Live-Übersetzungen per KI ist eines der Features, die seit der Ankunft der Künstlichen Intelligenz in mobilen Geräten immer mal wieder als möglicher, unter Umständen tatsächlich nützlicher Faktor ausprobiert werden.
Dabei wird in der Regel eine stabile Internetverbindung vorausgesetzt. Google testet nun einen Gegenentwurf: Der »Gemma Translator« will Sprache in Echtzeit übersetzen – offline. Möglich mache das das neue Sprachmodell »Gemma 4 E2B«, das direkt auf einem Raspberry Pi 5 läuft.
Dieser Punkt ist auch gleichzeitig der Haken: Als Fertigbau existiert das nicht; ihr müsst also selbst eure handwerklichen Fähigkeiten anlegen.
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Wie die Offline-Übersetzung funktioniert
Dieser Raspberry Pi 5 ist auch das Herzstück des Konzepts. Mit 8 GByte Arbeitsspeicher, Mikrofon, Lautsprecher und einem kleinen Touchdisplay ausgestattet ist alles Notwendige an Bord.
Über die Laufzeitumgebung »LiteRT-LM« verarbeitet das Gerät gesprochene Sprache komplett lokal und ohne Umwege über einen Cloud-Server: Spracherkennung und -ausgabe übernimmt das Modell Moonshine, die Übersetzung selbst wiederum Gemma 4.
Laut dem Blogbeitrag von Googles LiteRT-Team schafft Gemma 4 E2B auf dem Pi generell 99 Tokens pro Sekunde beim Einlesen und 9 Tokens pro Sekunde bei der Texterzeugung – bei nur 1.432 Megabyte Speicherbedarf.
Für Gespräche zwischen zwei Personen bringt das Gerät zwei Bedienmodi mit:
- Im Landscape-Modus steuert eine Person beide Sprachrichtungen über eine gemeinsame Tastenbelegung.
- Im Vertical-Modus bedient jede Person ihre eigene Sprache unabhängig über getrennte Tasten.
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Kein »offiziell unterstütztes Google-Produkt«
Der Gemma Translator ist laut GitHub-Repository ausdrücklich »kein offiziell unterstütztes Google-Produkt«. Ein Team des Google Creative Lab um Alan Yam, Shashwath Santosh und Dan Motzenbecker hat das Projekt mit Googles KI-Entwicklungsumgebung Antigravity gebaut – als Machbarkeitsnachweis.
Der Bauplan liegt quelloffen unter Apache-2.0-Lizenz auf GitHub und umfasst den Quellcode, Setup-Skripte für Raspberry-Pi-OS sind die STL-Dateien für das 3D-gedruckte Gehäuse. Wer mitbauen will, braucht neben dem Raspberry Pi 5 mit 8 Gigabyte RAM also »nur noch« Mikrofon, Lautsprecher und Display.



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