Am vergangenen Freitag hat die Gruppierung Rhysida knapp 5,8 Terabyte sensible Daten im Darknet veröffentlicht, die zuvor der Berliner Verwaltung gestohlen wurden.
Die Sichtung der Daten und die Einschätzung der Risiken laufen aktuell beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) auf Hochtouren.
BSI warnt vor Phishing-Attacken und weiteren Risiken
Nicht weniger als ein echter »Daten-Super-GAU« sei der Vorfall laut dem Grünenfraktionsvize im Bundestag, Konstantin von Notz, laut dem Handelsblatt. Die Daten waren bei einem Cyberangriff im August 2026 erbeutet worden. Seitdem hatte die Hackergruppe versucht, ein Lösegeld vom Berliner Senat zu erpressen.
Die Frist für die Zahlung lief nun am vergangenen Freitag ab und die knapp 1,4 Millionen Daten wurden prompt im Darknet veröffentlicht.
Unklar ist, ob es sich dabei um den gesamten gestohlenen Datensatz handelt oder ob es noch weitere Forderungen geben wird.
1:30
Mit diesem neuen E-Scooter seid ihr gleich in doppelter Hinsicht besonders mobil dank cleverer Falt-Technik
Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin hat mitgeteilt, dass die Daten derzeit mit Hochdruck ausgewertet werden.
Dazu wurde eine zusätzliche Steuerungseinheit eingerichtet, die diesen Prozess beschleunigen soll. Kai Wegner, der Bürgermeister von Berlin, wird dabei folgendermaßen zitiert:
»Es ist [eine] sehr schwere Straftat gegen das Land Berlin begangen worden. Das LKA und die betroffenen Senatsverwaltungen werten nun mit Hochdruck die gestohlenen Daten aus. Wir werden die betroffenen Beschäftigten, Berlinerinnen und Berliner so schnell wie möglich informieren, beraten und unterstützen. Wir sind mit den Sicherheitsbehörden des Bundes in engem Austausch. Ich danke den Sicherheitsbehörden in Berlin und auch im Bund für die große Unterstützung in den vergangenen Tagen.«
In den veröffentlichten Daten sollen sich unter anderem Arbeitszeugnisse, Lohnzettel und Bewerbungsunterlagen befinden. Es ist aber auch die Rede von Informationen zur kritischen Infrastruktur der Stadt Berlin, wie etwa Krankenhäusern oder Notstromanlagen.
Für den Grünenpolitiker von Notz sind auch »personelle Konsequenzen unausweichlich«. Obwohl immer wieder vor so einem Fall gewarnt worden sei, seien »bekannte Sicherheitslücken« nicht rechtzeitig geschlossen worden.
In jedem Fall wird der Vorfall erhebliche finanzielle Folgen haben. Über weitere Schritte und Risiken wollen die zuständigen Behörden berichten, sobald es dazu die nötigen Erkenntnisse gibt.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.