Glückstreffer wie beim Lottospielen bringt einzelnem Miner Gewinn von über 200.000 Euro

Ein Solo-Miner mit nur 6 TH/s Rechenleistung löst einen Bitcoin-Block. Die Quote: 1 zu 180 Millionen.

Extremes Glück beim Bitcoin-Mining: Ein Hobby-Miner schlägt verschwindend geringe Chancen und verdient so gut 265.000 Euro. (Bildquelle: Adobe Stocknaka) Extremes Glück beim Bitcoin-Mining: Ein Hobby-Miner schlägt verschwindend geringe Chancen und verdient so gut 265.000 Euro. (Bildquelle: Adobe Stock/naka)

Ein Solo-Miner hat in der vergangenen Woche etwas statistisch äußerst Unwahrscheinliches geschafft. Mit einer Hashrate von lediglich 6 Terahashes pro Sekunde löste der Hobby-Miner auf CKpool einen vollständigen Bitcoin-Block und kassierte damit 3,146 BTC plus Transaktionsgebühren. Der aktuelle Gegenwert liegt bei rund 265.000 bis 270.000 Euro.

Zur Einordnung: Bei der aktuellen Netzwerk-Gesamtkapazität von 855,7 Exahashes pro Sekunde wirken die 0,0000007% der gesamten Netzwerk-Hashpower des Solo-Miners geradezu bedeutungslos.

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Äquivalent zu sechs Richtigen im Lotto

Statistisch gesehen entspricht das einer Chance von 1 zu 180 Millionen pro Block oder 1 zu 1,2 Millionen pro Tag, wie der Entwickler von CKpool Con Kolivas auf der X-Plattform bestätigt.

  • Bei CKpool handelt es sich explizit um einen Solo-Mining-Dienst, der sich von »gängigen« Pools genau dadurch unterscheidet: Die Wallet des Gewinners behält die gesamte Blockbelohnung abzüglich einer zweiprozentigen Transaktionsgebühr.
  • Gewissermaßen vereinfacht die Infrastruktur von CKpool lediglich die technische Verbindung zum Netzwerk, ohne das Teilen der Belohnung vorauszusetzen.

Kurz gefasst: Bitcoin-Mining ist der Prozess, durch den neue Bitcoins erzeugt und Transaktionen validiert werden.

  • Miner nutzen spezialisierte Computer (ASIC), um komplexe mathematische Rätsel mittels der SHA-256-Hashfunktion zu lösen.
  • Sie probieren dabei Milliarden verschiedene Eingabewerte (Nonces) pro Sekunde aus, bis sie einen Hash finden, der die Netzwerk-Anforderungen erfüllt.

Der erste Miner, der die Lösung findet, darf einen neuen Block zur Blockchain hinzufügen und erhält dafür Bitcoins als Belohnung. Dieses »Proof-of-Work«-System sichert das Netzwerk ab und verhindert Betrug, während die Mining-Schwierigkeit automatisch alle zwei Wochen angepasst wird.

Ebenfalls besonders: Der erfolgreiche Miner nutzte ein älteres ASIC-Modell statt moderner Top-Hardware. Solche älteren Geräte laufen vergleichsweise sparsam und verursachen niedrige Stromkosten.

Diesen Fund sollte man aber angesichts der astronomisch kleinen Wahrscheinlichkeit nicht als Geschäftsmodell missverstehen. Mit 6 TH/s bei durchschnittlichen Stromkosten und moderater Hardware-Amortisation ist ein kontinuierlicher Betrieb ohne Blockgewinn wirtschaftlich sinnlos – daran ändert auch der Glückstreffer nichts.

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