Meine neue SSD kostet mehr als eine RTX 5080 – und sie ist es wert?! 😳

Für den Preis dieser Endstufe-SSD kaufen sich andere einen ganzen Gaming-PC! Ich kläre die Frage, ob 8 Terabyte und über 14 Gigabyte pro Sekunde ausreichen, den Preis zu rechtfertigen.

Mir wurde die Ehre zuteil, eine der größten, schnellsten und teuersten SSDs der Welt hautnah auszuprobieren. Das ist mein Fazit zum 8-Terabyte-Flaggschiff. Mir wurde die Ehre zuteil, eine der größten, schnellsten und teuersten SSDs der Welt hautnah auszuprobieren. Das ist mein Fazit zum 8-Terabyte-Flaggschiff.

Ehrfurcht beschreibt das Gefühl am ehesten, das ich hatte, als ich diese SSD der Superlative zum ersten Mal ausgepackt habe. Alleine der Speicherplatz ist mit acht Terabyte schon krass, aber der Preis und die Leistung dieses Speicherriegels sind noch viel krasser.

Sie ist dreimal so teuer wie meine aktuelle Oberklasse-Grafikkarte und bietet genug Speicherkapazität, um darauf die gesamte Geschichte des Heiligen Römischen Reiches in Telefonqualität zu vertonen – über 1.300 Jahre Audio non-stop. Hier möchte ich der Frage auf den Grund gehen, wie gut das SSD-Flaggschiff wirklich ist und für wen sich das überhaupt lohnt.

Hier geht's zu einer der extremsten SSDs der Welt bei Alternate

Inhaltsverzeichnis:

  1. Technische Daten und Besonderheiten der SSD
  2. Benchmark zur Lese- und Schreibgeschwindigkeit
  3. Mein Fazit zur Rekord-SSD

Alle Infos zu meinem Setup:

Disclaimer: Kingston hat mir die SSD zum Hands-on zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hatte kein Mitspracherecht beim Aufbau und Inhalt dieses Artikels.

Überblick über die Daten und Fakten der verrückten 8-TB-SSD

Ein Eindruck bleibt, seit ich zum ersten Mal solch eine NVMe-SSD in den Fingern hielt: Es ist verrückt, wie winzig klein und leicht diese Form einer Festplatte ist. In Kombination mit einem für mich vollkommen neuen Speicherplatz von satten acht Terabyte und einem Preis, der einen mit den Ohren schlackern lässt, habe ich den Vergleich gemacht: Diese SSD ist tatsächlich deutlich teurer als pures Gold, aber sie kann es wert sein!

Auf den ersten Blick sieht die Kingston Fury Renegade G5 genauso wie andere NVMe-SSDs aus, aber sie spielt in einer eigenen Liga. Auf den ersten Blick sieht die Kingston Fury Renegade G5 genauso wie andere NVMe-SSDs aus, aber sie spielt in einer eigenen Liga.

Natürlich hilft euch dieser plakative Vergleich der knapp 10 Gramm leichten Platte mit dem aktuellen Goldpreis wenig, also widmen wir uns der Technik:

  • Formfaktor und Anbindung: NVMe (2.0) SSD für M.2 Steckplätze mit PCIe 5.0
  • Speicherkapazität: 8.192 Gigabyte
  • Lesegeschwindigkeit (Herstellerangabe): 14,8 GB/s
  • Schreibgeschwindigkeit (Herstellerangabe): 14,0 GB/s
  • Lebensdauer (Herstellerangabe): zwei Millionen Stunden
  • Maße: Länge 80mm; Breite 22mm; Höhe 3,65mm
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Kingston scheint sich bei der Qualität und Lebensdauer sicher zu sein, denn auf die Premium-SSD gibt's eine Garantie von fünf Jahren. Natürlich musste ich auch einen Blick unter die Haube werfen und habe entgegen der Empfehlung des Herstellers das Label auf der SSD abgezogen und den Aufbau mit anderen NVMe-SSDs verglichen. Mir sind dabei besonders zwei Dinge aufgefallen.

Um auf die Kapazität von beinahe 8.200 Gigabyte zu kommen, sind bei dieser SSD insgesamt vier Speicherchips mit jeweils 2 Terabyte, verteilt auf beide Seiten der Platine, verbaut. Außerdem spannend: Während bei zwei anderen SSD-Herstellern Controller-Chips der Marke Phison zu finden sind, arbeitet hier ein Chip von Silicon Motion.

Vier Speicherchips 8 Terabyte Speicherplatz auf kleinstem Raum. Vier Speicherchips mit je zwei Terabyte Kapazität machen es möglich.

