Auf Android-Smartphones hat sich in den vergangenen Jahren eine App als Go-to-Navigation durchgesetzt: Das vorinstallierte Google Maps gilt als einer der einfachsten Wege, sich sonst wo zurechtzufinden.
Aufgrund des Status als vorinstallierte Software sind Alternativen rar gesät - und mehr Optionen sind eigentlich immer wünschenswert.
Eine solche Alternative kristallisiert sich nun heraus: Die niederländischen Entwickler General Magic haben mit Magic Earth eine App auf den Google Play Store geworfen, die mit mittlerweile mehr als einer Million Downloads und einer Bewertung von 3,8 Sternen eine sinnvolle Konkurrenz sein will.
Magic Earth: Offline-Karten, Verkehrsmeldungen und mehr
Grundsätzlich basiert Magic Earth auf den Karten von OpenStreetMap, welche als freie Alternative zu Google Street View gilt.
Hieraus resultiert auch das Versprechen der Entwickler, keine Informationen zu sammeln, die über die für die Navigation unbedingt notwendigen hinausgehen - wer Datenschutz schätzt, sollte mit Magic Earth also deutlich glücklicher werden als mit dem Google-Pendant.
Einer der wichtigsten Punkte in Navigations-Apps ist die Möglichkeit, Karten offline verwenden zu können.
Auch Magic Earth bietet diese Option und lässt Nutzer die vorhandenen Bereiche etwa auf das Bundesland zugeschnitten herunterladen - oder auf Wunsch eben das ganze Land.
Daneben verspricht der Entwickler die im Straßenverkehr wichtige Echtzeit-Verkehrsmeldung mitsamt Routenänderung, Informationen zu Wander- und Radwegen sowie Android-Auto-Funktionalität.
Ebenfalls interessant: ADAS (Advanced Driver Assistance System) wird unterstützt, wodurch etwa Kollisionswarnungen oder das Verlassen der Fahrbahn gemeldet werden soll. Ein Dashcam-Feature ist auch an Bord, in Deutschland ist dies aufgrund der geltenden Gesetze aber bestenfalls kritisch zu betrachten.
Ein (kurzer) Praxis-Test
Und in der Praxis? Die Installation und der Download der Magic-Earth-App sowie -Karten geht in meinem Fall kurz und schmerzlos, entsprechend bietet sich neben dem Verfassen des Artikels genug Zeit, um ein paar Experimente durchzuführen.
Nehmen wir zum Beispiel meine zweite Heimat: Die Mercedes-Benz-Arena in Stuttgart, schließlich geht bald wieder die Erste (!) Bundesliga los. Richtig gelesen, wir sind nicht abgestiegen. Fragt mich nicht, wie.
Zumindest muss in Magic Earth Mercedes-Benz-Arena eingegeben werden, um das Stadion zu finden - Google Maps weiß hingegen schon, dass diese seit dieser Saison in MHP-Arena umbenannt wurde.
Wenn ich hingegen MHP Arena suche, schickt mich Magic Earth in das etwa 20 Kilometer weiter entfernte Ludwigsburg - auch schön, wenn ich die hiesigen Basketballer sehen möchte, aber die BBL-Saison geht erst Ende September los.
Die Routenführung selbst scheint aber quasi identisch zu sein, auch der nur punktuell stockende Verkehr - was um die Uhrzeit für Stuttgart einem Wunder gleichkommt - wird in beiden Fällen angezeigt und führt zu einer ähnlichen geschätzten Reisedauer.
Direkt gefahren bin ich die Route in der Kürze des Tests allerdings nicht, schließlich würde ich mir a) vom Sicherheitspersonal anhören dürfen, was ich Seggl
vor geschlossenen Toren zu suchen habe und b) von meinen Kollegen, wieso ich während meiner News-Schicht plötzlich für eine Stunde aufgehört habe, für GameStar zu schreiben.
Dann also doch lieber der kurze Fußgänger-Test zu meinem Stammbäcker. Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages, heißt es so schön.
Und siehe da: Auch in meinem beschaulichen Dorf findet Magic Earth ebenso wie das Google-Gegenstück den schnellsten Weg.
Zwei Brezeln und einen Coffee to Go später laufe ich an der Bushaltestelle meines Kaffs vorbei; da bietet es sich auch an, gleich zu schauen, ob Magic Earth auch öffentliche Verkehrsmittel kann.
Mal abgesehen davon, dass im erwähnten Dorf der Bus nur alle drei Schaltjahre bei Vollmond vorbeischaut, findet Magic Earth auch hier die richtige Route.
Und das mitsamt Umsteigezeiten, wie viele Haltestellen insgesamt abgefahren werden und natürlich die ungefähre Reisedauer. Bleibt nur zu hoffen, dass Bus und Bahn auch so pünktlich kommen, wie es die Navigation verspricht (Update: Natürlich nicht).
Aber immerhin: Der Ersteindruck von Magic Earth stimmt also schon mal, auch wenn nicht überall die allerneuesten Informationen wie in der Heimspielstätte des VfB Stuttgart vorhanden sind - in der Form könnte die Navigations-App dennoch endlich eine echte Alternative zu Google Maps bieten.
Kennt ihr Magic Earth schon und habt die Navigations-App genutzt? Welche Karten-App ist bei euch auf dem Smartphone installiert? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!
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