Pixel 8a im Test: Das nahezu perfekte Android-Handy, wenn Google sich nicht selbst ein Bein stellen würde

Das Pixel 8a vereint Preis-Leistung mit Flaggschiff-Features. Aber wo ist die Abgrenzung zum großen Bruder?

Das Pixel 8a im Test. Das Pixel 8a im Test.

Bereits seit einer Woche habe ich das Pixel 8a als mein Haupt-Smartphone im Einsatz und nutze es intensiv. Für 549 Euro bekommt ihr ein sehr gelungenes Android-Gesamtpaket mit einer Fülle an KI-Funktionen.

Im Vergleich zum Vorgänger, dem Pixel 7a, hat der Suchmaschinenriese an richtigen Stellen nachgebessert. Potenzielle Käuferinnen und Käufer stehen aber vor der Frage: Pixel 8a oder doch lieber das Pixel 8?

Unser Test des neuen A-Modells hilft bei der Antwort.

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Google Pixel 8a
Google Pixel 8a
Was ist am Pixel 8a auszusetzen? Für knapp 550 Euro bekommt ihr ein günstigeres Pixel 8 mit schwächerer Kamera, dafür aber ebenfalls 7 Jahre Android-Updates (inklusive Feature Drops) und zahlreichen KI-Funktionen. Der aktuelle Tensor G3 Chip (mit 8.0 GByte RAM) ist ebenfalls an Bord. Kleine Abstriche gibt es beim Akkuverbrauch, der wie beim großen Bruder nicht beeindrucken kann. Mit technischen Widrigkeiten hatten wir bei Android 14 bisher glücklicherweise nicht zu kämpfen.
  • Sehr gute Kamera
  • Schönes Display
  • Handliches, hochwertiges Android-Handy
  • Viele KI-Features
  • Sieben Jahre Support-Laufzeit mit Feature Drops
  • Vergleichsweise hoher Preis für ein A-Modell
  • Akkulaufzeit ist »Okay«
  • IP67 (staubdicht und Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen) statt IP68
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Pixel 8a: Lieferumfang

Im Lieferumfang des Pixel 8a enthalten:

  • Google Pixel 8a
  • USB-C-Kabel (USB 2.0)
  • Quick Switch Adapter (für die Datenübertragung)
  • SIM-Tool

Nicht enthalten ist nach wie vor ein Netzteil, wie bei vielen anderen Smartphones.

Wissenswertes zum Test
So habe ich getestet

Ich habe das Pixel 8 knapp eine Woche lang als mein primäres Smartphone (mit SIM-Karte) verwendet und damit Fotos und Videos aufgenommen, Spiele gespielt und Videos geschaut. Um den Akkuverbrauch zu messen, habe ich das Handy an drei Tagen unterschiedlich beansprucht.

Spezifikationen

Maße: 152,1 x 72,7 x 8,9 Millimeter
Gewicht: 188 Gramm
Display: 6,1 Zoll, OLED, 60-120 Hertz, 2400 x 1080 Pixel, Corning Gorilla Glass 3, 2000 Nits Peak
IP-Schutzklasse: IP67
Prozessor: Tensor G3
Speicher: 128 GByte / 256 GByte (UFS 3.1)
8 GByte RAM
Kamera: 64-Megapixel-Hauptkamera (f/1.9), 13 Megapixel-Ultraweitwinkel-Kamera (f/2.2), 8-facher-Zoom (digital), 13-Megapixel-Selfiekamera, Autofokus
Video: 4K 30/60 FPS, 1080p 30/60/120/240fps, OIS
Audio: Stereolautsprecher
Konnektivität: WiFi 6E, Bluetooth 5.3
Entsperrung: Optischer Fingerabdrucksensor, Gesichtsentsperrung
Akku: 4492 mAh (27 Watt), kabelloses Laden (18 Watt)
SIM: Nano SIM + eSIM
Betriebssystem: Android 14

Preise und Verfügbarkeit

Das Pixel 8a kann bereits bestellt werden und ist im Handel erhältlich. Die Preise variieren je nach Speichergröße.

