Die Sache mit den Speicherpreisen ist ein wenig wie ein Autounfall: Es ist brutal aber wegschauen geht irgendwie viel schwerer, als es sein sollte. Ungünstig: Wir sind alle betroffen, vor allem Gaming ist ja dann doch ein bisschen abhängig von modernen Speicherchips.
Nach Arbeitsspeicher und SSDs sind auch Grafikkarten betroffen. Bereits produzierte Karten nutzen noch günstig eingekauften Speicher, das wird sich aber bald ändern. Für 2026 erwarten wir daher steigende Preise aber auch schlechtere Verfügbarkeiten für GPUs. Noch geht's aber:
Günstig trotz 16GB: AMD Radeon RX 9060 XT für unter 400 EuroGünstige Grafikkarten mit viel Speicher: AMD Radeon RX 9060 XT
Den Anfang macht AMD, deren Radeon RX 9060 XT mit aktueller RDNA4-Architektur mit einem (noch) guten Preis-Leistungsverhältnis auffahren kann. Die Karten sind in der Leistung grob vergleichbar mit Nvidias RTX 5060 Ti, werden dabei aber etwas günstiger angeboten.
Die notorische Raytracingschwäche älterer AMD-GPUs ist Vergangenheit, mit FSR steht auch ein potenter DLSS-Gegenspieler parat. Sogar inklusive FSR und Ray-Reconstruction und das in guter Bildqualität dank FSR4.
| Technische Angabe | AMD Radeon RX 9060 XT |
|---|---|
| Architektur / GPU | RDNA 4 (Navi 44) |
| Compute Units (CUs) | 32 |
| Stream Prozessoren (Shader) | 2.048 |
| Boost-Takt | bis zu 3.130 MHz |
| VRAM | 8 GB oder 16 GB GDDR6 |
| Speicherinterface / Bandbreite | 128-bit / 320 GB/s |
| Typical Board Power (TBP) | 150 W (8 GB) / 160 W (16 GB) |
| PCIe-Interface | PCI Express 5.0 x16 |
| Ray-/AI-Beschleuniger | 32 Ray Accelerators / 64 AI Accelerators |
Sehen wir es als historische Einordnung und schauen wir mal, ob wir uns Ende 2026 über diese Preise lachend oder weinend amüsieren: Preislich beginnt es bei den 16GB-Modellen der 9060 XT knapp unter 400 Euro. Von den günstigeren Versionen mit 8 Gigabyte würden wir die Finger lassen (solange es eine Option ist jedenfalls).
Preiseinstieg mit 16GB #1 Sapphire Pulse RX 9060 XT ab 369 Euro Preiseinstieg mit 16GB #3: Gigabyte RX 9060 XT Gaming OC ab 378 Euro Preiseinstieg mit 16GB #3: XFX RX 9060 XT SWFT DF OC ab 394 EuroNvidias bezahlbarer Einstieg mit 16GB: Geforce RTX 5060 Ti
Nvidia hat bereits angekündigt, bei den 16-GB-Modellen der Einstiegsklasse die Produktionsmengen stark zu verringern. Das dürfte zu steigenden Preisen führen.
Wollt ihr also das volle Nvidia-Paket ohne Speichergeiz, habt ihr jetzt noch die Gelegenheit.
| Technische Daten | Wert |
|---|---|
| GPU / Architektur | NVIDIA Blackwell (GB206) |
| Recheneinheiten | 36 SMs |
| Shader | 4.608 CUDA-Cores |
| Boost-Takt | 2,57 GHz |
| VRAM | 16 GB oder 8 GB GDDR7 (je nach Modell) |
| Speicherinterface / Bandbreite | 128-bit / 448 GB/s |
| TGP | 180 W |
| PCIe | PCIe 5.0 x8 (mechanisch meist x16) |
| Ray-/AI-Beschleuniger | 36 RT-Cores (4th Gen, 72 TFLOPS) / 144 Tensor-Cores (5th Gen, 759 AI TOPS) |
Technisch bietet eine RTX 5060 TI alles, was auch die teureren Modelle aufweisen können: DLSS 4 mit Multi Frame Generation, die aktuelle Blackwell-Architektur mit guter Performance und maximaler Spielekompatibilität und natürlich die beliebten NVenc-Videoeinheiten.