SSD-Controller Der Controller ist ein entscheidendes Bauteil. Kingston bringt einen Speicherkontroller des Herstellers Silicon Motion zum Einsatz.

Warum SSD-Controller von Phison 2025 durch die Presse gingen:

Im August 2025 sorgten Berichte über plötzliche SSD-Ausfälle nach einem Windows-Update für Aufsehen. Betroffen waren primär Laufwerke mit Phison-Controllern, die bei großen Schreibvorgängen oder hohen Füllständen reproduzierbar abstürzten.

Microsoft und Phison wiesen eine direkte Schuld zunächst von sich. Analysen identifizierten später veraltete oder Pre-Release-Firmware als voraussichtliche Hauptursache. Nutzer konnten die gewünschte und erwartete Stabilität in den meisten Fällen durch Updates wiederherstellen.

Wenn ihr auch bei euch nachsehen wollt, ob es eine neuere Firmware für eure SSD gibt, bieten die Hersteller unterschiedliche Software-Tools zur Wartung und Überprüfung eurer SSD an. Bei Kingston heißt dieses Tool beispielsweise Kingston SSD Manager.

Im nächsten Kapitel möchte ich mich einem der wichtigsten SSD-Benchmarks widmen und damit herausfinden, ob sich dieser Speicher-Controller auch in der Performance bemerkbar macht. Vor allem möchte ich aber deutlich machen, was diese Zahlen im Alltag wirklich bedeuten.

Hier geht's zur 8 TB großen Kingston Fury Renegade G5 SSD

Benchmark: Eine der schnellsten SSDs der Welt auf dem Prüfstand

Für die Evaluation der Leistung habe ich CrystalDiskMark herangezogen und jeweils mehrere Testläufe gemacht, aus denen ich später einen Durchschnitt errechnet habe. Wenn euch die kryptischen Bezeichnungen erst mal wenig sagen, dann keine Bange. Unterm Benchmark erkläre ich – so gut ich kann – auf welche Alltags-Szenarien die unterschiedlichen Angaben abzielen. Fakt ist: Diese Messwerte sind wirklich beeindruckend!

CrystalDiskMark: Lesen
Testsystem: Ryzen 9 9900X3D, ASUS Radeon RX 9070 XT TUF Gaming, 32,0 GByte DDR5-6800, Windows 11

  • SEQ1M Q8T1
  • RND4K Q32T16
  • RND4K Q1T1
Kingston Fury Renegade G5 PCI Express 5.0
14307,68
8158,20
120,63
  • 0,00
  • 3000,00
  • 6000,00
  • 9000,00
  • 12000,00
  • 15000,00

Schreiben
Testsystem: Ryzen 9 9900X3D, ASUS Radeon RX 9070 XT TUF Gaming, 32,0 GByte DDR5-6800, Windows 11

  • SEQ1M Q8T1
  • RND4K Q32T16
  • RND4K Q1T1
Kingston Fury Renegade G5 PCI Express 5.0
12900,07
7413,03
450,12
  • 0,00
  • 2600,00
  • 5200,00
  • 7800,00
  • 10400,00
  • 13000,00
Was besagt der CrystalDiskMark SEQ1M Q8T1?

Mit dem SEQ1M Q8T1 wird versucht, die theoretisch maximale Leistungsfähigkeit einer SSD zu messen. Dieser Wert bezieht sich auf das sequenzielle (SEQ) Lesen oder Schreiben einer einzelnen, großen Datei, bestehend aus einzelnen Blöcken à einem Megabyte (1M). Dabei werden jeweils acht Lese- oder Schreibbefehle gleichzeitig gefordert (= „Queue“; Q8) und dafür läuft ein einzelner CPU-Prozess (= „Thread“; T1).

Was besagt der CrystalDiskMark RND4K Q32T16?

Der zweite Wert namens RND4K Q32T16 bildet dagegen die Beanspruchung der SSD in einer Serverumgebung ab. Viele gleichzeitige, voneinander unabhängige (= „random“; RND) Anfragen für kleine (4 Kilobyte) Lese- und Schreibprozesse. Dabei versorgen 16 CPU-Threads gleichzeitig (T16) die SSD mit einer zu verarbeitenden Warteschlange von 32 Befehlen (Q32).

Was besagt der CrystalDiskMark RND4K Q1T1?

Der RND4K Q1T1 zeigt die Ansprechgeschwindigkeit der SSD, etwa beim Öffnen von Programmen oder beim Hochfahren. Auch hier werden kleine (4 Kilobyte), unabhängige (random) Lese- und Schreibaufgaben an die SSD gesendet, allerdings mit einer Warteschlange von nur einer Aufgabe (Q1) und auch nur einem CPU-Thread (T1).