128 GByte: 549 Euro
256 GByte: 609 Euro

Transparenzhinweis: Google hat uns das Pixel 8a (inklusive Case) zur Verfügung gestellt. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht und Google hatte kein Mitspracherecht am Inhalt des Artikels.

Design und Verarbeitung

Erhältlich ist das Pixel 8a in vier Farben:


  • Schwarz
  • Beige
  • Grün
  • Blau

Ich habe letztere Farboption erhalten, die optisch einen sehr guten Eindruck macht. Der persönliche Geschmack spielt aber immer noch eine große Rolle.

Im Gegensatz zum Pixel 8 hat das A-Modell eine Bilddiagonale von 6,1 Zoll und dickere Displayränder. Dabei übernimmt der Newcomer aber fast alle positiven Eigenschaften des Pixel 8, was eine Verbesserung gegenüber dem Pixel 7a darstellt.

  • Auflösung: 2400 x 1080
  • Helligkeit: 2000 Nits im Peak
  • Bildrate: 60 bis 120 Hertz

Wie wirkt sich das in der Praxis aus? Im direkten Vergleich zum Pixel 7a macht sich die höhere Helligkeit vor allem bei direkter Sonneneinstrahlung bemerkbar.

Auch an sehr sonnigen Tagen ist das Bild auf dem Pixel 8a problemlos ablesbar.

Selbst bei Sonne ist das Display noch gut lesbar. Im Bild wirkt das Display tatsächlich etwas dunkler. Selbst bei Sonne ist das Display noch gut lesbar. Im Bild wirkt das Display tatsächlich etwas dunkler.

Ähnlich wie das Pixel 8 und Pixel 8 Pro kommt das A-Modell mit einem deutlich runderen Formfaktor daher, der sehr gut in der Hand liegt – besser als das Pixel 7a, das noch mit einem eckigeren Design aufwartet.

Zwar knackt das Pixel 8a beim Display nicht die 6-Zoll-Grenze, aber der Formfaktor in Kombination mit den Maßen von 152,1 x 72,7 x 8,9 Millimetern dürfte das neue Modell für alle, die ein kompaktes Android-Handy suchen, interessant machen.

Besonders erfreulich: Die Rückseite des Handys besteht aus mattem Kunststoff. Fingerabdrücke sind daher kaum oder gar nicht sichtbar. Der Rahmen des Smartphones hingegen ist aus Aluminium gefertigt.

Android 14 und Tensor G3 mit zahlreichen KI-Funktionen

Ab Werk ist das Pixel 8a mit Android 14 ausgestattet, das in den letzten sieben Tagen der Nutzung stets zuverlässig lief – leider ist das nicht immer der Fall.

Im Alltag fällt die Performance mit Android 14 gepaart mit dem 120 Hz Display aber durchweg positiv auf: Nichts stottert, alles reagiert nahezu verzögerungsfrei.

Dank Tensor G3 Chip und 8.0 GByte Arbeitsspeicher bietet das Mittelklasse-Smartphone auch ausreichend Leistung für diverse Aufgaben und Aktivitäten, wie Spielen.

Nach jeweils einer Stunde Diablo Immortal, Genshin Impact oder Dead Cells wurde das Gerät zu keinem Zeitpunkt unangenehm warm in den Händen. Die Spiele liefen immer zwischen 30 und 60 FPS.

KI-Features

Neben dem Spielspaß werden zahlreiche KI-Funktionen angeboten. Mit Ausnahme von Video Boost steht die gesamte Bandbreite zur Verfügung.

In meinem Testbericht zum Pixel 8 Pro bin ich ausführlich auf die einzelnen Funktionen eingegangen, weshalb ich sie hier nur kurz anreiße.

Wie beim Pixel 8 und 8 Pro funktionieren alle genannten Funktionen ähnlich gut, bedeutet: Teilweise langsam, aber dennoch zuverlässig.

Warum langsam? Wer glaubt, dass Bilder mit dem Magic Editor oder dem Eraser schnell bearbeitet sind, der irrt. Das Ergebnis kann bis zu 30 Sekunden dauern, je nachdem, wie viel man am Bild verändert.

