einen Namen und tippt auf »Hinzufügen«.

Bei iOS:

  • Öffnet Edge und navigiert zur gewünschten Webseite.
  • Tippt unten in der Mitte auf das Menü und wählt die Option »Teilen«.
  • Tippt im iOS-Teilen-Menü anschließend auf »Zum Home-Bildschirm«.
  • Bestätigt das Ganze oben rechts mit »Hinzufügen«.

Die folgenden Apps sind in keiner bestimmten Reihenfolge gewählt und gehören zu meinen Top-Empfehlungen.

1. ÖPNVKarte: Ein globales Liniennetz für öffentliche Verkehrsmittel

Mit »ÖPNVKarte.de« könnt ihr euch Bahn-, Bus und andere Liniennetze anzeigen lassen – beispielsweise in Berlin. (Bildquelle: ÖPNVKarte.de) Mit »ÖPNVKarte.de« könnt ihr euch Bahn-, Bus und andere Liniennetze anzeigen lassen – beispielsweise in Berlin. (Bildquelle: ÖPNVKarte.de)

Bei der Web-App verrät bereits der offensichtliche Name, worum es geht. ÖPNVKarte.de ist ein Tool, das die Daten von OpenStreetMap nutzt, um das weltweite Netz des öffentlichen Nahverkehrs zu visualisieren.

So findet ihr zahlreiche Zugstrecken, Tram- und Buslinien sowie Haltestellen und Taxi-Plätze – in einer Menge, an die andere Karten-Apps kaum herankommen.

Weitergehend findet ihr Umstiegspunkte wie Flughafen, Bahnhöfe, Autovermietungen, Fahrradverleihe und mehr. Dadurch bietet sich die App beispielsweise besonders dann an, wenn ihr euren Urlaub plant.

  • Warum ihr die App auf den Startbildschirm packen solltet:
    • Sofortige Orientierung: Ideal für Pendler und in fremden Städten, um den Linienverlauf auf einen Blick zu erfassen.
    • Starke Alternative: Macht das unübersichtliche App-Chaos einzelner Verkehrsbetriebe auf eurem Smartphone überflüssig.

2. BRouter-Web: Einer der besten Fahrrad-Routenplaner

»BRouter« gehört zu den besten Fahrrad-Karten und Routenplanern - etwa wenn ihr von Regenbsurg nach Kelheim fahren wollt. (Bildquelle: BRouter Web) »BRouter« gehört zu den besten Fahrrad-Karten und Routenplanern - etwa wenn ihr von Regenbsurg nach Kelheim fahren wollt. (Bildquelle: BRouter Web)

Während BRouter in den vergangenen Jahren ein Geheimtipp unter Radfahrern gewesen ist, bekommt die App langsam die Aufmerksamkeit, die sie meiner Meinung nach verdient hat.

Egal ob ihr mit dem Rennrad über glatten Asphalt fahren wollt oder den nächsten Berg zum Herunterradeln mit dem Mountainbike sucht, hat die App passende Strecken.

Die Web-App berechnet innerhalb kürzester Zeit Routen und bietet euch dabei zahlreiche Einstellungen, um euer Wunsch-Ergebnis zu präsentieren.

  • Warum ihr die App auf den Startbildschirm packen solltet:
    • Hohe Flexibilität: Bietet euch das am besten ausgestattete Planungstool für Radfahrer, das ich kenne.
    • Bessere Bedienung: Im Gegensatz zur eingeschränkten Android-Store-App liefert euch nur die Web-App die vollständige Karten-Oberfläche zum einfachen Klick-Planen.

3. TinyWow: Eine Art Schweizer Taschenmesser für PDFs und Dokumente

Bei TinyWow ist der Name Programm: In der Web-App könnt ihr hunderte kleine, aber beeindruckende, Tools verwenden. (Bildquelle: TinyWow) Bei TinyWow ist der Name Programm: In der Web-App könnt ihr hunderte kleine, aber beeindruckende, Tools verwenden. (Bildquelle: TinyWow)

Jeder von euch hatte sicherlich schon einmal diesen Moment: Ihr müsst ein PDF in Word umwandeln, aber habt keine passende App. Auch wenn ihr ein Video zuschneiden wollt oder einen Bildhintergrund entfernen möchtet, bietet TinyWow eine entsprechende Lösung.

Die Web-App bietet hunderte kleine Tools, die auf einer Seite kostenlos gebündelt sind und ist damit eine Art Schweizer Taschenmesser für die Dateibearbeitung.

  • Warum ihr die App auf den Startbildschirm packen solltet:
    • Platzgewinn: Bündelt unzählige Werkzeuge, die als normale Installation euren Speicherplatz auf dem Smartphone sprengen würden.
    • Kostenlos und Sicher: Bewahrt euch vor kostenpflichtigen Nachbauten im Store, denn das sichere Original existiert ausschließlich als Web-App.

4. Have I Been Pwned: Eine Datenbank für Cybersicherheit

Die bekannteste Seite, auf der ihr eure Daten nach Leaks und Hackingangriffe überprüfen könnt, ist wohl »HaveIBeenPwned«. (Bildquele: HaveIBeenPwned) Die bekannteste Seite, auf der ihr eure Daten nach Leaks und Hackingangriffe überprüfen könnt, ist wohl »HaveIBeenPwned«. (Bildquele: HaveIBeenPwned)

HaveIBeenPwned ist wohl nicht nur die bekannteste, sondern auch die seriöseste Datenbank für Cybersicherheit.

In der Web-App könnt ihr einfach eure E-Mail-Adresse eintippen und sofort sehen, ob eure Daten bei einem Hack gestohlen wurden und ob ihr euer Passwort ändern solltet.

Die App ist dadurch wahrscheinlich am wenigsten eine Alltags-App, dennoch schadet es nicht, ein solches Tool zu haben. Gerade bei größeren Angriffen auf Online-Portale könnt ihr so schnell prüfen, ob eure Daten geleakt worden sind.

  • Warum ihr die App auf den Startbildschirm packen solltet:
    • Mehr Datenschutz: Verlangt im Gegensatz zu vielen Store-Angeboten keine unnötigen Berechtigungen auf eurem Smartphone.
    • Kostenfrei: Bewahrt euch vor teuren Apps und Abonnements, da das Original nur als kostenlose Web-Version läuft.


5. Snapdrop: Eine plattformübergreifende AirDrop-Alternative

Wenn ihr kein »AirDrop« verwenden wollt, oder verwenden könnt, empfehle ich euch »Snapdrop« als Alternative. (Bildquelle: Snapdrop) Wenn ihr kein »AirDrop« verwenden wollt, oder verwenden könnt, empfehle ich euch »Snapdrop« als Alternative. (Bildquelle: Snapdrop)

Das mitunter größte Kaufargument von Apple ist die effektive und einfache Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Geräten. So gehört AirDrop schon lange zu den beliebtesten Funktionen auf den Geräten des Tech-Herstellers.

Während AirDrop exklusiv für iOS-Geräte existiert, gibt es bereits zahlreiche Workarounds mit denen ihr auch Dateien zwischen Android und iOS austauschen könnt – unter anderem die Snapdrop-Web-App.

Mit dieser könnt ihr in wenigen Klicks Dokumente, Bilder, Videos und mehr verschicken und empfangen.

  • Warum ihr die App auf den Startbildschirm packen solltet:
    • Plattformunabhängig: Dient als effektive AirDrop-Alternative, die alle Betriebssysteme komplett ignoriert.
    • Ohne Registrierung und Sicher: Ihr müsst euch nirgends anmelden und versendet eure Daten ohne Umwege via Peer-to-Peer.
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