Diese 8 TB SSD hat im Benchmark über 14 GB/s geschafft

Einordnung der Benchmark-Ergebnisse

Das ist nicht nur die größte SSD, die ich je in meinen Händen halten durfte, sondern auch noch die schnellste. In sämtlichen Disziplinen spielt die Kingston Fury Renegade G5 in der absoluten Leistungsklasse mit. Deutlich über 14 GB/s beim Lesen sind am obersten Ende der Nahrungskette angesiedelt, und auch für professionelle Anwendungen wie in einem Server kann sich das RND4K-Q32T16-Ergebnis absolut sehen lassen.

Den Rechner hochfahren, Dateien transferieren und kopieren und Programme öffnen. Alles das geht unfassbar schnell. Dass sich der Alltag mit so einem SSD-Flaggschiff ohne jeden Zweifel butterweich anfühlt, darf bei diesem Preis aber auch vorausgesetzt werden.

Links die klassische HDD Festplatte, rechts sogenannte SATA SSDs und in der Mitte die NVMe-SSD von Kingston. Viel kleiner, viel schneller und mit viel mehr Speicherplatz. Links die klassische HDD Festplatte, rechts sogenannte SATA SSDs und in der Mitte die NVMe-SSD von Kingston. Viel kleiner, viel schneller und mit viel mehr Speicherplatz.

Während die High-End-SSD beim Lesen die ambitionierte Herstellerangabe von 14,8 Gigabyte pro Sekunde so gut wie erreicht, hat es beim Schreiben nicht ganz gereicht. Die 14 GB/s konnte ich zwar mehr oder weniger reproduzieren, allerdings im leicht abgewandelten SEQ128K Q32T1.

Puh, das sind auch für mich erst mal eine Menge neues Wissen und komplizierte Zusammenhänge. Deswegen möchte ich zu guter Letzt noch der wichtigsten Frage nachgehen: Wer braucht so eine Über-SSD eigentlich?

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Fazit: Diese SSD ist phänomenal, aber für wen lohnt sich das?

Fast 8.200 Gigabyte Speicherplatz und Geschwindigkeiten beim Lesen und Schreiben, die noch vor knapp drei Jahren Science-Fiction waren. Die Flaggschiff-SSD von Kingston setzt wahrlich neue Maßstäbe für mich, aber das betrifft auch den Preis. Stand heute schlägt die 8-Terabyte-Variante der Kingston Fury Renegade G5 je nach Anbieter ab 1.500€ und teils deutlich darüber zu Buche. Auch die 1TB SSD, 2TB SSD und 4TB SSD dieses Modells liegen preislich in der Oberklasse.

Während ich die ein und zwei Terabyte-Varianten für High-End-Gaming-PCs noch rechtfertigen kann, fällt mir das für die beiden „Großen“ mit vier und acht Terabyte schon schwer. Klar werden immer aufwändigere Assets in AAA-Games zukünftig eine große Rolle spielen, genau wie DirectStorage. Dennoch muss eine derart schnelle SSD in einem Gaming-PC nicht die einzige Speicherlösung sein. Kingston bietet stattdessen auch die extrem beliebte NV3 NVMe-SSD mit PCIe 3.0 an, und moderne Mainboards unterstützen in der Regel immer mehr als eine M.2-SSD.

Wer beruflich mit großen Datenmengen hantiert, eigene Server pflegt oder mit lokalen KI- und LLMs (= Large Language Models) arbeitet, kann hingegen aus der Investition in eine solche SSD potenziell eine Menge Profit schlagen. In dieser Ausgangslage muss Zeit allerdings wortwörtlich Geld sein.
Ich zähle nicht zu dieser Gruppe, aber die Kingston Fury Renegade G5 bringt mich dem eigenen NAS meiner Träume ein riesiges Stück näher. Als extrem schneller Cache würden damit Vorschauen in unserer Foto- und Filmmediathek nicht nur schneller, sondern praktisch sofort laden. Generell sollten virtuelle Maschinen wie etwa Plex auf einem Homeserver spürbar von so viel Speicherleistung profitieren.

Ich bin gespannt – genauso, wie auf die Speicherpreisentwicklung 2026. Alleine im Verlauf der letzten paar Wochen ist diese SSD um über 50% im Preis gestiegen und es ist kein Ende in Sicht. Wir können nur hoffen, dass die Speicherkrise ein baldiges Ende nimmt.

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