Falls ihr eine generelle Grafikkarten-Kaufberatung braucht, haben wir hier den passenden Artikel für euch:
Die Performance der Karten reicht für Zocken in FullHD und WQHD auch bei aktuellen Games.
Günstigste Nvidia-GPU mit 16 GB #1: Palit RTX 5060 Ti White OC ab 461 Euro Günstigste Nvidia-GPU mit 16 GB #2: Gainward RTX 5060 TI Python III ab 467 Euro Günstigste Nvidia-GPU mit 16 GB #3: Gigabyte RTX 5060 Ti Gaming OC ab 491 EuroPreis-Leistungs-Tipp mit 16 GB von AMD: Radeon RX 9070
Die AMD Radeon RX 9070 ist mit einem potenteren Grafikchip ausgestattet als die 9060 XT, sie bindet den Videospeicher auch flotter an - alles gute Voraussetzungen für eine bessere Performance. Und das natürlich ohne Speichermangel, 16 GB sind da schon gutes Polster.
Die Performance überzeugt nicht nur in geringeren Auflösungen, auch 4K verträgt die Karte bei einigen Games. Bei allen anderen müsst ihr seltener Details herunterschrauben als bei den günstigeren Modellen. Mit ein wenig OC erreicht ihr auch die Leistungsregionen des XT-Modells.
| Technische Daten | Wert |
|---|---|
| GPU / Architektur | AMD RDNA 4 (Navi 48) |
| Recheneinheiten | 56 CUs |
| Shader | 3.584 Stream-Prozessoren |
| Boost-Takt | bis zu 2,52 GHz |
| VRAM | 16 GB GDDR6 |
| Speicherinterface / Bandbreite | 256-bit / 640 GB/s |
| TBP (Board-Power) | 220 W |
| PCIe | PCIe 5.0 x16 |
| Ray-/AI-Beschleuniger | 56 Ray Accelerators / 112 AI Accelerators |
Wir tippen, dass die flotten 9070er-Karten in den nächsten Monaten die größten Preissprünge machen könnten - und wohl eher nicht nach unten.
Preis-Leistung mit 16GB #1: Asus Prime RX 9070 OC Edition ab 547 Euro Preis-Leistung mit 16GB #2: Acer Predator BiFrost RX 9070 OC ab 612 EuroDas XT-Leistungsupgrade mit 16 GB von AMD: Radeon 9070 XT
Die RX 9070 auf Speed nennt sich 9070 XT und bietet natürlich ebenfalls die begehrten 16 GByte GDDR6-Speicher. AMD erhöht hier die Leistung und bietet OC-Freunden mehr Potential, ohne dass der Preis gegenüber der non-XT stark ansteigt.
Da AMD sich entschieden hat, in der 9000er-Generation keine Highend-Karten herauszubringen, sind diese Modelle auch die schnellsten, die der Chiphersteller aktuell anbietet. Mit einer RTX 5070 Ti kann sich die RX 9070 XT trotzdem bei einigen Titeln anlegen, andere Spiele performen eher auf dem Niveau zwischen RTX 5070 und der TI.
| Technische Daten | Wert |
|---|---|
| GPU / Architektur | AMD RDNA 4 (Navi 48) |
| Recheneinheiten | 64 CUs |
| Shader | 4.096 Stream-Prozessoren |
| Boost-Takt | bis zu 2,97 GHz |
| VRAM | 16 GB GDDR6 |
| Speicherinterface / Bandbreite | 256-bit / 640 GB/s |
| TBP (Board-Power) | 304 W |
| PCIe | PCIe 5.0 x16 |
| Ray-/AI-Beschleuniger | 64 Ray Accelerators / 128 AI Accelerators |
Ein faires Angebot für gute Leistung - allerdings hat AMD bereits Preissteigerungen angekündigt.
