Heizkosten im Winter sparen: Sollte man das Thermostat abends herunterdrehen?

Nachts gar nicht zu heizen könnte sogar eine schlechte Idee sein.

Um Heizkosten zu sparen, kann man das Thermostat nachts oder bei Abwesenheit herunterdrehen – dabei muss man trotzdem eine Sache beachten. (Bild: Generiert mit Adobe Firefly) Um Heizkosten zu sparen, kann man das Thermostat nachts oder bei Abwesenheit herunterdrehen – dabei muss man trotzdem eine Sache beachten. (Bild: Generiert mit Adobe Firefly)

Mit der kalten Jahreszeit stehen viele Haushalte vor der Frage, wie sie Heizkosten effizient sparen können, ohne auf Komfort zu verzichten. Eine der häufig diskutierten Maßnahmen ist das Herunterdrehen des Thermostats am Abend. Doch ist das wirklich sinnvoll?

Sollte ich das Thermostat abends herunterdrehen?

Ja, es lohnt sich, allerdings sollte eine Temperatur von 16 Grad nicht unterschritten werden. Eine Ausnahme gilt für Haushalte mit Wärmepumpen. Mehr dazu weiter unten.

Im Detail: Das Herunterdrehen des Thermostats in der Nacht kann tatsächlich helfen, Heizkosten zu sparen. Jedes Grad weniger Raumtemperatur kann laut der Verbraucherzentrale etwa sechs Prozent der Heizkosten einsparen. 

Wichtig ist jedoch, die Temperatur nicht zu stark abzusenken, um Schimmelbildung zu vermeiden. Eine Temperatur von mindestens 16 Grad Celsius sollte auch in ungenutzten Räumen oder eben bei Nacht beibehalten werden.

In Mehrfamilienhäusern kann die individuelle Nachtabsenkung durch Thermostatventile besonders effektiv sein, da sie dem Heizkessel signalisiert, dass weniger Wärme benötigt wird. So verbraucht auch die Zentralheizung weniger Energie. 

Programmierbare Thermostate ermöglichen es, die Raumtemperatur zeitgesteuert zu regulieren, was zusätzlichen Komfort bietet. In der Regel könnt ihr selbst in einer Mietwohnung das vorinstallierte Thermostat austauschen. Das alte solltet ihr aber nicht wegwerfen, da ihr es bei einem Umzug womöglich wieder installieren müsst. 

Warum gar nicht Heizen eine schlechte Idee sein kann

Komplett auf das Heizen zu verzichten, kann kontraproduktiv sein. Zu starkes Absenken der Raumtemperatur erhöht das Risiko von Schimmelbildung. Der entsteht durch Feuchtigkeit, die sich auf kalten Oberflächen absetzt, wenn warme Luft abkühlt.

Eine gut abgestimmte Nachtabsenkung ist daher ratsamer als ein völliger Verzicht auf Heizung.

Wärmepumpen: Eine Ausnahme bei der Nachtabsenkung

Für Haushalte, die Wärmepumpen nutzen, kann es effizienter sein, die Raumtemperatur konstant zu halten. Das Herunterdrehen der Temperatur und späteres Wiederaufheizen kann bei Wärmepumpen zu einem höheren Energieverbrauch führen als das Halten einer konstanten Temperatur.

Im Gegensatz zu konventionellen Heizsystemen, bei denen eine Nachtabsenkung oft Energie spart, profitieren Wärmepumpen von einem gleichmäßigen Betrieb, der ihre Effizienz maximiert.

Insgesamt hängt die Effizienz der Heizkostenersparnis stark von der richtigen Einstellung und Nutzung der Thermostate ab. 

Eine durchdachte Strategie bei der Heizungseinstellung kann also nicht nur den Geldbeutel schonen, sondern euch auch komfortabel durch den Winter bringen. 

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