Grafikkarten: Der Anfang vom Ende?

Während vor drei Monaten noch nicht alles schlecht war, kennen die Grafikkartenpreise inzwischen bei praktisch allen Modellen nur noch eine Richtung: nach oben.

Den Blick auf den Grafikkartenmarkt würde sich Tech-Autor Nils aktuell lieber ersparen, aber es hilft ja alles nichts. Den Blick auf den Grafikkartenmarkt würde sich Tech-Autor Nils aktuell lieber ersparen, aber es hilft ja alles nichts.

Als ich im August 2026 auf die Preisentwicklung von Grafikkarten im Verlauf dieses Jahres geschaut habe, war ich positiv überrascht.

Klar, einzelne Modelle sind deutlich teurer geworden, allen voran die RTX 5090. Doch insgesamt waren die Preise über 16 aktuelle Modelle von AMD, Nvidia und Intel hinweg bis dahin größtenteils stabil: Im Schnitt lag die Preisänderung gegenüber Januar 2026 ohne die RTX 5090 bei sehr überschaubaren drei Prozent.

Doch in den letzten drei Monaten hat sich das drastisch geändert.


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Achtung: Das tut weh!

Schaut man sich die Preisentwicklung seit August 2026 an, kommt man wohl nicht umhin, sehr pessimistisch zu werden.

Die RTX 5090 klammere ich dabei in den folgenden Zahlen bewusst aus, weil sie als absolutes Top-Modell mit einer besonders üppigen Menge an VRAM (32 GB) eine gewisse Sonderstellung einnimmt. Für das Protokoll: Ihr Preis ist von etwa 3.000 Euro im Januar auf 4.350 Euro im August bis hin zu aktuell 7.500 Euro gestiegen.

Autsch.

Doch auch bei allen anderen Modellen bis hinunter zur RTX 5050 sieht es derzeit sehr düster aus, wie die folgende Grafik zur Preisentwicklung seit August 2026 zeigt:

Wenn die Stoßrichtung so bleibt, liegt die RTX 5080 bald da, wo einst nur die RTX 5090 zu verordnen war, also bei Kosten von über 2.000 Euro. Und für ein absolutes Einsteigermodell wie die RTX 5050 fast 400 Euro hinblättern zu dürfen, tut ebenfalls sehr weh.

Wie gravierend die Änderung bei der Preisentwicklung in den vergangenen Monaten über den gesamten Markt hinweg gewesen ist, zeigt auch der folgende Vergleich der Preisänderung in Prozent.

Die grünen Balken markieren den Unterschied zwischen August 2026 und Januar 2026, die roten den zwischen November 2026 und August 2026:

Im Schnitt sind diese Grafikkarten fast stolze 40 Prozent teurer geworden. Wenn das so weiter geht, kann man aus gutem Grund schwarz für den Grafikkartenmarkt sehen.

Ein vorsichtiger Blick in die Zukunft

Wir alle wissen, warum die Preisentwicklung bei Grafikkarten so aussieht, wie das aktuell der Fall ist: wegen des KI-Booms.

Es ist zwar denkbar, dass der Hype langsam etwas ins Stocken gerät. Als Anzeichen dafür kann man auch die jüngsten Wahlergebnisse in den USA bei den Midterms und ihre Folgen für die Kurse großer Tech-Aktien werten.

Doch gleichzeitig gehen alle Prognosen zum Verlauf der Speicher- und Hardwarekrise, die ich kenne, davon aus, dass das noch ein paar Jahre so weitergehen und eher schlimmer als besser werden wird.


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Klare Preisprognosen zu treffen, gestaltet sich sehr schwer. Aus meiner Sicht solltet ihr euch aber darauf einstellen, dass die Preise erstmal weiter steigen werden und die Verfügbarkeit immer schlechter wird.

Lasst mich gerne in den Kommentaren wissen, ob ihr optimistischer in die Zukunft blickt und wie ihr die Lage auf dem Grafikkartenmarkt generell einschätzt.


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