Mit dem Magic Editor und dem Magic Eraser könnt ihr eure Bilder nachträglich bearbeiten (lassen) und zum Beispiel ein Foto, das bei Tageslicht aufgenommen wurde, in ein Bild verwandeln, das aussieht, als wäre es zur Goldenen Stunde aufgenommen worden.

Unbearbeitet Mit Magic Editor bearbeitet Unbearbeitet Mit Magic Editor bearbeitet

Ein Klick und ihr bekommt eine dramatisches Foto.

Das Ergebnis spricht für sich, auch wenn eine solche Bildbearbeitung meiner Meinung nach Geschmackssache bleibt.

Als Ausnahme unter den KI-Funktionen muss ich noch den Audio Eraser erwähnen.

Ähnliches Szenario wie beim Pixel 8 Pro: Bei einer Aufnahme in der Nähe eines fließenden Baches filtere ich mit dem Tool meine Stimme heraus.

Leider wirkt sich das negativ auf die Tonqualität des kurzen Videos aus - zumindest in dem Teil, in dem eigentlich meine Stimme zu hören ist. Auf dieser Spur ist statt meiner Stimme anschließend ein verzerrtes Rauschen zu hören.

Pixel 8a: Die Kamera

Die Kamera hat sich im Vergleich zum Vorgängermodell kaum verändert. Beide Modelle kommen auf 64 Megapixel für den Hauptsensor und 13 Megapixel für die Ultraweitwinkelaufnahmen.

Die Sensorgröße ist mit 1/1,73 Zoll beim Pixel 8a ebenfalls unverändert.

Was ist also der Unterschied? Im neueren A-Modell kommt der aktuelle Tensor G3-Prozessor zum Einsatz, der mit einem neueren Bildprozessor ausgestattet ist.

Technisch hat das Pixel 8a also die Nase vorn, in der Praxis sind die Unterschiede im direkten Vergleich jedoch gering.

Pixel 8a (Weitwinkel) PIxel 7a (Weitwinkel) Pixel 8a (Weitwinkel) PIxel 7a (Weitwinkel)

Das Bild vom Pixel 7a wirkt einen hauch dunkler...

PIxel 8a (Weitwinkel) PIxel 7a (Weitwinkel) PIxel 8a (Weitwinkel) PIxel 7a (Weitwinkel)

... was in dunkleren Szenen im direkten Vergleich zum Pixel 8a stärker betont wird.

Weitwinkelkamera

Für sich genommen macht das Kamera-Duo des Pixel 8a einen guten Job. Starten wir bei der Hauptkamera.

Bei einer Brennweite von 26 Millimetern stehen 64 Megapixel zur Verfügung. Die Bilder sind schön, natürlich und gestochen scharf.

Beim Fotografieren gegen die Sonne sind die Linsen der Pixel 8a nicht vor unschönen Flecken im Bild geschützt. Thema Lens Flare. Beim Fotografieren gegen die Sonne sind die Linsen der Pixel 8a nicht vor unschönen Flecken im Bild geschützt. Thema Lens Flare.

Ultraweitwinkelkamera

Bei Aufnahmen mit der Ultraweitwinkelkamera braucht sich das Pixel 8a nicht vor dem Pixel 8 zu verstecken, zumindest bei hellen Lichtverhältnissen.

Bei schlechteren Lichtverhältnissen fängt das Pixel 8 die Details etwas besser ein, was sich aber vor allem beim Heranzoomen bemerkbar macht. Vorsicht! Meckern auf hohem Niveau.

An die Leistung der Ultraweitwinkelkamera des Pixel 8 Pro kommt keines der beiden Geräte heran.

Insgesamt sorgt das Objektiv bei ausreichend Tageslicht für schöne Landschaftsaufnahmen, aber auch bei Dämmerung.

8x Zoom

Die Pixel 8a unterstützt auch einen 8-fachen Digitalzoom, der in meinen Augen eher ein Gimmick ist, aber durchaus coole Aufnahmen ermöglicht. Die Motive auf den Bildern sind zwar einigermaßen gut erkennbar, aber sicher nichts fürs Fotoalbum.

