Grafikkarten-Preise heute und vor einem Jahr im Check: Ich habe gute und schlechte Nachrichten für euch

Dass die Speicherkrise große Auswirkungen auf viele Hardware-Preise hat, ist längst bekannt. Aber wie genau sieht die Entwicklung bei GPUs aus?

Tech-Autor Nils wirft einen Blick auf die Preisentwicklung bei Grafikkarten. Tech-Autor Nils wirft einen Blick auf die Preisentwicklung bei Grafikkarten.

Ich dokumentiere immer wieder die Preise für Grafikkarten, um die aktuellen Kosten und die Entwicklung über einen längeren Zeitraum hinweg im Blick zu behalten.

Dazu verwende ich die umfangreiche Datenbank von Geizhals.de und nehme Mindestpreise als Basis, die durch ausreichend lieferbare Modelle realistisch erreichbar sind.

In diesem Artikel zeige ich euch die Preisentwicklung verschiedener Modelle von AMD, Intel und Nvidia anhand von Daten vor einem Jahr, von Anfang Januar 2026 und zum jetzigen Zeitpunkt.


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Die schlechten Nachrichten

Vergleicht man die Preise, die ich Anfang August 2025 festgehalten habe, mit den aktuellen Kosten für Grafikkarten, sind fast bei allen Modellen deutliche Steigerungen festzustellen.

  • Mit Abstand am stärksten betroffen ist wenig überraschend das Top-Modell RTX 5090 mit 32 GB VRAM, die mittlerweile fast doppelt so teuer ist wie noch vor einem Jahr.
  • Danach folgen zwei Mittelklasse-Modelle von Nvidia mit vergleichsweise viel VRAM, die RTX 3060 mit 12 GB (ca. + 50 Prozent) und die RTX 5060 Ti mit 16 GB (ca. + 40 Prozent).
  • Positiv stechen AMDs Top-Modelle hervor, die erstaunlich stabil im Preis geblieben sind.

Die guten Nachrichten

Deutlich angenehmer sieht das Bild beim Vergleich der GPU-Kosten von Anfang 2026 mit heute aus. Sprich: Immerhin ist es im vergangenen halben Jahr nicht wesentlich schlimmer geworden.

  • Deutliche Preissteigerungen sind noch bei drei Modellen festzustellen: bei der RTX 5090 (+ 24,3 Prozent) und bei den Intel-Modellen Arc B580 (+ 15,4 Prozent) und Arc B570 (+ 13 Prozent).
  • Die meisten anderen Grafikkarten sind in den vergangenen Monaten relativ stabil im Preis geblieben, wobei teilweise sogar leichte Preissenkungen festzustellen sind.

Insbesondere mit Blick auf Nvidia-Grafikkarten droht die Situation allerdings, sich weiter zu verschlechtern. Zumindest gibt es klare Signale, die auf eine kommende Preissteigerung bei RTX-Modellen hindeuten:

Die Speicherkrise schlägt zu: Grafikkarten-Preise gehen in Asien durch die Decke

Welche Preise den Diagrammen zugrunde liegen, zeigt die folgende Tabelle auf Basis der Daten von Geizhals:

05.08.202627.01.202606.08.2025
RTX 50904.3503.5002.250
RTX 50801.2301.3001.050
RTX 5070 Ti980950800
RX 7900 XT700800650
RX 9070 XT670690650
RTX 5070630620540
RTX 5060 Ti 16 GB600560430
RX 9070590600590
RTX 3060 12GB390380260
RTX 5060 Ti 8 GB370400370
RX 9060 XT360350300
RTX 5060320320290
Arc B580300260270
RTX 5050280260250
Arc B570260230220
RX 7600260260230
Arc A750230210200

Der Blick in die Zukunft

Es kommt nicht von ungefähr, dass es bislang kaum Gerüchte über neue Grafikkarten-Generationen von AMD und Nvidia gibt, obwohl ihre aktuellen Modelle bereits seit eineinhalb Jahren auf dem Markt sind.

Die angespannte Situation auf dem Speichermarkt dürfte jedenfalls ihren Teil dazu beitragen, und eine echte Entspannung der Lage ist noch lange nicht in Sicht.

Ratschläge zu geben, fällt aufgrund der schwer einschätzbaren Situation nicht leicht. Doch tendenziell gilt aus meiner Sicht: Kauft nur dann eine neue GPU, wenn ihr sie wirklich braucht, denkt auch an den Gebrauchtmarkt – und wartet lieber nicht mehr zu lange mit dem Kauf, wenn ihr Bedarf habt.


Kommentare(1)
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