AMDs aktuell schnellste GPU #1: Asus Prime RX 9070 XT OC Edition ab 619 Euro AMDs aktuell schnellste GPU #2: PowerColor RX 9070 XT Reaper ab 673 EuroDie bessere RTX 5070: Nvidia Geforce RTX 5070 Ti 16GB
Eher unverständlich, warum Nvidia der ansonsten sehr guten RTX 5070 nur 12 Gigabyte Speicher gönnt - angesichts der steigenden Speicherpreise aber vielleicht eine ungewohnt weitsichtige Entscheidung.
Wenn ihr eine 5070-Karte mit mehr als 12 GB wollt, ihr aber nicht gewillt seid, vierstellige Preise zu zahlen, bleibt bei Nvidia nur die 5070 Ti.
| Technische Daten | Wert |
|---|---|
| GPU / Architektur | NVIDIA Blackwell (GB203) |
| Recheneinheiten | 70 SMs |
| Shader | 8.960 CUDA-Cores |
| Boost-Takt | 2,45 GHz |
| VRAM | 16 GB GDDR7 |
| Speicherinterface / Bandbreite | 256-bit / 896 GB/s |
| TGP | 300 W |
| PCIe | PCIe 5.0 x16 |
| Ray-/AI-Beschleuniger | 70 RT-Cores (4th Gen, 133 TFLOPS) / 280 Tensor-Cores (5th Gen, 1406 AI TOPS) |
Dafür bekommt ihr mit DLSS4 und MFG bei einigen Titeln auch genug Leistung um auch in 4K noch verlockende FPS zu erzielen, in niedrigeren Auflösungen habt ihr natürlich noch mehr Puffer für smoothe Frameraten.
Einstieg ins Highend #1: Gigabyte RTX 5070 Ti Windforce OC SFF ab 832 Euro Einstieg ins Highend #2: KFA² Geforce RTX 5070 Ti EX Gamer OC ab 881 EuroLuxuriöse FPS-Booster mit 16 GB GDDR7: Nvidia Geforce RTX 5080
Die Preise für wirklich flotte Grafikkarten sind schon einige Zeit ins vierstellige gestiegen, zumindest bei Nvidia bekommt ihr aktuell (und wohl auch in absehbarer Zeit) die schnellsten Karten nicht mehr für unter 1.000 Euro. Und wir reden noch gar nicht von der RTX 5090, die doppelt so teuer wie die direkt dahinter platzierte RTX 5080 ausfällt.
Um die RTX 5090 geht es hier aber auch deshalb nicht, weil wir uns auf Modelle mit 16 GB konzentrieren und das Topmodell die Speichermenge dezent eskaliert - ebenso wie den Preis.
| Technische Daten | Wert |
|---|---|
| GPU / Architektur | NVIDIA Blackwell (GB203) |
| Recheneinheiten | 84 SMs |
| Shader | 10.752 CUDA-Cores |
| Boost-Takt | 2,62 GHz |
| VRAM | 16 GB GDDR7 |
| Speicherinterface / Bandbreite | 256-bit / 960 GB/s |
| TGP | 360 W |
| PCIe | PCIe 5.0 x16 |
| Ray-/AI-Beschleuniger | 84 RT-Cores (4th Gen, 171 TFLOPS) / 336 Tensor-Cores (5th Gen, 1801 AI TOPS) |
Wollt ihr trotzdem anständige 4K-Leistung ohne gleich über 2.000 Euro abdrücken zu müssen, bleibt bei Nvidia eigentlich nur die RTX 5080. Oder eine gebrauchte RTX 4090, die aber auch nicht ganz preiswert ausfällt.
Nvidias Highend-Angebot #1: MSI Geforce RTX 5080 Inspire 3X OC ab 1.199 Euro Nvidias Highend-Angebot #2: Zotac Geforce RTX 5080 AMP Extreme ab 1.259 Euro