Ein Vogel ist bei 8-fachem Zoom zu erkennen, aber beim Heranzoomen verschwinden die Details des Tieres wie im Flug. Ein Vogel ist bei 8-fachem Zoom zu erkennen, aber beim Heranzoomen verschwinden die Details des Tieres wie im Flug.

Selfiekamera

Die Selfie-Kamera ist eine der großen Stärken der Pixel-Smartphones und das ist auch beim Pixel 8a nicht anders. Wie die Rückkamera macht auch die Frontkamera einen guten Job. An die natürlichen Hauttöne und den Dynamikumfang der Hauptkamera kommt die Selfie-Kamera nicht heran.

Allerdings wirkt das Bild nicht unnatürlich und Details sind gut erkennbar.

Akkuleistung des Pixel 8a

Die Akkulaufzeit des Pixel 8a ist solide, egal ob man das Gerät mäßig nutzt oder ab und zu spielt. Wie beim Pixel 8 Pro habe ich drei Messungen durchgeführt.

Messung 1 beinhaltet nur das Anschauen von Videos, das Beantworten von Textnachrichten und das Abrufen verschiedener Benachrichtigungen. Dabei kam ich auf eine Displayzeit von knapp 5 1/2 Stunden.

Bei der zweiten Messung habe ich zusätzlich eine weitere Stunde mit Spielen auf dem Handy verbracht und kam danach auf eine Displayzeit von ca. 4 Stunden und 20 Minuten.

Zuletzt habe ich das Handy stark beansprucht, zwei Stunden gedaddelt und unterwegs Fotos und 4K-Videos aufgenommen. Dadurch kam ich auf eine Displayzeit von knapp 2 Stunden und 50 Minuten.

Insgesamt habe ich aber problemlos einen ganzen Tag überstanden, ohne das Gerät an die Steckdose zu hängen. Bei moderater Nutzung sind bis zu zwei Tage drin.

Wer sollte zuschlagen?

Google macht es uns nicht leicht. Zwar stuft der Suchmaschinen-Riese das neue Smartphone als Mittelklasse- oder »Budgetmodell« ein, der Preis für die A-Klasse ist mit 550 Euro aber recht hoch angesetzt.

So hoch, dass der Straßenpreis des Pixel 8 mit knapp 600 Euro gefährlich nahe an der UVP des Pixel 8a liegt, während das Pixel 7a für vergleichsweise schlappe 370 Euro zu haben ist.

Für wen sich ein Kauf lohnen könnte:

Pro
  • Euer derzeitiges (Google-)Handy bekommt keine Updates mehr
  • Ihr sucht für heutige Verhältnisse nach einem handlichem Smartphone
  • KI-Features sind euch wichtig, ebenso wie eine gute Kamera
Contra
  • Ihr sucht nach einem günstigen Smartphone
  • Ihr besitzt bereits das Google Pixel 7a, dann lohnt sich ein Upgrade nur gering
  • Ihr sucht nach einem Smartphone mit sehr langer Akkulaufzeit

Fazit

Patrick Schneider

Das Pixel 8a ist die ausgereifte Mittelklasse, die kaum zu schlagen ist. Das Preis-Leistungs-Verhältnis trifft auf zahlreiche Flaggschiff-Features und ganze sieben Jahre Support-Laufzeit inklusive Pixel Feature Drops.

Allerdings ist der Preis mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 550 Euro etwas zu hoch angesetzt. 50 Euro weniger und der Abstand zum Pixel 8 wäre groß genug und das Gerät hätte in unserer Wertung die vollen fünf Sterne verdient.

So bleibt aber immer wieder die Frage: Warum nicht die 50 Euro mehr (und manchmal auch weniger) investieren und zum besseren Pixel 8 greifen? Es liegt also an euch, ob es euch der Aufpreis wert ist.

Bis das Pixel 8a zu einem wesentlich günstigeren Preis erhältlich ist, wird voraussichtlich noch einige Zeit vergehen. Möglicherweise ist dann der beste Zeitpunkt für eine Anschaffung gekommen.

Wer sich aktuell den Aufpreis zum Pixel 8 spart, bekommt trotzdem ein äußerst gutes Android-Handy, das nicht nur für die Zukunft gerüstet ist, sondern dank seines Formfaktors auch wunderbar in der Hand liegt.

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